Cottbus, Energie, Hamburg/Lüneburg, Klima, Welt retten
11. April 2012

Lesetage selber machen – Vatenfall Tschüss sagen

In Hamburg unterstützt Vattenfall seit Jahren das Projekt der Lesetage – das ist der völlig falsche Sponsor meinen verschieden Initiativen und organisieren einfach selbst ein Lesefestival “Lesetage selber machen – Vattenfall tschüss sagen” heißt dieses dann auch. Das alternative Lesefestival findet vom 18.04. bis 27.04. 2012 in Hamburg statt.

Lesetage selber machen - Vattenfall tschüss sagen

Lesetage selber machen - Vattenfall tschüss sagen

Eine der Initiatorinnen des Festivals ist Astrid Matthiae, die im Rahmen der Initiative “Moorburgtrasse – stoppen” mit ROBIN WOOD u.a. zusammen arbeitete, um mit einer Baumbesetzung in Hamburg eine Fernwärmetrasse und damit das Kohlekraftwerk Moorburg zu stoppen.

„Lesetage selber machen – Vattenfall Tschüss sagen“ gibt es, weil die InitiatorInnen dieser Aktion die Glaubwürdigkeitslücke nicht mehr ertragen konnten, die sich auftut zwischen einem durchaus akzeptablen Lesefestival, den Vattenfall Lesetagen, und dem unverantwortlichen Kerngeschäft des Energieriesen. “Lesetage selber machen – Vattenfall Tschüss sagen” hat sich zum Ziel gesetzt, für die freie Sicht auf das Kerngeschäft des Klimakillers und Atommüllproduzenten zu sorgen. Und dies gelingt auch, denn immer mehr Autor_innen springen dem Konzern-gesponsorten Festival ab, sogar die Bild-Zeitung meint, das Vattenfall-Festival zeige sich “Mit auffällig dünnem Programm, bei dem vor allem die prominenten Namen fehlen.

Aber das Festival steht nicht nur für eine dezentrale Energieversorgung – es ist ebenso darum bemüht auch ein Kultur von unten, eine Kultur des selber-machens zu fördern. Dies ist der zweite Aspekts des Mottos. Und mit mehr als 60 Veranstaltungen gelingt dies auch.

Besonders hinweisen wollen wir auf eine Veranstaltung am 24. April um 19.00 Uhr: „Wo Vattenfall ganze Landschaften zerschreddert“ mit
Jurij Koch, Stanislaw Nawka und Gabriela Maria Schmeide mit Texten und Liedern aus der Lausitz. An diesem Abend soll es um die Lausitz gehen und die Dörfer und Landschaften, die der Braunkohletagebau verschlingt. Dazu schreiben die Veranstalter: “‘Vattenfall hat mir das Dorf zerstört, das mir am Herzen lag’, sagte einer der Baumbesetzer, der half, die Moorburgtrasse zu verhindern. Gemeint war Lacoma, ein Dorf, das es seit 2007 nicht mehr gibt. Seitdem interessieren sich mehr Menschen in Hamburg für Deutschlands Fernen Osten, für das, was wegen Vattenfalls Kohlehunger verschwindet und was in der Lausitz lebt – dem Land der Sorben. Jurij Koch, Schriftsteller aus der Lausitz, wird auf Deutsch und Sorbisch aus seinen Werken lesen. Die Thalia-Schauspielerin Gabriela Maria Schmeide wird singen. Stanislaw Nawka, Sorbe, Hamburger Obdachlosenarzt, ausgezeichnet mit dem Bundesverdienstkreuz, liest eigene Texte.

Weitere Informationen und das Programm: http://www.lesetage-selber-machen.de

Chronologie des Kampfes um Lacoma

Informationen zu den Baumbesetzungen von ROBIN WOOD in Lacoma

Energie
13. September 2011

Rückkauf der Hamburger Energienetze ist finanzierbar

Die Hamburger Umweltbehörde hat jetzt eine weitere Studie zur Rekommunalisierung der Energienetze veröffentlicht. Das Gutachten zeigt auf, dass der Rückkauf der Netze ohne Belastungen für den Hamburger Haushalt möglich ist. Dabei zeigen die Gutachter unterschiedliche Modelle der Finanzierung auf, die in der Politik bisher nicht Gegenstand der Debatte waren. So könnten auch Finanzinvestoren wie die deutschen Pensionskassen oder Lebensversicherungen beteiligt und damit Belastungen oder Risiken für den Haushalt der Hansestadt minimiert werden.

