Allgemein, Blog, Energie
30. September 2016

Nein zum Atomtraktor EPR in Flamanville – Demo am Wochenende

Vor 10 Jahren war ROBIN WOOD auf einer Großdemo gegen AKW-Neubau in Cherbourg in der Normandie dabei. Der Erlaß der Baugenhmigung für den EPR Atomreaktor am Standort Flamanville stand kurz bevor. Die Genehmigung wurde 2007 erteilt. Seitdem häufen sich die Probleme auf der Großbaustelle. Kosten Explosion von 3 auf beinahe 10 Milliarden, löchriges Beton, Pfusch im Stahl
Die 2007 erteilte Baugenehmigung ist 10 Jahre lang gültig. Da der Bau längst nicht fertig ist, ist zu erwarten, dass nun an der Baugenehmigung gepuscht wird, um diese zu verlängern.
Aus gegebenem Anlass findet an diesem Wochenende eine Demonstration in Flamanville statt. Noch ist es nicht zu spät das AKW zu verhindern.

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Aktion, Rhein-Main, Verkehr
26. September 2016

188. Montagsdemo im Frankfurter Flughafen: Das Klima schützt, wer weniger fliegt

Über 200 Menschen demonstrierten heute im Frankfurter Flughafen für weniger Flieger. ROBIN WOOD war eingeladen, am Vorabend der ICAO über Klimawandel und Flugverkehr zu sprechen.

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Foto: Walter Keber

Die Rede zum Nachlesen finden Sie hier:

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Aktion, Allgemein, Blog, Energie, Hamburg/Lüneburg, Robin Wood regional, Veranstaltung
25. September 2016

Atomtransporte im Norden: Ereignisreiche Woche

Uranzug am Rangierbahnhof Maschen am 22.9. - Quelle Tim Christensen

Uranzug am Rangierbahnhof Maschen am 22.9. 16 – Quelle Tim Christensen / Robin Wood

Aktivist*innen der Hamburger Kampagne gegen Atomtransporte haben eine ereignisreiche Woche hinter sich.
Los ging es am vergangenen Sonntag mit dem Stadtfest in Buchholz i.d.N. Auf der Bio-Oase verteilte der Runde Tisch für Natur- Umwelt- und Tierschutz Informationen über Atomtransporte. ROBIN WOOD war mit einem Infostand und Schnupperklettern für Großen und Kleinen dabei.
Am Mittwoch 21.9. folgte dann eine gut besuchte Lesung gegen Atomtransporte in der Stadtbücherei. Ein Aktivist erzählte über Aktivitäten im Rahmen der Kampagne gegen Atomtransporte und über die Kletteraktion von vergangenem April gegen einen Uranzug am Buchholzer Bahnhof ( Zum Bericht).
Anschließend lass Autorin und ROBIN WOOD Aktivistin Cécile Lecomte Kurzgeschichten über Aktionen gegen Atomtransporte aus ihrem Buch „Kommen Sie da runter“ und beantwortete die Fragen aus dem Publikum.
Passend zu dem Thema wurde am Donnerstag 22.9. die Abfahrt eines Urantransportes aus dem Hamburger Hafen durch Aktivist*innen beobachtet und dokumentiert. Weiterlesen…

Aktion, Klima, Verkehr
22. September 2016

Warum weniger Fliegen? – Klimaschutz kurz und gut erklärt

Am kommenden Dienstag beginnt die Vollversammlung der Internationalen Organisation für zivile Luftfahrt, ICAO. Die Mitgliedsstaaten wollen dort gemäß ihres Auftrags im Kyoto-Protokoll und den Zielen des Paris-Abkommens Klimaschutzmaßnahmen im internationalen Luftverkehr beschließen. Das ist dringend notwendig. Warum? Das erklärt in zwei Minuten der neue Robin Wood-Videoclip „Weniger Fliegen – wieso, weshalb, warum?“

Allgemein, Blog, Energie, Hamburg/Lüneburg, Robin Wood regional
22. September 2016

Keine guten Aussichten fürs Kohlekraftwerk Moorburg – Dem Widerstand sei Dank!

