Aktion, Berlin, Blog, Energie, Floßtour, Hamburg/Lüneburg, Klima
26. Juni 2014

Floßtour: Energiewende nicht kentern lassen!

Nachdem unser Floß in Berlin an der “Energiewende nicht kentern lassen!” Demonstration gegen Fracking, Kohle und Atom teilgenommen hat, geht der Protest in Juli und August nun auf dem Wasser weiter. Mehr als einen Monat werden Aktive von Robin Wood auf Spree, Havel, Elbe und im Nord-Ostsee-Kanal unterwegs sein und in den Häfen für eine Energiewende von unten werben.

Energiewende nicht kentern lassen: das Floß vor dem Reichstag

Energiewende nicht kentern lassen: das Floß vor dem Reichstag / Foto: Daniel Häfner, Robin Wood

Während der Tour reihen sich die Probleme der fossilen und nuklearen Energieerzeugung wie eine Perlenkette aneinander: die Folgen des Braunkohletagebaus verschmutzen die Spree, in Wannsee wird ein Forschungsreaktor betrieben, im Wendland soll seit Jahrzehnten ein ungeeigneter Salzstock als nukleares Endlager durchgedrückt werden, in Brunsbüttel und Brokdorf stehen Atomkraftwerke, in Hamburg und Kiel finden ständig hunderte Atom-Transporte statt.

Probleme gibt es also genug und wir wollen Lösungen aufzeigen. Robin Wood fordert die Energiewende endlich ernsthaft voranzutreiben: Sonne und Wind, statt Fracking, Kohle und Atom –  ökologisch, dezentral, selbstverwaltet und sozial!

Die Floßtour geht von Berlin (04.07.) nach Kiel (10.08.) zu einem Protestcamp gegen Atomtransporte. Das Camp findet vom 9.-16.8. in der Nähe von Kiel/ Schleswig-Holstein statt.

Weitere Informationen:

flosstour.de
Antiatomcamp

Aktion, Energie, Floßtour, Klima
9. Mai 2014

Energiewende nicht kentern lassen!

"Energiewende nicht kentern lassen! ROBIN WOOD-Floß in Berlin, 9.5.14 (Foto: Jonas Pabst)

“Energiewende nicht kentern lassen! ROBIN WOOD-Floß in Berlin, 9.5.14 (Foto: Jonas Pabst)

Die Bundesregierung will die Energiewende ausbremsen. Aus Protest dagegen wird morgen in Berlin unter dem Motto „Energiewende nicht kentern lassen!“ eine Großdemonstration stattfinden. Bereits heute kreuzten ROBIN WOOD-AktivistInnen mit ihrem selbstgebauten Holzfloß ROBINA WALD vor dem Vattenfall-Kohlekraftwerk Klingenberg in Berlin Lichtenberg (Rummelsburg) auf. Auf einem großen Banner warben sie für die morgige Großdemonstration.

Das Kraftwerk Klingenberg verfeuert im Grundbetrieb Braunkohle aus der Lausitz. Braunkohle gehört zu den Energieträgern mit der schlechtesten CO2-Bilanz. Durch Vattenfalls Kohletagebaue werden in der Lausitz außerdem ganze Landschaften zerstört, Dörfer abgebaggert und Menschen vertrieben. Die Kohle für das Kraftwerk stammt aus dem Tagebau Welzow, für dessen Erweiterung das Dorf Proschim zerstört und mehr als 800 Menschen umgesiedelt werden sollen und der erneut 300 Millionen Tonnen CO2 erzeugen wird.

Vattenfall wollte ursprünglich am Standort Klingenberg ein neues Steinkohlekraftwerk bauen, musste diese Pläne aber nach Protesten aufgeben. Auch das Folgeprojekt, ein Biomassekraftwerk geheizt mit Holz aus Liberia, konnte durch Protest abgewendet werden. Jetzt plant der Energiekonzern, das Kohlekraftwerk durch zwei kleinere Gaskraftwerke zu ersetzen. Die werden aber frühestens 2020 fertiggestellt sein, die entsprechenden Bauaufträge sind noch nicht vergeben.

„Vattenfall verheizt die Lausitz – auch in Klingenberg. Dem Konzern geht es nicht um eine konsequente Energiewende, sondern um Profite auf Kosten von Mensch und Umwelt. Das Kraftwerk Klingenberg ist beispielhaft für die herrschende Energiepolitik“, sagt ROBIN WOOD-Aktivist Stefan Schneider.