Das Volksbegehren “Unser Hamburg – Unser Netz” fordert die vollständige Übernahme der Netze für Strom, Fernwärme und Gas. Der SPD-Senat will lediglich 25,1 Prozent übernehmen und die Netze weiterhin gemeinsam mit E.on und Vattenfall betreiben. Mehr Infos zur heutigen Pressemitteilung von “Unser Hamburg – Unser Netz” und auf der ROBIN WOOD Seite.

 

Aktion, Energie
29. August 2011

Steigt Vattenfall aus?

Die Gerüchte darüber, dass der schwedische Stromkonzern Vattenfall sich möglicherweise aus dem deutschen Energiemarkt zurückzieht, häufen sich. Anlaß für diese “Spekulationen” ist die laufende Umstrukturierung des Konzerns, aber auch viele wirtschaftliche Probleme. Die Tagesschau zitiert den Energieexperten Prof. Dr. Manuel Frondel vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung, der den Ausstieg von Vattenfall für wahrscheinlich hält: “Vattenfall wird wahrscheinlich über kurz oder lang Deutschland den Rücken kehren.” (siehe hier) Und die Wirtschaftswoche berichtet: “Aber Brancheinsider spekulieren seit langem, dass auch Deutschland bei Vattenfall auf dem Verkaufszettel steht. Zu hart und unwirtlich sind die Rahmenbedingungen hier für die Schweden geworden” (hier)

Nachdem Vattenfall sich vor kurzem aus Belgien verabschiedet hat, zieht sich der Konzern jetzt auch aus dem besonders CO2-Intensiven Engagement in Polen zurück. “Rückzug auf das Kerngeschäft”, nennt sich diese Schrumpfung des Konzerns. Die überaus schlechte CO2-Bilanz sorgt seit Jahren für Ärger beim Vattenfall-Eigentümer, dem schwedischen Staat.

Aber auch im deutschen Markt gilt Vattenfall als “angeschlagen”. Durch die Begrenzung der Atomenergie in Folge der Katastrophe von Fukushima bleiben die beiden AKWs in Brunsbüttel und Krümmel endgültig abgeschaltet und müssen zurück gebaut werden.

Nach der Pannenserie in diesen AKWs und einer katastrophal kommunizierten Preiserhöhung im Jahr 2007 war das Image von Vattenfall schwer angeschlagen, über 250.000 StromkundInnen kündigten ihre Stromverträge.

Baumbesetzung gegen die Vattenfall-Moorburgtrasse im Dezember 2009

Baumbesetzung gegen Klimakiller Vattenfall

Ärger und höhere Kosten auch beim Bau des Kohlekraftwerks in Hamburg Moorburg. Dort verzögern Materialprobleme die Fertigstellung des umstrittenen Kraftwerks um viele Monate. Außerdem haben Genehmigungsauflagen für den Umweltschutz die Kosten der Anlage deutlich erhöht, z.B. durch die Auflage, einen bislang nicht vorgesehen Kühlturm zu errichten. Und eine geplante Anbindung des Kohlekraftwerks an das Fernwärmenetz stößt auf heftigen Widerstand zahlreicher Initiativen.

Als wäre das nicht schon schwierig genug: Ein Volksbegehren/Volksentscheid könnte dazu führen, dass die Energienetze für Strom und Fernwärme (bisheriger Eigentümer Vattenfall) sowie Gas  (bisher E.on) künftig wieder zu 100 Prozent von der Stadt übernommen werden. Das wäre ein herber Verlust von Infrastruktur für Vattenfall. Auch in Berlin könnten sich die Netze zum Problem entwickeln, denn auch dort wird immer intensiver über eine Rekommunalisierung debattiert.

