Allgemein, Blog, Energie, Hamburg/Lüneburg, Prozess
27. Juli 2014

Klage von Kletteraktivistin wird vorm Verwaltungsgericht verhandelt

Die mündliche Verhandlung findet am Mittwoch den 30. Juli um 09:30 Uhr im Sitzungssaal 1 des Verwaltungsgerichts Lüneburg.

Die Klage von der RÓBIN WOOD Aktivistin richtet sich gegen polizeiliche Maßnahmen anlässlich einer Demonstration in Bäumen ( Tiergarten) gegen einen anstehenden Castortransport im Jahre 2011. Weiterlesen…

Aktion, Energie
23. Juli 2014

Aktions-Camp gegen Atomtransporte und für den Ausstieg

Kiel/ Ostsee – Vom 9. bis 16. August werden betroffene Buerger*innen, Aktivist*innen und Familien aus dem Ostseeraum und anderen Regionen internationale Atomtransporte auf dem Nord-Ostsee-Kanal in den Fokus zu ruecken. Sie werden in Altenholz, etwa fuenf Kilometer entfernt von Kiel, zusammenkommen. Neben Aktionstagen am 10. und 14. August wird es auch Workshops, Vortraege und Aktionen geben, Kampagnen sollen vorbereitet werden sowie Zeit zur Vernetzung bestehen. Das Anti-Atom-Sommercamp wird die groesste regionale Anti-Atom-Veranstaltung des Jahres im Einzugsbereich der Ostsee. Zur Infoseite des Camps geht es hier.

Energie
21. Juli 2014

Massive Proteste im Falle von Jülicher Castor-Transporten angekündigt!

Zahlreiche Anti-Atom-Organisationen haben nach einem Ratschlag in Düsseldorf heute Aktionen gegen mögliche Castor-Transporte aus Jülich angekündigt. Die Lagerhalle in Jülich ist nicht ausreichend sicher und die Atomaufsicht in NRW hat den Betreiber aufgefordert, bis September ein Konzept vorzulegen, wie es mit dem hochradioaktiven Atommüll weiter gehen soll. Eine Variante, die derzeit verfolgt wird, ist der Export des Atommülls in die USA. Eine andere könnte das Zwischenlager in Ahaus sein. Für die Anti-Atom-Gruppen kommen beide Varianten nicht in Frage. Sollte es dazu kommen, dass die Castoren aus Jülich in der einen oder anderen Weise abtransportiert werden sollen, dann wollen sie sich bundesweit querstellen. Hier weiter lesen…

Energie
17. Juli 2014

Hamburg und die Welt: 1000 und ein Atomtransport

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Verladung von Uran-Container aus Kasachstan im Hamburger Hafen. AtomkraftgegnerInnen beobachten geheimen Atomtransport.

 

 

 

 

 

 

 

 

Fast 1000 geheim gehaltene Atomtransporte rollten seit Anfang 2012 bis Ende Mai 2014 über bundesdeutsche Straßen, Schienen und Flüsse. Das vermeldeten zahlreiche Medien am letzten Wochenende, u.a. die Rheinische Post, das Greenpeace-Magazin oder auch das Hamburger Abendblatt. Bei dieser Angabe – die sich auf die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage eines Linken-Bundestagsabgeordneten bezieht, handelt es sich um die Zahl der so genannten genehmigungspflichtigen Kernbrennstoff-Transporte. Das sind radioaktive Transporte mit angereichertem Uran oder Plutonium. Tausende weitere Atomtransporte komme noch hinzu. Denn zahlreiche radioaktive Stoffe wie Uranerz, abgereichertes Uranhexafluorid etc. unterliegen nicht der genehmigungspflicht durch das Bundesamt für Strahlenschutz, sind aber für die Ver- und Entsorgung von Atomanlagen ebenfalls relevant und teilweise hochriskant.

Einen dieser vielen geheimen Transporte mit “sonstigen radioaktiven Stoffen”, die in der oben genannten Zahl nicht enthalten sind – haben AtomkraftgegnerInnen in den letzten Tagen entdeckt. Am Wochenende waren insgesamt wohl 17 Container mit ca. 500 Tonnen Uranerzkonzentrat mit dem Schiff “Sheksna” über den Nord-Ostseekanal aus Russland im Hamburger Hafen am Süd-West-Terimal angekommen. Das Uranerz selbst stammt aus Kasachstan, einem der größten Uranbergbau-Staaten der Welt. Hier weiterlesen…