Während hierzulande die Produktion von Kohlestrom trotz des drohenden Klimakollapses neue Rekordwerte erreicht, bremst die Bundesregierung den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Zugleich schürt sie in der Bevölkerung die Angst vor zu hohen Energiekosten und macht damit Stimmung gegen Ökostrom. Ursache für steigende Strompreise aber sind nicht die Erneuerbaren Energien, sondern hausgemachte Probleme wie Privilegien für große Teile der Industrie, die auch unter Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel weiterhin von der Ökostrom-Umlage befreit bleiben.

Eine echte Energiewende wird nur möglich sein, wenn die Bundesregierung ihre Politik nicht mehr an den Interessen der marktbeherrschenden Energiekonzerne und der Industrie ausrichtet. Vielmehr müssen dezentrale und selbstverwaltete Strukturen gestärkt werden.

ROBIN WOOD unterstützt gemeinsam mit zahlreichen Organisationen aus der Umwelt- und Anti-Atom-Bewegung den Aufruf, sich morgen – zu Wasser und zu Lande – an der Demonstration für Sonne und Winde statt Fracking, Kohle und Atom zu beteiligen. Die Demo wird Samstag (10. Mai) um 13 Uhr am Kapelle-Ufer starten und mitten durchs Regierungsviertel führen. Ein zentrales Element dieses Protesttages wird zwischen 13 und 14 Uhr die bunte und ausdrucksstarke Bootsdemonstration im Bereich des „Spreebogens“ zwischen dem „Haus der Kulturen der Welt“ und der Marshallbrücke sein. Schon über 120 Boote haben sich dafür angemeldet. Auch ROBIN WOOD will mit seinem Floß teilnehmen.

Wer möchte, kann morgen auch an unserem Infostand im Bereich der Abschluss-Kundgebung vor der CDU-Zentrale in der Klingelhöferstraße vorbei schauen.

Mehr Infos:

– zur Energiewende-Demo am 10. Mai: http://energiewende-demo.de/
– zur Energiepolitik von ROBIN WOOD: www.robinwood.de/energie
– zu ROBIN WOOD-Floßtouren: www.flosstour.de

 

Aktion, Energie, Floßtour, Hamburg/Lüneburg, Klima
26. April 2013

Floß ahoi! ROBINA WALD startet am 29. April in Dömitz

Floss neutral von der Seite

ROBIN WOOD-Floß auf Tour

Nächsten Montag startet die ROBIN WOOD-Floßtour 2013. Die Crew wird mit ihrem selbst gebauten Holzfloß ROBINA WALD von Dömitz nach Hamburg fahren. Ziel ist es, Menschen für eine demokratisch kontrollierte Energieversorgung ohne Kohle und Atom zu gewinnen. Unterwegs mobilisieren die ROBIN WOOD-AktivistInnen insbesondere für die symbolische Elbblockade der Kampagne gegenstrom13, die am 10. Mai im Hamburger Hafen stattfinden wird. Sie richtet sich gegen das Klimakiller-Kohlekraftwerk von Vattenfall in Hamburg-Moorburg sowie Import-Kohle aus Kolumbien. ROBIN WOOD unterstützt gegenstrom13 und wird sich mit dem Floß an der Kundgebung auf dem Wasser beteiligen.

Zuvor wollen die ROBIN WOOD-AktivistInnen an Orten entlang der Strecke Station machen und mit Menschen über die Energiewende ins Gespräch kommen. Auf dem Floß gibt es dazu aktuelle Informationen sowie Tipps zum Energiesparen und kreative Aktionsideen.

Alle Interessierten können das selbstgebaute ROBIN WOOD-Floß besichtigen. Erste Gelegenheit: am kommenden Montag (29. April) im Dömitzer Sportboothafen von 11-20 Uhr.

Am Dienstag, den 30. April, wird das Floß dann am Vormittag weiter nach Hitzacker fahren. Anschließende Stationen sind: Bleckede, Lauenburg, Geesthacht und Oortkaten. Vom 6.-11. Mai wird das Floß auf der Elbe in der Hamburger City unterwegs sein.