Last but not Least: Seit Anfang 2011 ist Vattenfall auch das Geschäft mit der Versorgung der öffentlichen Gebäude der Hansestadt los. Die werden inzwischen von RWE Innogy und Dong beliefert. Für Vattenfall nicht nur ein wirtschaftlicher, sondern auch ein Imageschaden.

Schließlich macht auch das ostdeutsche Engagement dem Konzern nur begrenzt Freude. In großen Tagebauen fördert Vattenfall dort die besonders klimaschädliche Braunkohle und verstromt diese mit extrem hohen CO2-Emissionen. Rund 80 Prozent des Vattenfall-Stroms basiert auf dieser Energiequelle.   “Das schlägt ab 2013 teuer zu Buche, denn ab dann werden die Verschmutzungszertifikate, so will es eine EU-Richtlinie, voll berechnet. Fazit. Für Vattenfall rechnet sich das Deutschland-Geschäft dann nicht mehr”, so die Wirtschaftswoche.  (Quelle siehe oben). Um das CO”-Problem in den Griff zu bekommen, macht Vattenfall extrem Druck bei der Entwicklung von Verfahren zur Abtrennung des CO2 und dessen unterirdischer Lagerung. Aber auch hier stehen die Perspektiven schlecht: Zum einen gibt es erheblichem Widerstand der betroffenen Bevölkerung, zum anderen führen diese Technologien, wenn sie denn überhaupt irgendwann funktionieren,  zu höheren Stromkosten.

Diese Anzahl von gravierenden Problemen geben den Spekulationen über einen möglichen Rückzug von Vattenfall aus dem Deutschland-Geschäft Nahrung.

Vattenfall ist Ende der 90er Jahre infolge der Liberalisierung der Strommärkte in das Geschäft eingestiegen. Mit der schrittweisen Übernahme der Hamburgischen Elektrizitäts Werke (HEW), der Bewag in Berlin und den ostdeutschen Tagebauen und Kraftwerken wurde Vattenfall zur Nummer drei im Strommarkt, nach E.on und RWE und vor der EnBW. Dieser Einstieg in Deutschland fand damals vor dem Hintergrund der geplanten Fusionen von E.on und RWE statt. Um diese zu ermöglichen, forderte das Kartellamt damals aus Wettbewerbsgründen, dass ein weiterer Aktuer auf den deutschen Strommarkt mitmischen sollte.

Die Strategie von Vattenfall, sich rund um die Ostsee-Anrainerstatten auszubreiten, ist schon gescheitert. Wie lange Vattenfall sich noch im hart umkämpften deutschen Energiemarkt halten kann, ist offenbar nur noch eine Frage der Zeit.

Hinweis zum Wandel im Energiemarkt: Nach der Wende: Energieversorger ratlos 

Blog, Energie, Klima
23. Mai 2011

Bürgerbeteiligung gegen die Moorburgtrasse

Der Anlauf Vattenfalls, in Hamburg eine Fernwärmetrasse für das Klimakillerkraftwerk zu bauen, geht in die zweite Runde. Seit 16. Mai bis einschließlich 15. Juni liegen in verschiedenen Behörden die Antragsunterlagen aus und können auch im Internet eingesehen werden. Verschiedene Initiativen fordern, dass Verfahren zu stoppen.

eine neue Plattform wird hochgezogen Foto: Christian Grodotzki / ROBIN WOOD

Baumbesetzung gegen die Moorburgtrasse 2009 - eine neue Plattform wird hochgezogen Foto: Christian Grodotzki / ROBIN WOOD

Schon im Winter 2009/2010 gab es den Versuch, die Fernwärmetrasse ohne Bürgerbeteiligung einfach durch den Altonaer Grünzug zu legen. Der Gählerpark, in dem damals Bäume durch Anwohner_innen und Aktive von ROBIN WOOD besetzt wurden, soll verschont werden. Doch dafür wären andere Parks und Gebiete betroffen. Doch die jetzt bekannt gewordene erhebliche Verzögerung beim Bau des Kohlekraftwerkes Moorburg gefährdet nicht nur die ohnehin grenzständige Wirtschaftlichkeit des Kraftwerkes, sondern bietet auch die Chance zu einem grundlegenden Kurswechsel in der Hamburger Fernwärmeversorgung. Umweltverbände fordern die Einstellung des Planfeststellungsverfahrens. Mit einer kohlebefeuerten Fernwärmeversorgung wären die Klimaschutzziele, die auch der neue Senat anerkennt, in Hamburg nicht zu erreichen. Dies hat unlängst ein stadteigenes Gutachten zum Masterplan Klimaschutz ergeben.

