Wo gibt's in Deutschland Weihnachtsbäume?        2008

"O du fröhliche ..."

Wenn schon Weihnachtsbäume, dann bitte aus ökologischer Waldwirtschaft
oder aus anerkannt ökologischen Weihnachtsbaumkulturen!

„Suchet, so werdet Ihr finden!“             Wir helfen Ihnen dabei!


Allgemeines vorweg

Rund 23 Millionen Weihnachtsbäume werden jährlich in Deutschland verkauft. Etwa 10 Prozent davon werden importiert, vor allem aus Dänemark, aber auch aus den Niederlanden, Irland, Österreich, Polen und Tschechien. Der allergrößte Teil stammt aus Weihnachtsbaumkulturen. Nur etwa 15 Prozent aller in Deutschland gehandelten Weihnachtsbäume werden noch von Waldbetrieben verkauft. Aber auch diese Bäume stammen häufig nicht direkt aus dem Wald, sondern wachsen auf Sondernutzungsflächen (z. B. auf durch den Wald führenden Trassen für Hochspannungsleitungen oder Gas-Pipelines) oder auf zum Forstbetrieb gehörenden Landwirtschaftsflächen.

Übrigens: Der typische heimische "Tannenbaum" ist die Fichte (Picea abies), und nicht die heimische Tanne (Weißtanne, Abies alba), die nur ganz selten als Weihnachtsbaum angeboten wird. Die Weißtanne, die zum "Baum des Jahres 2004" gewählt wurde, gehört zwar zu den gefährdeten Baumarten in Deutschland, gegen eine forstwirtschaftliche Nutzung - auch als Weihnachtsbaum - gibt es aber keine grundsätzlichen Bedenken. Die Gefährdung dieses Baumes rührt von der Luftverschmutzung ("Saurer Regen") und dem vielerorts zu hohen Wildbeständen ("Wildverbiss") her. Mehr zum Baum des Jahres 2004 in der ROBIN WOOD-Pressemitteilung (16.10.2003).

 

Wo gibt's in Deutschland Weihnachtsbäume aus ökologischer Waldwirtschaft
oder aus anerkannt ökologischen Weihnachtsbaumkulturen?

Die Liste beruht auf Angaben der zertifizierten Betriebe

>  >  >  Hier die Liste (pdf, rd. 70 kB) ansehen oder speichern  <  <  <

 

Hintergrund: Öko-Knigge für den Weihnachtsbaumkauf

Bitte lesen Sie den weiterhin aktuellen Magazin-Artikel Öko-Knigge für den Weihnachtsbaumkauf aus dem Jahr 2001.

 

aus Naturland® Waldbetrieben

Naturland
FSC

Naturland® Weihnachtsbäume aus anerkannt ökologischer Waldnutzung stammen aus Wäldern, die nach Naturland® Richtlinien bewirtschaftet werden. Diese Richtlinien wurden von Naturland® zusammen mit den Umweltverbänden Robin Wood, Greenpeace und BUND erarbeitet.

Wichtige Kriterien sind dabei der Verzicht auf Kahlschlag, Pestizide, Düngungen und Entwässerungsmaßnahmen sowie auf das Pflanzen von Bäumen, die am Standort nicht heimisch sind. Es wird möglichst wenig in die natürlichen Entwicklungsabläufe eingegriffen und zehn Prozent des Waldes als Referenzflächen ganz aus der Nutzung genommen (mehr Infos dazu in der Robin Wood-Pressestelle). Alle Naturland® Waldbetriebe tragen zusätzlich auch das internationale Zertifikat des FSC (Forest Stewardship Council, siehe unten).

Die meisten der in den Naturland® Waldbetrieben angebotenen Weihnachtsbäume stammen aus betriebseigenen Weihnachtsbaumkulturen innerhalb des Waldes, die beispielsweise unter Stromleitungstrassen angelegt wurden. Diese Flächen gehören zum Forstbetrieb und werden behandelt wie Wald. Für diese Kulturen gelten daher die oben genannten Richtlinien zur ökologischen Waldnutzung. Für Weihnachtsbaumkulturen, die außerhalb des Waldes angelegt wurden, gelten die Naturland® Richtlinien für den naturgemäßen Gartenbau (siehe unten).

 

aus Naturland® und anderen nach den Regeln des ökologischen Landbaus zertifizierten Weihnachtsbaumkulturen

Naturland Bioland demeter
Bio Ö

Naturland® Weihnachtsbaumkulturen werden nicht nach den Richtlinien für ökologische Waldnutzung, sondern nach den Richtlinien für den naturgemäßen Gartenbau zertifiziert und kontrolliert. Sie erfüllen damit auch die EU-Bio-Verordnung.

Weihnachtsbäume aus Kulturen in zertifizierten Öko-Landwirtschaftsbetrieben, die dem "Bund Ökologischer Lebensmittelwirtschaft" (BÖLW) angeschlossen sind, gelten ebenfalls als Weihnachtsbäume aus anerkannt ökologischem Anbau.

In Dänemark wird die ökologische Produktion von landwirtschaftlichen Produkten – hierzu gehören auch Weihnachtsbäume - von einer staatlichen Behörde – dem Generaldirektorat für Pflanzenanbau kontrolliert. Die entsprechend zertifizierten Weihnachtsbäume müssen mindestens die letzten drei Jahre nach den Regeln des ökologischen Pflanzenanbaus kultiviert worden sein.

 

aus FSC-Forstbetrieben (Agenda 21-Weihnachtsbäume)

FSC

Das internationale FSC-Gütezeichen (Zertifikat des Forest Stewardship Council) steht für eine Waldnutzung, die umweltgerecht, sozial verträglich und wirtschaftlich tragfähig ist. Nach dem Umweltgipfel von Rio 1993 gegründet, folgt der FSC den Empfehlungen der Agenda 21, wonach bei Entscheidungen über Landnutzungsfragen eine gleichgewichtige Partizipation aller Gruppierungen mit ökonomischen, sozialen und ökologischen Interessen beteiligt sein sollen. Es ist kein Öko-Siegel, doch wird es weltweit von den meisten Umweltorganisationen als Mindeststandard einer verantwortbaren Forstwirtschaft akzeptiert. Pestizidfreiheit ist auch beim FSC-Weihnachtsbaum garantiert. Weihnachtsbäume aus deutschen FSC-Forstbetrieben können sowohl aus dem Wald selbst als auch aus zum Forstbetrieb gehörenden Weihnachtsbaumkulturen stammen. Siehe auch http://www.fsc-deutschland.de/.