Aktion, Energie
24. April 2013

Immer mehr Kohlestrom von Vattenfall und Co: “Die Kohle ist blutbefleckt”

Termin vormerken: 10. Mai 2013 Elbblockade gegen Vattenfall-Kraftwerk in Hamburg

Termin vormerken: 10. Mai 2013 Elbblockade gegen Vattenfall-Kraftwerk in Hamburg

Kohlekraftwerke bringen Umweltzerstörung, Gesundheitsrisiken und Klimakatastrophe mit sich. Nicht nur in Deutschland, sondern z.B. auch dort, wo die Kohle abgebaut wird. “Die Zeit” berichtet jetzt erneut über das Beispiel Kolumbien:  “Ganze Dörfer müssen in Kolumbien dem Bergbau weichen. Menschen werden bedroht und ermordet. Der Tagebau verursacht enorme Umweltschäden. Deutsche Versorger, die kolumbianische Kohle importieren, kümmert das wenig” (hier der gesamte Text auf der Seite der Autorin Alexandra Endres). Auf diese Probleme will auch die Aktion Gegenstrom13 aufmerksam machen. Dazu läuft eine Kampagne gegen das noch im Bau befindliche Vattenfall-Steinkohlekraftwerk in Hamburg-Moorburg. Am 10. Mai findet als Höhepunkt der Kampagne eine symbolische Hafenblockade in Hamburg statt. Die Kampagne will auf die enormen Schäden aufmerksam machen, die mit der Kohleverstromung weltweit zusammen hängen. Unterstützt wird diese Aktion auch von ROBIN WOOD. Wir werden mit dem Floss ROBINA WALD an der Aktion im Hamburger Hafen dabei sein. Siehe auch hier.

Blog, Welt retten
15. Dezember 2010

LKA Baden-Württemberg bespitzelt gewaltfreien Widerstand

In Heidelberg ist vor wenigen Tagen ein V-Mann des Landeskriminalamtes (LKA) aufgeflogen. Der als “Simon Brenner” auftretende Mann (der unter dieser gefälschten Identität auch an der Uni Heidelberg immatrikuliert ist) war in verschiedenen offenen politischen Gruppen in Heidelberg aktiv. Offizielle Aufgabe war nach eigenen Angaben Ausforschung der Antifaschistischen Aktion  Heidelberg. Allerdings  hat “Simon Brenner” vorrangig  studentische Gruppen bespitzelt, die zu Ökologie und Atomkraft oder Antirassismus arbeiten. Zudem war er  an der Vorbereitung der süddeutschen Anti-Castor-Proteste und der Sitzblockade  in Berg beteiligt. Im August 2010 nahm “Simon Brenner”  an einem Baum- und Aktionsklettertraining in Süddeutschland teil. Diese Trainings sind die Basis für viele gewaltfreie Protestaktionen von Robin Wood und anderen Gruppen. “Simon Brenner” hat dort sicher nicht nur Klettern gelernt, sondern die Gelegenheit genutzt, Strukturen und Vernetzungen unter BaumklettererInnen auszuspionieren und weiter zu geben. Inwieweit auch die Proteste gegen Stuttgart 21 von “Simon Brenners” Tätigkeit beeinflusst wurden, ist bislang unbekannt. Auch das Robin Wood Floß hat “Simon Brenner” besucht, als es in Heidelberg lag und sich dort einige Stunden mit FloßfahrerInnen unterhalten. An Robin Wood Aktionen war “Simon Brenner” nach bisherigen Erkenntnissen nicht beteiligt. Für den Einsatz dieses verdeckten Ermittlers fehlt jegliche Rechtsgrundlage, da gegen keine der ausgeforschten Gruppen und Personen ein Straftatverdacht bestand oder besteht.  Die Kriminalisierung politischer Gruppen nimmt mittlerweile ungeheuerliche Ausmaße an, gewaltfreie Aktionen werden offensichtlich als schwerwiegende Straftaten gesehen, gegen die rechtswidrige Mittel eingesetzt werden dürfen. Erneut zeigt die Regierung Mappus, dass sie jedes Augenmaß in der politischen Auseinandersetzung verloren hat. Gleichzeitig ist der Einsatz von verdeckten Ermittlern ein Schlag gegen den Wunsch vieler politisch aktiver Menschen, offen und vertrauensvoll miteinander umzugehen und offen für neue Gesichter in politischen Strukturen zu sein. Wir erwarten, dass das LKA und die Regierung von Baden-Württemberg umgehend Stellung zu diesen Vorgängen nimmt, offen legt welche Informationen übermittelt wurden und diese löscht.