Aktion, Rhein-Main, Verkehr
14. Juli 2014

Ausbau Flughafen Frankfurt – Grüner Baudezernent hat nichts zu sagen

Vergangenen September beantragte die Betreibergesellschaft des Frankfurter Flughafens, Fraport AG, bei der Stadt Frankfurt den Bau eines dritten Terminals. Mit diesem Terminal wäre es möglich, die mit der Nordwestlandebahn geschaffenen zusätzlichen Kapazitäten auszuschöpfen. Während 2013 knapp 473.000 Flugzeuge in Frankfurt starteten und landeten, soll Terminal 3 700.000 möglich machen. Die Fraport AG erwartete bei Antragstellung eine Genehmigung im Herbst 2014, um 2015 mit dem Bau zu beginnen und 2021 in Betrieb zu gehen. Die vorbereitenden Arbeiten auf dem Flughafengelände laufen, außerhalb des Flughafenzauns soll zuerst für eine Baustellenzufahrt und Autozubringer Wald gerodet werden.Camp gegen Flughafenausbau im Treburer Oberwald Juni 2014

Zuständig für die Bauaufsicht ist der Grüne Bürgermeister und Baudezernent Olaf Cunitz, so schreibt er auf seiner persönlichen Website. Gegenüber der Frankfurter Rundschau versichert dagegen sein Sprecher Mark Gellert, Cunitz besitze keinerlei Einfluss auf die Entscheidung der Bauaufsicht.

Der Widerstand gegen den Ausbau des Frankfurter Flughafens gehört zu den Gründungsmythen der Grünen. Heute hat erstmals die   Stadt Frankfurt einen grünen Baudezernenten und das Land Hessen einen grünen Wirtschafts- und Verkehrsminister. Geben sie grünes Licht für den Flughafenausbau?

Blog, Tropenwald
3. Juli 2014

Naschkatzen schützen Raubkatzen: Neue Freianzeigen von Robin Wood

Sie haben Platz in ihrer Zeitung oder auf ihrer Homepage und wollen die Arbeit von Robin Wood bekannt machen und unterstützen?

Dann haben wir genau das richtige für sie: Unsere neuen Freianzeigen sind fertig und wollen verbreitet werden:NaschkatzeDie Tropenwald-Freianzeigen gibt es in verschiedenen gängigen Formaten. Sie unterstützen unsere aktuelle Kampagne gegen Palmöl. Die massive Expansion der Ölpalme führt zum Verschwinden der letzten Tropenwälder und zu massiven Menschenrechtsverletzungen. Deshalb liegt darauf ein Schwerpunkt unserer Arbeit im Tropenwaldbereich, Hintergrundinfos zum Thema finden sie z.B. hier und im aktuellen Kritischen Agrarbericht.

Kontaktieren sie uns!

Ihre Ansprechpartnerin für weitere Informationen bezüglich der Freianzeigen ist :

Katja Schenkel; mail: katja.schenkel@robinwood.de, Telefon: 0421/5982898

Wir freuen uns in Ihrer Veröffentlichung zu erscheinen! Über die Zusendung eines Belegexemplars (auch per mail) würden wir uns freuen.

 

Energie
30. Juni 2014

Deutsche Urangeschäfte: Die geheimen Atomtransporte – ZDF-Dokumentation

“Deutschlands geheime Atomtransporte”. Unter diesem Titel strahlte das ZDF am Sonntag (29.6.) in der Sendereihe “Planet.E” eine Dokumentation von Björn Platz aus. Beteiligt an der Recherche über die riskanten und geheimen Atomtransporte durch den Hamburger Hafen und von und zu den Uranfabriken in Gronau und Lingen auch ROBIN WOOD. Gemeinsam mit Anti-Atom-Gruppen aus Hamburg und rund um Gronau haben wir in den letzten Jahren intensiv über die beim Atomausstieg “vergessenen” Uranfabriken gearbeitet und über ihre Bedeutung für das weltweite Atomgeschäft informiert.

Wer die Sendung verpasst hat: Hier kann sie direkt aus der ZDF-Mediathek angesehen werden.

Zu den Atomtransporten in Hamburg und Norddeutschland siehe auch das aktuelle ROBIN WOOD Magazin: Atomtransporte: Atomfrachter in Flammen (PDF).

Aktion, Berlin, Blog, Energie, Floßtour, Hamburg/Lüneburg, Klima
26. Juni 2014

Floßtour: Energiewende nicht kentern lassen!

Nachdem unser Floß in Berlin an der “Energiewende nicht kentern lassen!” Demonstration gegen Fracking, Kohle und Atom teilgenommen hat, geht der Protest in Juli und August nun auf dem Wasser weiter. Mehr als einen Monat werden Aktive von Robin Wood auf Spree, Havel, Elbe und im Nord-Ostsee-Kanal unterwegs sein und in den Häfen für eine Energiewende von unten werben.