Protest gegen die Inbetriebnahme des Kohlkraftwerks Moorburg am 19.11.2015 (Foto: Robin Wood, U. Bertrand)

Protest gegen die Inbetriebnahme des Kohlekraftwerks Moorburg am 19.11.2015 (Foto: Robin Wood, U. Bertrand)

In einem Artikel mit der Überschrift „Ein Klimakiller wird verramscht“ berichtet die TAZ über die Absicht Vattenfalls sein Kohlekraftwerk in Hamburg Moorburg zu verkaufen. Auch wenn der Konzern dem NDR gegenüber diese Information inzwischen dementiert hat, liegt es nahe, dass der Konzern den Verkauf auf absehbare Zeit mindestens intern in Erwägung zieht. Denn das Kohlekraftwerk ist nicht rentabel, wie im taz-Artikel geschildert. Bei der Schilderung der Ereignisse, die dazu geführt haben, dass das Kraftwerk zum finanziellen Desaster wurde, wurde jedoch ein wesentliches Ereignis außer Acht gelassen. Nicht die Grünen haben „heldenhaft“ wie im taz-Artikel geschildert gegen das Kohlekraftwerk gekämpft und Erfolge erzielt, sondern Umweltverbände und Umweltaktivist*innen, die gegen die u.a. durch die Grüne Umweltbehörde erteilten Baugenehmigungen vorgingen und im Winter 2010 bei eisiger Kälte 3 Monate lang die Bäume im Gählerpark besetzten, um zu verhindern, dass Vattenfall Tatsachen schafft. Weiterlesen…

Aktion, Süd-West, Verkehr
19. September 2016

S 21: Grundsteinlegung oder Grabsteinlegung? – Heiner Monheim zu Umstieg 21 und Verkehrswende

Screenshot SWR 16.9.2016

Screenshot SWR 16.9.2016

Sehen Sie das Transparent im Hintergrund? Während vorne augenscheinlich eine Beerdigungsgesellschaft gute Mine zum Trauerspiel macht, haben Kletternde von ROBIN WOOD Stuttgart eine positive Parole über die Szene gehängt: „Umstieg 21 – Raus aus der Grube!“ fordern sie am vergangenen Freitag von den Projektverantwortlichen für das Milliardengrab Stuttgart 21. Für die Deutsche Bahn kommt es grade dicke: Das Gutachten des Bundesrechnungshofes (BRH) liegt nach langer Verzögerung  nun dem Haushaltsausschuss des Bundestages vor. Unmissverständlich prangern die obersten Finanzkontrolleure die mangelnde Projektaufsicht durch den Eigentümer der Deutschen Bahn, vertreten durch das Bundesverkehrsministerium, an. Und obwohl vieles als Betriebsgeheimnis des öffentlichen Unternehmens DB AG behandelt wird, wird es nicht überraschen, wenn auch der BRH inzwischen auf 10 Milliarden € Kosten für den verbuddelten und in seiner Kapazität auf zwei Drittel verkleinerten Schienenverkehrsknoten kommt.

Auf der 339. Montagsdemo wird der Verkehrsexperte Heiner Monheim heute erklären, warum es noch lange nicht zu spät für den Umstieg 21 ist. In Stuttgart liegt die Zukunft der Mobilität in einem modernisierten  Kopfbahnhof für den Schienenverkehr und einem grünen Stadtzentrum auf der umgenutzten Baustelle. Über Stuttgart hinaus bringt der Umstieg 21 die Verkehrswende voran: Besser mobil statt mehr Verkehr.

Rede Heiner Monheim 19-9-16 als pdf zum Download

Aktion
16. September 2016

Rächer der Becher: Neue Aktion gegen Backwerk

Ein Zeichen gegen Wegwerfbecher haben ROBIN WOOD-Aktive heute in Bremen gesetzt. Um gegen die gigantische Verschwendung zu protestieren, versammelten sie sich vor der Backwerk-Filiale in der Innenstadt. Sie informierten die Kund*innen und vorbeikommende Passant*innen über die rasant steigende Menge an Papier- und Plastikmüll durch Wegwerfbecher und diskutierten mit dem Franchisenehmer der Backwerk-Filiale über die Notwendigkeit eines Mehrwegbecher-Systems.

Backwerk-Aktion von Robin Wood in Bremen am 16.09.2016

Backwerk bietet noch nicht einmal innerhalb der eigenen Filialen Mehrweggeschirr an und verweigert sich bisher Verbesserungsvorschlägen von ROBIN WOOD. Dabei sind sie durch ihre Wegwerfbecherökonomie nicht nur für Müllberge, sondern auch für Waldabholzung und Ressourcenverschwendung mitverantwortlich.

Unterschreibe den Onlineprotest gegen Wegwerfbecher und für Waldschutz:

Onlineprotest Becher

Bestelle Dir den kostenlosen Infoflyer auch gerne zum Weiterreichen!

Mehr Infos:

http://robinwood.de/Wegwerfbecher-stoppen.wegwerfbecher.0.html

Blog, Klima, Wald
14. September 2016

Wälder schützen und Klima schützen – zusammendenken!