Aktion, Energie, Floßtour, Klima
22. August 2010

Flosstour Film Teil 2 – Weiterfahrt bis Mannheim

Nun ist auch der zweite Teil der Floßtour-Dokumentation von Quer-TV online. Es gibt Einblicke in das Floßleben, in Heilbronn nehmen einige FlößerInnen an einer kleinen „Atom-Alarm”-Demo teil. Wir beobachten das nervöse Verhalten der Wasserschutzpolizei beim Vorbeifahren an Kohlekraftwerken und AKWs. Und als Höhepunkt wird ein Kran von Robin Wood Aktiven auf dem Gelände des Mannheimer Kohlekraftwerks besetzt. den ersten Teil gibt es hier……

Blog, Energie, Floßtour, Klima
17. August 2010

Floßfilm – erster Teil – online

Heute wird das Floß gerade erst aus dem Wasser gehoben, und schon ist der erste Teil eines Dokumentarfilms über die Floßtour von QuerTV online. Der Dokumentarfilmer Willfried Jaspers begleitete in diesem Jahr die Floßtour “Klar zum Entern! Klimaschutz selber machen!”. Er hat darüber einen Film gemacht, der das Leben auf dem Floß inkl. einer ROBIN WOOD-typischen Kletter-Aktion ganz aus der Nähe zeigt und in dem viele Aktiven selbst zu Wort kommen. Weitere Teile des Films werden folgen.

Aktion, Floßtour
15. August 2010

Floßtagebuch Teil 4 Rüsselsheim-FFM

Ungewöhnlich für ein Floß geht es nun flußaufwärts den Main hinauf nach Rüsselsheim, Kelsterbach und Frankfurt (Main). Dies alles sind Orte, die mit der Waldbesetzung gegen den Ausbau des Frankfurter Flughafens durch ROBIN WOOD und andere Aktive verbunden sind. Vor Ort gibt es eine sehr gute Unterstützung durch die Regionalgruppe Rhein-Main. Mainz-Rüsselsheim 12.08. Früh fahren wir los, entgegen dem Strom und eigentlich eine kurze Strecke, doch eine Schleuse bremst uns etwas. Gegen 15.00 Uhr erreichen wir Kelsterbach. Vor dem Treidlerdenkmal treideln einige Leute von RoWo, attac und Schaulustige das Floß etwas – und zur Überraschung aller funktioniert dies auch leidlich. Am Steiger erwarten uns Pressevertreter und viele Interessierte. Es dauert schon mehr als 1 Stunde um allen nur “Hallo” zu sagen. Daniel und Alex eilen ins Radio Rüsselsheim Andreas und Anne haben ihre Liegefahräder als Anschauungsobjekte mitgebracht und wir setzen uns in die Strandbar, die wir nutzen können. Dort gibt es ein 3-Gänge Menu und interessante Gespräche. Auch Landtagsabgeordnete besucht uns und wir diskutieren die Grenzen von Parteien – in Hamburg hatten wir ja eine Baumbesetzung gegen die Grünen und bei der Waldbesetzung in Kelsterbach gab es ja auch einige Reibereien mit der Linken. Von den anderen Partein ganz zu schweigen, welche die Milliardenprojekte durchbringen wollen. Das Wetter ist kühl, aber beständig, gelegentlich nieselt es leicht und so lassen wir das Floßkino ausfallen. Auch Sara-Ann besucht uns und wir sitzen in der geschlossenen Strandbar noch bis tief in die Nacht. Kelsterbach 13.08. Gegen 11.00 Uhr fahren wir los Richtung Kelsterbach. Im Winterhafen von Feudenheim setzen wir Alex V. und Anna ab. Gegen 15.30 Uhr erreichten wir Kelsterbach und schon von weitem winkten uns viele Menschen. Sie empfingen uns mit Fahnen und Gesang. Auf uns warteten die WIK und die Bürgerinitiativen gegen den Flughafenausbau. Auch Andreas, Dirk, Daniel, Joachim und Anne sind wieder da-unsere Landcrew quasi. Es gibt veganen Kuchen, mehrere Infostände, Biowein…. Super nett! Auch die Pressevertreter_innen finden etwas zu schreiben und zwei unauffällige Herren im Auto finden genug Motive zum filmen und fotografieren. Paddy und Uli bieten ein Schnupperklettern an und so können sich die Menschen einige Meter in den Baum bewegen. Der “Empfang” dauert bis in die Dämmerung und wir können einige überzeugen, uns am nächsten Tag auf dem Floß zu begleiten. Kelsterbach  – FFM 14.08. Heute wurden wir um halb 9 vom Wecker geweckt. Um kurz vor 10 kamen unsere kelsterbacher Freunde, die angekündigt hatten für den Tag mitfahren zu wollen und wir konnten ablegen. Als wir Frankfurt gegen 16 Uhr erreichten, wurden wir von Robin Wood Aktivisten, die sich mit einem riesigen Transparent vom Holbeinsteg abseilten, empfangen. Mit dem Banner mit der Aufschrift „Ruhestörer! Klimakiller! Fraport kielholen!“ protestierten sie gegen den Ausbau des Frankfurter Flughafens. Die Kletteraktion wurde beendet, indem sich die Aktivisten auf das vorbeifahrende Floß abseilten. Durch das schöne Wetter waren am Ufer lauter Passanten versammelt, die die Aktion aufmerksam verfolgten und das Floß später an der Anlegestelle empfingen. Später gab es von Mitgliedern des Netzwerks Umwelt und Klima Rhein-Main eine Informationsrunde zum Thema Gesamtbelastungsstudie. Wer mehr über die Forderungen des Netzwerks, in dem Robin Wood auch vertreten ist, wissen möchte, kann sich unter www.umwelt-klima-rheinmain.net informieren. Bis in die späten Abendstunden kamen viele Spaziergänger und Besucher vorbei. Es gab tolle Gespräche und wir wurden viel Infomaterial los. Uli und Oliver mussten uns heute leider verlassen, dafür kamen aber Simon und Benni. Crew: Alex V., Alex G., Aglaia, Dagmar, Juri, Willfried, Simon, Benni

