Aktion, Energie
26. März 2011

Rund 50.000 AKW-GegnerInnen in der Hamburger City

"Fukushima mahnt: Alle AKWs abschalten"" - Kundgebung auf dem Hamburger Rathausmarkt

"Fukushima mahnt: Alle AKWs abschalten"" - Kundgebung auf dem Hamburger Rathausmarkt (Foto: Malte Wittmershaus)

In Hamburg war die Stimmung heute energiegeladen. Wo sich sonst die Leute über die Einkaufsmeile schieben, trafen sich heute Zehntausende AtomkraftgegnerInnen.  Anti-AKW-Sonnen bis zum Horizont! ROBIN WOOD hatte zusammen mit Attac einen Lautsprecherwagen im Demozug. Als wir von der Moorweide aus am Rathausmarkt ankamen, war der Platz schon bald rappelvoll, und noch Tausende strömten über die Mönckebergstraße Richtung Rathaus. Vor dem Kundenzentrum von Vattenfall schallten die „Abschalten-„ und „Wir enteignen Vattenfall“-Rufe besonders laut.  Das Infomaterial, Buttons und Aufkleber gingen weg wie nix. Am Lautsprecherwagen füllten sich die Listen mit Namen von Leuten, die sich bereit erklärten, für das Volksbegehren „Unser Hamburg – unser Netz“ im Juni Unterschriften zu sammeln. Ziel des Volksbegehrens ist es, dem Dreckstrom-Konzern Vattenfall in der Hansestadt seine Verteilnetze für Strom, Gas und Fernwärme zu nehmen und sie zurück in die öffentliche Hand und unter demokratische Kontrolle zu holen.

Lautsprecherwagen von ROBIN WOOD und Attac im Demo-Zug (Foto: ROBIN WOOD, R. Fenner)

Lautsprecherwagen von ROBIN WOOD und Attac im Demo-Zug (Foto: ROBIN WOOD, R. Fenner)

Auf der Kundgebung vor rund 50.000 Menschen hatte auch ROBIN WOOD einen eigenen Redebeitrag. Uwe Zabel von der IG Metall, der zusammen mit Dirk Seifert von ROBIN WOOD, die Veranstaltung moderierte, kündigte Aglaia Abel an. Aglaia, 27, ROBIN WOOD-Aktivistin und heute die einzige Frau auf der Bühne, erzählte von ihren Gedanken zu Fukushima und den Konsequenzen, die diese Katastrophe für sie hat. „Ich habe einen Wunsch: Mit euch allen gemeinsam dort im Weg zu sein, wo der Atomstrom alltäglich produziert wird. Ich habe den Wunsch, mit euch gemeinsam den Ausschalter zu finden. Unser Spielraum ist größer geworden. Nutzen wir ihn!“, sagte Aglaia und kündigte an: „Zum Gedenken an Tschernobyl werden wir am 25. April zu den Kraftwerken gehen und als Warnung an den Zäunen rütteln. Abgeschaltete Atomanlagen müssen abgeschaltet bleiben. Und alle anderen Atomkraftwerke – egal, wie alt sie sind – müssen abgeschaltet werden.“

Ein öffentlicher Kommentar zur Atompolitik kam auch von zwei ROBIN WOOD-KletterInnen. Sie hatten zwischen zwei Masten über den Köpfen der Masssen auf dem Rathausmarkt Banner gespannt, eines mit einem Totenkopf und ein weiteres mit dem Slogan: “Wir lassen uns nicht an die Kette legen!Bürgerrechte statt Atomkraft.”

ROBIN WOOD-Kletteraktion auf dem Rathausmarkt (Foto: ROBIN WOOD, R. Fenner)

ROBIN WOOD-Kletteraktion auf dem Rathausmarkt (Foto: ROBIN WOOD, R. Fenner)

Rund eine Viertelmillion Menschen haben heute auf den Demonstrationen in Hamburg, Berlin, Köln und München die Abschaltung aller AKWs gefordert. Heute wurde – aus katastrophal, traurigem Anlass – wieder ein Stück Anti-AKW-Geschichte geschrieben. Weitere Kapitel werden folgen.

Energie
5. September 2010

Polizei an der Castor-Schienenstrecke

Noch ist der Termin für den diesjährigen Castor-Transport nicht öffentlich bekannt und doch sind schon die ersten Polizei-Einheiten an der Schienenstrecke postiert. Einige Einheiten der Polizei sind an Brücken und wenigen Bahnübergängen stationiert und kontrollieren auch Ausweise von Spaziergänger_innen.

Polizei an einer Schienenbrücke der Strecke Lüneburg-Dannenberg

Polizei an einer Schienenbrücke der Strecke Lüneburg-Dannenberg

Bisher sind am Mittwoch letzter Woche Container angeliefert worden und Toiletten kamen am Freitag, Strom gibt es noch nicht. Dennoch ist die Polizei, auch mit Fahrradstreifen, schon entlang der Strecke unterwegs und das “Netz” wird von nun an immer enger gezogen. Die Polizei und der Innenminister Niedersachsen erwarten in diesem Jahr einen wachsenden Widerstand gegen den Castor-Transport und die derzeitige Atompolitik der Regierenden. Die Polizei rechnet wohl mit 25.000 Protestierenden während des Transports unter der Woche. Wahrscheinlich mehr, mit “Kind und Kegel” werden es zur Demonstration am Samstag vor dem Transport in Dannenberg hoffentlich sein.

Der nächste Castor-Transport wird von Seiten der Anti-AKW-Bewegung in der ersten oder zweiten Novemberwoche erwartet, ein genauer Termin ist allerdings noch nicht bekannt. Mit der Aktion des “Schotterns” sollen von der Schienenstrecke viele Schottersteine entfernt werden, damit der Castor-Zug seinen Endbahnhof nicht erreichen kann. Mit dieser Aktion wollen in diesem Jahr viele Menschen den Schritt vom Protest zum Widerstand wagen.

Aktion, Energie
29. April 2010

Vattenfall perspektivlos

Es ist wie bei Hase und Igel. Überall, wo Vattenfall auftaucht, sind Atom- und Kohlestromgegner_innen schon da. Heute erging es den Vattenfallern so bei einer Veranstaltung in der Hamburger Handelskammer mit dem Titel: “Die Zukunft der Kernenergie aus drei Perspektiven”.

Noch vor den Besucher_innen kamen die ROBIN WOOD-Aktivisten und hängten ein Banner zwischen die Säulen des historischen Gebäudes: “Für Ökostrom – Vattenfall abschalten”.

Vattenfall den Stecker ziehen geht ganz einfach, ist echt zukunftsweisend und voll schöner Perspektiven.

http://www.robinwood.de/stromwechsel/

ROBIN WOOD-Protest an der Hamburger Handelskammer

Energie
23. März 2010

Hüttenbau gegen das Endlager Gorleben

Am vergangenen Sonntag protestierten mehr als 300 Menschen gegen die Ankündigung des Bundesumweltministers Norbert Röttgen, die Erkundungen im Salzstock Gorleben wieder aufzunehmen.

Sie errichteten einige Hütten in der Nähe des Bergwerks und im Verlaufe der Bauarbeiten kam es zu Rangeleien mit der Polizei. Mittlerweile hat der Landkreis eine Schutzhütte anerkannt und den Unterhalt übernommen. So kann diese als Treff- und Infopunkt der bäuerlichen Notgemeinschaft dienen.

Friede den Hütten / Video: graswurzel.tv