Mit über 11 Millionen Hektar ist rund ein Drittel der Fläche Deutschlands bewaldet. Fast 50 % dieser Fläche ist mit Fichte und Kiefer bestockt – meist in gleichaltrigen Monokulturen, in langen Reihen und oft ohne viele weitere Pflanzen. Diese beiden Baumarten produzieren viel Holz, und waren in Kriegszeiten und danach wichtig um den Holzbedarf der Bevölkerung zu decken – aber die Zeiten haben sich geändert. Heute wissen wir wie anfällig solche künstlich hergestellten Waldsysteme sind: Massenvermehrungen von Borkenkäfern, zunehmende Versauerung der Waldböden, und eine deutlich größere Anfälligkeit gegenüber Stürmen sind nur einige der Folgen. Beide Baumarten bekommen auch zunehmende Probleme mit Temperaturanstiegen und Trockenheit durch den Klimawandel. Und jeder der viel im Wald unterwegs ist, sieht sofort die großen Unterschiede in der Artenvielfalt zwischen den gleichaltrigen Monokulturen und einem strukturreichen Mischwald.

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Foto: Robin Wood

Um den Wald gesünder, widerstandsfähiger, für den Menschen erholsamer und die Natur artenreicher zu machen, haben große Teile der Forstwirtschaft daher seit den 1980er und 90er Jahren den Weg des Waldumbaus beschritten: Die langsame Umwandlung der Monokulturen hin zu naturnahen Mischwäldern, mit an den Standort angepassten Baumarten und mehreren Baumgenerationen auf einer Fläche. Doch seit es diesen Prozess gibt, wird er torpediert, da er gegen die vermeintlich einfachste und wirtschaftlichste Art der Forstwirtschaft steht.

Die nun veröffentlichte Stellungnahme des Wissenschaftlichen Beirats für Waldpolitik reiht sich teilweise in diese Tradition ein. Sie beklagt, dass die „zuwachsstarken Nadelbaumarten“ an Fläche verlieren, und daher weniger CO2 gebunden würde, welches dann in „langlebigen Holzprodukten“ genutzt werden könne. Somit sei die aktuelle Entwicklung negativ für den Klimaschutz in Deutschland. Naturschutz und Klimaschutz können aber aus unserer Sicht nicht gegeneinander ausgespielt werden, und die Uhr lässt sich nicht hinter die Erkenntnisse der letzten Jahre zurückdrehen.

Zum Ersten ist der Wald nicht die Quelle des Klimawandels und das ständige Reden über den Wald als Kohlenstoffsenke (beispielsweise der Flugindustrie) stellt meist den Versuch dar von starken Kohlenstoff-Einsparmaßnahmen abzulenken. Zum zweiten geht eben ein Großteil des Holzes nicht in langlebige Produkte, die viele Jahre Kohlenstoff speichern, wie es sich diese ExpertInnen ausmalen: Die Bundesregierung hat zum Beispiel keine Strategie Holz als nachhaltigen Baustoff zu fördern, und kurzlebige Papierprodukte florieren, wie ROBIN WOOD letzte Woche ausgerechnet hat. Und drittens braucht der Wald in Deutschland dringend den Umbau zu naturnahen und mehrschichtigen Systemen, denn nur sie können im nächsten Jahrhundert den vielfältigen Herausforderungen des Klimawandels begegnen.

Darüber hinaus zeigen Forschungen, dass Naturwälder mittel- und langfristig immer mehr CO2 speichern können, und dieses auch im Boden ablagern. Die Kahlschläge in Fichten- oder Kiefernforsten führen ganz im Gegensatz dazu durch die direkte Sonneneinstrahlung auf den Boden zur Entweichung von Kohlenstoff.

Und so gilt weiterhin: Waldumbau und naturnahe Waldwirtschaft fördern! Klimawandel an den Ursachen anpacken!

Aktion, Verkehr
13. September 2016

Greenwashing unter dem Gütesiegel der UN – Luftfahrt versus Klimaschutz

„Die kommenden Wochen sind entscheidend für den Klimaschutz im Luftverkehr“. Mit diesen Worten beginnt eine Email

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Wo Natur verschwindet, verschwindet Leben: Plakat-Ausschnitt

von Matthias von Randow, Hauptgeschäftsführer des Bundesverband der Deutschen Luftfahrtindustrie (BDL) und vormals Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, das ihn im blühenden Alter von 49 Jahren in den einstweiligen Ruhestand versetzte. Der BDL stimmt Fachöffentlichkeit und Medien auf die ICAO-Vollversammlung ein, die vom 27.9. bis 7.10. in Montréal stattfindet.