Verschiedene Umweltverbände und vor Allem die Bürgerinitiative “Moorburgtrasse stoppen” wollen versuchen, die Fernwärmetrasse und das Kohlekraftwerk in Moorburg zu verhindern. Dafür ist es wichtig, dass viele EinwenderInnen ein deutliches Zeichen setzen, dass sie die Nutzung von Kohle für Strom und Fernwärme nicht wollen.

Aktion, Energie
26. März 2011

Rund 50.000 AKW-GegnerInnen in der Hamburger City

"Fukushima mahnt: Alle AKWs abschalten"" - Kundgebung auf dem Hamburger Rathausmarkt

"Fukushima mahnt: Alle AKWs abschalten"" - Kundgebung auf dem Hamburger Rathausmarkt (Foto: Malte Wittmershaus)

In Hamburg war die Stimmung heute energiegeladen. Wo sich sonst die Leute über die Einkaufsmeile schieben, trafen sich heute Zehntausende AtomkraftgegnerInnen.  Anti-AKW-Sonnen bis zum Horizont! ROBIN WOOD hatte zusammen mit Attac einen Lautsprecherwagen im Demozug. Als wir von der Moorweide aus am Rathausmarkt ankamen, war der Platz schon bald rappelvoll, und noch Tausende strömten über die Mönckebergstraße Richtung Rathaus. Vor dem Kundenzentrum von Vattenfall schallten die „Abschalten-„ und „Wir enteignen Vattenfall“-Rufe besonders laut.  Das Infomaterial, Buttons und Aufkleber gingen weg wie nix. Am Lautsprecherwagen füllten sich die Listen mit Namen von Leuten, die sich bereit erklärten, für das Volksbegehren „Unser Hamburg – unser Netz“ im Juni Unterschriften zu sammeln. Ziel des Volksbegehrens ist es, dem Dreckstrom-Konzern Vattenfall in der Hansestadt seine Verteilnetze für Strom, Gas und Fernwärme zu nehmen und sie zurück in die öffentliche Hand und unter demokratische Kontrolle zu holen.

Lautsprecherwagen von ROBIN WOOD und Attac im Demo-Zug (Foto: ROBIN WOOD, R. Fenner)

Lautsprecherwagen von ROBIN WOOD und Attac im Demo-Zug (Foto: ROBIN WOOD, R. Fenner)

Auf der Kundgebung vor rund 50.000 Menschen hatte auch ROBIN WOOD einen eigenen Redebeitrag. Uwe Zabel von der IG Metall, der zusammen mit Dirk Seifert von ROBIN WOOD, die Veranstaltung moderierte, kündigte Aglaia Abel an. Aglaia, 27, ROBIN WOOD-Aktivistin und heute die einzige Frau auf der Bühne, erzählte von ihren Gedanken zu Fukushima und den Konsequenzen, die diese Katastrophe für sie hat. „Ich habe einen Wunsch: Mit euch allen gemeinsam dort im Weg zu sein, wo der Atomstrom alltäglich produziert wird. Ich habe den Wunsch, mit euch gemeinsam den Ausschalter zu finden. Unser Spielraum ist größer geworden. Nutzen wir ihn!“, sagte Aglaia und kündigte an: „Zum Gedenken an Tschernobyl werden wir am 25. April zu den Kraftwerken gehen und als Warnung an den Zäunen rütteln. Abgeschaltete Atomanlagen müssen abgeschaltet bleiben. Und alle anderen Atomkraftwerke – egal, wie alt sie sind – müssen abgeschaltet werden.“

Ein öffentlicher Kommentar zur Atompolitik kam auch von zwei ROBIN WOOD-KletterInnen. Sie hatten zwischen zwei Masten über den Köpfen der Masssen auf dem Rathausmarkt Banner gespannt, eines mit einem Totenkopf und ein weiteres mit dem Slogan: “Wir lassen uns nicht an die Kette legen!Bürgerrechte statt Atomkraft.”