Aktion, Floßtour, Verkehr
14. August 2010

ROBIN WOOD Aktion über dem Main

Im Rahmen der Floßtour seilten sich am 14. August gegen 15.30 Uhr zwei AktivistInnen von ROBIN WOOD vom Holbeinsteg in Frankfurt ab und entrollten ein 7 mal 8 Meter großes Transparent über dem Main. Es trug die Aufschrift „Ruhestörer! Klimakiller! Fraport kielholen!“. Kielholen bezeichnet eine frühere Form der Disziplinarstrafe auf hoher See.

Aktion gegen die Fraport in FFM Fotot: ROBIN WOOD

Aktion gegen die Fraport in FFM Fotot: ROBIN WOOD

Der Flughafenbetreiber Fraport steht insbesondere für den Bau der Landebahn Nord-West in der Kritik. Er führt zu einer Zunahme der jährlichen Flugbewegungen von 500.000 auf 750.000, technisch möglich wären bis zu einer Million. Dabei ist Fliegen das klimaschädlichste Fortbewegungsmittel. Flugzeugabgase setzen eine Vielzahl klimawirksamer Stoffe frei, die aufgrund der Höhe der Freisetzung um ein Vielfaches schädlicher sind als am Boden. Die Lebensqualität der Rhein-Main-Region wird nicht nur durch Emissionen schwer belastet, sondern auch durch den stetig steigenden Fluglärm. Die Politik bricht ihr vor Baubeginn der Landebahn Nord-West gegebenes Versprechen, ein absolutes Nachtflugverbot von 23 Uhr bis 5 Uhr einzuführen. Die hessische Landeregierung legte gegen das Urteil des VGH in Kassel zum Planfeststellungsbeschluss Revision ein. Sie befürwortet auch eine Änderung des Luftfahrtgesetzes auf Bundesebene.

Energie, Floßtour, Klima, Verkehr
7. August 2010

Floßlogbuch Teil 3 Mannheim – Mainz

Das Floß hat nun beinahe die Hälfte der Strecke hinter sich gebracht und irgendwie verwechselten wir wohl Heidelberg und Mannheim, weil das Floß in Heidelberg lag und es eine Aktion gegen das Kohlekraftwerk in Mannheim gab. Nun ja, vielleicht wollten wir ja auch nur unseren taktischen Gegner verwirren. Und so treibt das Floß weiter… nun noch über den Neckar und dann ab Mannheim den Rhein hinab, der die meistbefahrene Schifffahrtsstraße in Europa ist und deshalb auch nicht ganz ungefährlich. Heidelberg – Mannheim 04.08. Nach einem schnellen Frühstück brechen wir schon um neun Uhr morgens auf, da wir gut 20 km Fahrt und zwei Schleusen vor uns haben. Nach der Kranbesetzung am Dienstag in Mannheim ist die WaSchPo offensichtlich recht nervös und begleitet uns. An der Feudenheimer Schleuse haben sie wohl Sorge, dass sie nicht mitkommen und wollen bei Rotlicht noch vor uns und einem Schubverband in die Schleuse einfahren. Dafür handeln sie sich einen Anpfiff des Schleusenwärters ein: “Ja macht nur mit eurer Nußschale, wenn der Schuber nicht bremsen kann, seid ihr platt wie ne Flunder!”. (mehr …)