Energiewende nicht kentern lassen: das Floß vor dem Reichstag

Energiewende nicht kentern lassen: das Floß vor dem Reichstag / Foto: Daniel Häfner, Robin Wood

Während der Tour reihen sich die Probleme der fossilen und nuklearen Energieerzeugung wie eine Perlenkette aneinander: die Folgen des Braunkohletagebaus verschmutzen die Spree, in Wannsee wird ein Forschungsreaktor betrieben, im Wendland soll seit Jahrzehnten ein ungeeigneter Salzstock als nukleares Endlager durchgedrückt werden, in Brunsbüttel und Brokdorf stehen Atomkraftwerke, in Hamburg und Kiel finden ständig hunderte Atom-Transporte statt.

Probleme gibt es also genug und wir wollen Lösungen aufzeigen. Robin Wood fordert die Energiewende endlich ernsthaft voranzutreiben: Sonne und Wind, statt Fracking, Kohle und Atom -  ökologisch, dezentral, selbstverwaltet und sozial!

Die Floßtour geht von Berlin (04.07.) nach Kiel (10.08.) zu einem Protestcamp gegen Atomtransporte. Das Camp findet vom 9.-16.8. in der Nähe von Kiel/ Schleswig-Holstein statt.

Weitere Informationen:

flosstour.de
Antiatomcamp

Aktion, Blog, Hamburg/Lüneburg, Münsterland, Prozess, Robin Wood regional
23. Juni 2014

1 Tag Knast für 10 Euro Bußgeld wegen Atommüllschiff-Blockade in Münster

Umweltaktivist tritt heute seine Haftstrafe in Lüneburg an.

0623_LG_Haftantritt-1Am 28.05.12 blockierten Umweltaktivist*innen im Rahmen einer Anti- Atomkraft-Demonstration das Frachtschiff „MS EDO” der Firma Nuclear Cargo Service, welches radioaktiven Müll geladen hatte.

Die Aktion fand an der Kanalbrücke der Wolbecker Straße in Münster statt, an der sich zwei Aktivist*innen aus Lüneburg von der Brücke abseilten und ein Transparent entfalteten.

Nach mehrtägiger Verhandlung vor dem Dortmunder Schifffahrtsgericht wurden beide Robin Wood Kletteraktivist*innen zu Bußgeldern in Höhe von 20 und 10 Euro verurteilt. Die Aktivist*innen weigern sich zu zahlen. Gegen einen Aktivisten hat nun die Staatsanwaltschaft Dortmund einen Antrag auf Erzwingungshaft gestellt, welcher vom Schifffahrtsgericht positiv beschieden wurde.

Der Aktivist muss nun einen Tag in einer JVA absitzen oder seine 10 € Bußgeld zahlen. Weiterlesen…

Aktion, Klima, Verkehr
21. Juni 2014

Eindrücke vom Aktionscamp gegen den Flughafenausbau

Das Aktionscamp gegen den Flughafenausbau in Frankfurt beginnt, magnetische Wirkung auszuüben: Ist man einmal da, kommt man nicht gut wieder weg – es gibt einfach zu viele interessante Menschen, die einen in Gespräche verwickeln. Diskutiert wird nicht nur über die Fraport und das geplante neue Abfertigungsgebäude. Es geht auch um Themen wie die Einbindung von Protestbewegungen in Mediationsverfahren und Schlichtungsprozesse oder Zusammenhänge von Flughafenausbau und Stadtentwicklung. Neue Aktive und Menschen mit langer Widerstandsbiografie kommen hier zusammen – wir tauschen uns aus über Parallelen und Unterschiede im Protest gegen Flughäfen, Braunkohletagebaue oder Stuttgart 21. IMGP0058klein

Während die einen diskutieren, klettern andere auf die umstehenden alten Buchen, bauen Seilbrücken zwischen den Bäumen und leiten andere im Klettern an. Zwischendurch wird Gemüse geschnippelt und gekocht. Andere machen sich auf zu Ortserkundungen am Flughafengelände. Die Atmosphäre ist entspannt und anregend für alle Sinne.

Heute Abend gibt es hessische Bluesmusik von und mit Bodo Kolbe aus Mör­fel­den, anschließend Freilicht-Kino mit historischen Filmen aus dem Flughafen-Widerstand und Aktuellen von den Waldbesetzungen im Hambacher Forst. Schade, dass morgen Abend hier schon Schluss sein wird – aber man kann ja wieder kommen.

Einige Medienberichte zum Aktionscamp:
Frankfurter Rundschau
junge welt
Hessenschau

Debattenrunde im Wald

Debattenrunde im Wald

 

Sprechende Bäume (Fotos: Ute Bertrand/ROBIN WOOD)

(Fotos: Ute Bertrand/ROBIN WOOD)