ROBIN WOOD-Kletteraktion auf dem Rathausmarkt (Foto: ROBIN WOOD, R. Fenner)

ROBIN WOOD-Kletteraktion auf dem Rathausmarkt (Foto: ROBIN WOOD, R. Fenner)

Rund eine Viertelmillion Menschen haben heute auf den Demonstrationen in Hamburg, Berlin, Köln und München die Abschaltung aller AKWs gefordert. Heute wurde – aus katastrophal, traurigem Anlass – wieder ein Stück Anti-AKW-Geschichte geschrieben. Weitere Kapitel werden folgen.

Energie
18. März 2011

26. März – Anti-Atom-Großdemonstrationen – weitere Informationen

Am 26. März wird es bundesweit große Demonstrationen für den Atomausstieg geben. Diese sollen in Hamburg, Berlin, Köln und München stattfinden (Update: die Demonstration in Stuttgart findet so nicht statt). Hier haben wir erste Informationen zusammen getragen, diese werden ständig ergänzt, derzeit entwickelt sich alles sehr dynamisch.

 

Anti-Atom-Kundgebung / Quelle: Andreas Conradt / PubliXviewinG

Anti-Atom-Kundgebung / Quelle: Andreas Conradt / PubliXviewinG

 

Hamburg:
BUND, attac, ROBIN WOOD und viele weitere Menschen und Organisationen rufen zu der Demonstration auf. Der Ablauf in Hamburg soll wie folgt aussehen:

12 Uhr – Moorweide / Bahnhof Dammtor – Auftaktkundgebung
14 Uhr – Rathausmarkt – Großkundgebung mit Livemusik und mehr

Ab Dienstag können Plakate und anderes Material u.a. hier abgeholt werden…

Berlin:
ab 11.00 Uhr Auftakt am Potsdamer Platz
12.00 Uhr Demonstrationsbeginn
14.00 Uhr Kundgebung in der Straße des 17. Juni

Bei Facebook gibt es hierzu die folgende Veranstaltung… für weitere Informationen.

Köln:
14.00 Uhr – Deutzer Werft, gegenüber Kölner Dom – Auftakt

Stuttgart: Update 18.03.: es gab die Vereinbarung, die Demonstration in Süddeutschland in München stattfinden zu lassen.

München:
hier haben wir noch keine weiteren Informationen.

Mehr zu allen Demonstrationen demnächst in diesem Blog, bei .ausgestrahlt oder Facebook

Update 18.03. 24.00 Uhr:

Als zentrale Seite für die Demonstrationen ist nun die Internetseite http://anti-atom-demo.de/ online…

Energie
3. Februar 2011

Antrag auf neue Moorburgtrasse gestellt – Protest angekündigt

Am Dienstag reichte Vattenfall in Hamburg einen neuen Antrag für eine Fernwärmetrasse (Moorburgtrasse) ein. Mit dieser soll die Wärme aus dem im Bau befindlichen Klimakillerkraftwerk Moorburg in die Stadt transportiert werden. Wärme ist gut, aber nicht aus einem fossilen Großkraftwerk argumentieren die Bürgerinitiativen und Umweltverbände und wenden sich gegen Kraftwerk und Projekt.

Mit dem Antrag nimmt Vattenfall einen neuen Anlauf für das Projekt, welches zuletzt an Protesten, einer Baumbesetzung von ROBIN WOOD und vor Gericht scheiterte. Der Ort der letzten Baumbesetzung, der Gählerpark soll nach den neuen Plänen nun verschont werden. Dennoch soll ein Großteil der Trasse im Grünzug Altonas verlaufen.