Die ICAO ist die UN-Sonderorganisation für zivile Luftfahrt. Sie wird in diesem Herbst – fast 20 Jahre nach dem Kyotoprotokoll – einen Beschluss zum globalen Klimaschutz zu fassen. Der Rat wird der Assembly ein Konzept für ein CO2-neutrales Wachstum (carbon neutral growth) der Luftfahrt vorlegen. Airliner sollen die aus dem Kerosinverbrauch abgeleiteten CO2-Emissionen durch Klimaschutzzertifikate in anderen Sektoren als der Luftfahrt und in anderen Ländern kompensieren.

Das Offsetting genannte Verfahren soll die CO2-Emissionen auf dem Level von 2020 deckeln und dennoch Wachstum ermöglichen: Ab 2021 auf freiwilliger Basis, erst ab 2027 verpflichtend. Eine ökologisch und sozial sinnvolle Qualität von Projekten oder Zertifikaten für einen Emissionsausgleich ist auch bei konservativer Rechung angesichts der Mengen nicht möglich. Zertifikate auf Wald und landwirtschaftliche Flächen als Treibhausgas-Einsparung würden darüber hinaus den Kampf um Flächen auf Kosten von Ernährung, Energie, bäuerlicher Landwirtschaft, naturnaher Waldnutzung und Wildnis weiter anheizen.

Das ICAO-Konzept wird keine Treibhausgase reduzieren, aber den Fluggesellschaften Greenwashing unter dem Gütesiegel der UN ermöglichen. Der BDL fordert mit Verweis auf den ICAO-Plan schon jetzt, die Luftverkehrsteuer abzuschaffen und vollständige und dauerhafte Ausnahme der Branche vom europäischen Emissionshandel. Das globale Regime mache „nationale Alleingänge bei der Luftverkehrsteuer“ und den“europäischen Alleingang“ Emissionshandel überflüssig.

Der vorliegende ICAO-Plan wird kein Gramm Treibhaus aus dem Flugverkehr reduzieren. Er wird weitres Wachstumermöglichen und von der einfachen Tatsache ablenken, dass Flugreisen das Klima in minimaler Zeit maximal schädigen.

Bitte unterzeichnen Sie die internationale Petition „Nein zum Ausbau des Flugverkehrs – Keine Klima-Scheinlösungen„.

Allgemein, Blog, Energie, Hamburg/Lüneburg, Robin Wood regional, Veranstaltung
8. September 2016

Lesung gegen Atomtransporte in Buchholz

April 2016, Kletteraktion gegen einen Uranzug in Buchholz

April 2016, Kletteraktion gegen einen Uranzug in Buchholz

In der Nacht vom 6. auf dem 7. April 2016 demonstrierte ein Dutzend Aktivist*innen von ROBIN WOOD und anderen Antiatomgruppen an einer Bahnbrücke in Buchholz i.d.N. gegen die Durchfahrt eines Urantrantransportes (Uranerzkonzentrat) vom Hamburger Hafen zur Uranfabrik in Narbonne (Süd-Frankreich). Zwei Kletter*innen seilten sich mit einem Banner „Don’t nuke the climate“ von der Brücke ab. Die Aktion dauerte ca. 4 Stunden an und fand im Rahmen von „Aktionstagen gegen Atomtransporte“ statt. Mit ihrer Protestaktion wollten die Aktivist*innen auf die zahlreichen Atomtransporte durch die Gegend aufmerksam machen. „Wir setzen am Anfang der Atomspirale an. Wir wollen Atommüll verhindern bevor er entsteht. Von Atomusstieg kann nicht die Rede sein, wenn weiterhin durchnittlich alle 2 Tage ein Atomtransport durch Hamburg fährt!“ erklärte eine Beteiligte ihre Beweggründe.

Die Aktivist*innen wollen nun in Kontakt mit der Bevölkerung treten um diese weiter über Atomtransporte zu informieren. Sie werden auf einem Infostand auf der „Biooase“ auf dem Buchholzer Stattfest am 17. und 18. September 2016 die Menschen informieren. ROBIN WOOD bietet darüber hinaus am 18.9. Einblicke ins Aktionsklettern an. Am 21. September findet dann in der Stadtbücherei eine Lesung zum Thema Atomtransporte statt. An der Aktion in Buchholz beteiligte Menschen werden ihre Beweggründe darlegen. Anschließend ließt ROBIN WOOD Aktivistin Cécile Lecomte aus ihrem Buch „Kommen Sie da runter – Kurzgeschichten und Texte aus dem politischen Alltag einer Kletterkünstlerin“. Weiterlesen…