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19. Februar 2012

Unterstützung gegen die Zerstörung Tasmanischer Urwälder

Seit nunmehr 30 Jahren toben die Auseinandersetzungen um die noch aus “Gondwana” (dem Urkontinent) stammenden Urwälder in Tasmanien (Australien). Mittlerweile die dritte Generation von UmweltschützerInnen stellt sich der abstrusen Logik des Abholzens von einzigartigen Regenwäldern für Toilettenpapier und Parkett-Fußboden entgegen. Doch die intakten Waldflächen werden kleiner und kleiner.

Der weltweit bekannte – gerade im Aussterben befindliche – Tasmanische Teufel hat genau in diesem Gebieten sein zu Hause. Doch darauf wird, wie immer wenn es um Profitinteressen von internationalen Konzernen geht, keine Rücksicht genommen.

Vor nun 6 Monaten gab es ein Hoffnungszeichen – 430.000 Hektar Wald wurden unter Schutz gestellt. Doch das nun die Fällarbeiten in den per sofortiger Wirkung geschützten einmaligen Biotopien gestoppt würden – weit gefehlt. Es wird weder von der Regierung noch von der Polizei etwas unternommen um dies durch zu setzen.

Ein weltweiter Aktionstag am 14. und 15. Februar war der Beweis der globalen Bedeutung der Wälder Tasmaniens. Hunderte von Menschen organisierten mehr als 70 Aktionen in 15 Ländern.

Solidarität in Stuttgart - noch kurz vor der Räumung in Stuttgart beteiligen sich die Aktiven mit einem Banner am Baumhaus am internationalen Aktionstag für Tasmanien. (Foto: Chris Grodotzki/ visual-rebellion.com)

Solidarität in Stuttgart - noch kurz vor der Räumung in Stuttgart beteiligen sich die Aktiven mit einem Banner am Baumhaus am internationalen Aktionstag für Tasmanien. (Foto: Chris Grodotzki/ visual-rebellion.com)

Mit Straßentheater, Transparenten, Demonstrationen und Projektion der Bildern von Tasmaniens Wälder auf Gebäude zeugen von arbeitsreichen 24 Stunden mit kreativen und inspirierenden Aktionen. Bei einer gewagten Aktion seilten sich AktivistInnen vom Black Mountain Tower in Canberra (Australien) ab, um die Botschaft der Unterstützung zu zeigen.

Solidarität mit Tasmanien vor dem Wahrzeichen von Cottbus (Foto: Daniel Häfner)

Solidarität mit Tasmanien vor dem Wahrzeichen von Cottbus (Foto: Daniel Häfner)

In Solidarität mit den UmweltschützerInnen in Tasmanien haben sich Aktive von ROBIN WOOD in Cottbus und Stuttgart am Dienstag, den 14. Februar an einer Solidaritätsaktion beteiligt. Mit dieser Unterstützung ging es darum zu zeigen, dass uns der Klimawandel alle angeht und das wir die Abholzung von  intakten, einmaligen Wäldern mit einer sehr großen Artenvielfalt nicht hinnehmen – weder hier noch in Tasmanien – am sogenannten anderen Ende der Welt!

Hintergrundinformationen gibt es hier, Informationen zum Aktionscamp vor Ort hier und Fotos des Aktionstages hier.

Klima, Wald, Welt retten
9. Dezember 2009

Tasmaniens Urwälder sind wichtig fürs Weltklima

Urwaldzerstörung 2009 im Upper Florentine Valley, Tasmanien, mit drei auf der Schlagfläche stehen gelassenen Baumgiganten. (Foto: ROBIN WOOD)

Urwaldzerstörung 2009 im Upper Florentine Valley, Tasmanien, mit drei auf der Schlagfläche stehen gelassenen Baumgiganten. (Foto: ROBIN WOOD)

Die Urwälder auf Tasmanien, der australischen Inselprovinz, gehören zu den kohlenstoffreichsten Waldökosystemen der Welt. Der größte Teil dieser Wälder, in den die höchsten Laubbäume der Erde und zahlreiche erdgeschichtlich sehr alte und nur hier vorkommende Baumarten wachsen, ist nicht geschützt (YouTube). ROBIN WOOD hat den australischen Premierminister Kevin Rudd aufgefordert, einen sofortigen Einschlagstopp in den tasmanischen Urwäldern durchzusetzen und diese Wälder dauerhaft unter Schutz zu stellen.

Regenwaldzerstörung 2009 im Tarkine-Gebiet, Tasmanien. (Foto:Holger Strie)

Regenwaldzerstörung 2009 im Tarkine-Gebiet, Tasmanien. (Foto: Holger Strie)

Zurzeit läuft eine von ROBIN WOOD initiierte, bundesweite Protestbriefaktion zum Schutz der tasmanischen Wälder. Auf unser Kampagnenseite finden sich außer einem ausführlichen Hintergrundbericht auch Unterschriften-Sammellisten (PDF). Zusätzlich gibt es dort auch die Möglichkeit, direkt online zu protestieren.