Baumbesetzung gegen die Vattenfall-Moorburgtrasse im Dezember 2009

Baumbesetzung gegen Klimakiller Vattenfall im Dezember 2009 - März 2010

Zu dem erneuten Anlauf von Vattenfall erklärte die BI Moorburgtrasse-stoppen:

Sollte Vattenfall sich der Haltung der Hamburger Bürger widersetzen, wird unsere Antwort laut und energisch sein. Die BI Moorburgtrasse-stoppen ist aktiv und mischt sich ein. Moorburgtrasse-stoppen versteht sich als Teil von Recht-auf-Stadt, und unser Recht auf unsere Stadt werden wir uns nicht mehr von Kungeleien einiger weniger Konzern- und Politikvertreter nehmen lassen.

Egal, wo Vattenfall sie bauen möchte, wir werden die Moorburgtrasse stoppen!

Energie
21. Dezember 2010

Lesetage selber machen – Vattenfall Tschüss sagen

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ruft zum Boykott der Vattenfall Lesetage in Hamburg auf. Unter dem Motto “Lesetage selber machen – Vattenfall Tschüss sagen” haben sich Umweltaktive und Kulturschaffende zusammengeschlossen, um gegen den Konzern und seine Klima- und Atompolitik zu protestieren. Hier der Aufruf der verschiedenen Organisationen, unter anderem der Initiative “Moorburgtrasse-stoppen“:

Der Energiekonzern Vattenfall veranstaltet das nach seinen Angaben ´größte privatwirtschaftlich finanzierte Literaturfestival in Norddeutschland´. Die „Vattenfall Lesetage“ finden im kommenden Jahr vom 7. – 14. April statt.

Ein Grund zur Vorfreude, könnte man meinen.

Doch immer mehr Hamburgerinnen und Hamburger sehen das anders. Denn beim Stichwort „Vattenfall“ denken sie weniger an ein Literaturfestival, sondern eher an Störfälle in den Pannenreaktoren Krümmel und Brunsbüttel und an Vattenfalls Vertuschungsversuche, sie denken an Klimakatastrophen, an den Bau des Kohlekraftwerks Moorburg, an die jährlich 9 Millionen Tonnen CO2 und an die vielen gesundheitsschädlichen Stoffe, die der Meiler in die Umwelt entlässt, sollte er in Betrieb gehen.

Vattenfalls Lesetage, und seien sie auch noch so unterhaltsam und interessant, sie können nichts daran ändern: Das Kerngeschäft des Energiekonzerns Vattenfall ist dreckig, unverantwortlich und unfair gegenüber den Menschen, die seine Energiepolitik zu spüren bekommen. Wir fragen: Wie soll man ein Lesevergnügen oder literarische Leckerbissen genießen, wenn man sie von einem Klimakiller serviert bekommt? Das geht gar nicht, meinen wir und möchten Ihnen deswegen die Aktion vorstellen: “Lesetage selber machen – Vattenfall Tschüss sagen”.

Blog, Energie, Welt retten
7. Juli 2010

Unser Hamburg – Unser Netz

Ein breites gesellschaftliches Bündnis hat sich in Hamburg zusammengefunden, um die privatisierten Versorgungsnetze für Gas, Strom und Fernwärme in Hamburg wieder in die Öffentliche Hand zu nehmen. Hierzu starteten das Bündnis, dem unter andrem ROBIN WOOD, attac, die Verbraucherzentrale und die Evangelische Kircheangehören, eine Volksinitiative. Die entsprechenden Konzessionsverträge mit den Energiekonzernen Vattenfall und E.on laufen 2014 aus bzw. sind bis dahin kündbar.

Nachdem die Hamburger Electricitätswerke (HEW) im Jahr 2001 privatisiert wurden und Vattenfall Mehrheitseigentümer der Stadtwerke wurde, gibt es kaum noch Einflußmöglichkeiten auf die Politik von Vattenfall Hamburg. Der Konzern agiert eben profitorientiert und stieß die Menschen in Hamburg mit dem Baubeginn des Klimakillerkraftwerks Moorburg und der Fernwärmetrasse und den Unfällen in den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel vor den Kopf.

Weiter Informationen, die Unterschriftenlisten etc. finden sie hier…

Aktion, Tropenwald
17. Mai 2010

Hattrick