Nicht nur der Wald stirbt an zu viel Stickstoff
Biotop- und Artensterben durch Stickstoff-Imissionen
Das Waldsterben ist nur eine der dramatischen Folgen der Überfrachtung unserer Landschaft mit Stickstoffeinträgen aus der Landwirtschaft und dem Straßenverkehr. Hochmoore, Trockenrasen, Zwergstrauchheiden und andere, von Natur aus stickstoffarme Lebensräume verlieren ihre charakteristische Ausprägung. Zunehmend verdrängen dort stickstoffliebende Pflanzen die ursprüngliche, sehr gut an stickstoffarme Böden angepasste Vegetation. Die Frühlings-Kuhschelle, der Nordische Augentrost, das Sumpf-Knabenkraut oder der Rosmarin-Seidelbast – insgesamt 86 höhere Pflanzen stehen auf der Roten Liste der bedrohten Arten wegen dieser Stickstoff-Überdüngung (Eutrophierung) aus der Luft. Die ebenfalls zahlreichen gefährdeten Moose, Flechten und Pilze sind unter diesem Aspekt noch gar nicht erfasst.
Liste der durch Eutrophierung von Böden durch Immissionen stark gefährdete und vom Aussterben bedrohte höhere Pflanzen (pdf, rd. 40 kB)


