ROBIN WOOD zum Thema Wald

 

Einsatz für den Wald - Gegen Waldsterben und Kahlschlag

Am Anfang des Kampfes für den Wald standen spektakuläre Aktionen gegen die "Dreckschleudern" der Nation - die schwefelhaltigen Abgase aus Großkraftwerken und Industrie waren als die Hauptursache des sauren Regens erkannt. ROBIN WOOD besetzte manchen Schornstein und legte sich an mit den Verantwortlichen in Wirtschaft und Politik. Sehr bald wurde aber klar, daß auch die Stickoxide erheblich zum Sterben der Wälder beitragen. Sie stammen überwiegend aus den Abgasen des Straßenverkehrs.

Inzwischen rüttelt ROBIN WOOD zusätzlich an der Bequemlichkeit und der Verdrängung des Einzelnen. Die Öffentlichkeit hat sich mit technischen Maßnahmen wie dem Einbau von Filteranlagen in Kraftwerke und dem Auto-Katalysator beruhigen lassen. Dem Wald geht es jedoch schlechter denn je. Mittlerweile sind zwei Drittel der Bäume krank, mehr als 15.000 Hektar bereits abgestorben.

Längst ist auch die industriealisierte Landwirtschaft als Luftverschmutzer entlarvt. Bei der Massentierhaltung fallen große Mengen an Gülle an. Deren Ammoniak-Ausdünstungen setzen dem Wald ebenso zu wie Schwefelverbindungen und Stickoxide. ROBIN WOOD setzt sich daher für eine grundlegende Umorientierung der Landwirtschaft ein.

Unser hoher Papierkonsum macht dem Wald ebenfalls zu schaffen - allerdings vor allem den nordischen Wäldern in Skandinavien und Nordamerika. Denn der größte Teil des hier bei uns verbrauchten Zellstoffs und Papiers wird aus diesen Regionen importiert. ROBIN WOOD macht sich daher nicht nur hier in Deutschland für eine naturverträgliche Waldnutzung stark, sondern auch in den von Kahlschlag und Urwaldvernichtung bedrohten Ländern im Norden.  

 

weitere Infos in der Übersicht

 

 

Alleen

Einmalige historische Alleen sind in Gefahr.
Sie sollen einer grenzenlosen Mobilität geopfert werden.

Im Auftrag des Bundesverkehrsministers hat die Forschungsgesellschaft für Straßen und Verkehrswesen "Empfehlungen zum Schutz vor Unfällen mit Aufprall auf Bäume" (ESAB) erarbeitet. In dem Papier heißt es, Bäume an Straßen könnten "unbedenklich nur dort gepflanzt werden, wo sie von Fahrzeugen, die von der Fahrbahn abkommen nicht erreicht werden können". Aus Sicht der Verkehrsplaner sind Straßenbäume lediglich "fest stehende Hindernisse", die eine "erhebliche Gefährdung" darstellen - selbst dann noch, wenn sie mehr als acht Meter vom Straßenrand entfernt stehen.
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ROBIN WOOD Schwerpunkte in der kommenden Zeit

  • Naturverträgliche Waldnutzung
  • Forest Stewardship Council (FSC)
  • Nordische Wälder (u.a. Landrechtkonflikte der Saami im nordschwedischen Lappland)
  • Waldsterben durch Stickstoff-Immissionen aus der Massentierhaltung
 

 

Landrechtkonflikte der Saami

Landrechtkonflikte der Saami

Im nordschwedischen Lappland bedrohen Landrechtskonflikte die traditionelle Lebensweise der Saami. Seit Jahrhunderten treiben die Saami ihre Rentiere duch die Wälder Lapplands. Nach Ansicht von schwedischen Privatwaldbesitzern soll damit jetzt Schluß sein. Sie wollen den Saami per Gerichtsbeschluß verbieten, ihre Wälder für die Winterweide der Rentiere zu nutzen. ROBIN WOOD unterstützt die Saami, indem die Umweltorganisation sich für eine naturnahe Waldwirtschaft einsetzt, die auch die Rechte der lokalen Bevölkerung akzeptiert. Als wichtige Abnehmer skandinavischen Holzes können deutsche Unternehmen wie auch VerbraucherInnen Einfluß nehmen, um eine ökologisch verträgliche und sozial gerechte Forstwirtschaft durchzusetzen.

Ausführliche Informationen finden Sie hier.


Eine umfangreiche Broschüre (in englisch; mit einer deutschen und schwedischen Zusammenfassung) finden Sie hier als pdf-Datei (ca. 850 kB).
Bestellen können Sie diese bei unserem Wald-Fachreferenten.
 

 

Waldbrände in Südeuropa

Waldbrände in Portugal, Spanien und Frankreich. Lesen Sie dazu den noch immer aktuellen ROBIN WOOD-Hintergrundbericht zum Thema Waldbrände aus dem Waldbrandjahr 2003: Feurio!

Waldbrandgefahr!
Auf was sollte unbedingt geachtet werden, um einen Waldbrand zu vermeiden? (mehr...)

 

 

Wald-Hintergrundtexte

 

 

Veröffentlichungen von ROBIN WOOD zum Thema Wald

  • aktuelle Pressemitteilungen
  • Faltblatt Recyclingpapier
  • Broschüre "Waldsterben" (zum Inhaltsverzeichnis)
  • Broschüre "Boreale Wälder" (zum Inhaltsverzeichnis)
  • Buch "Vom Ende der Wälder", 1993
  • Buch "Taiga"
    ROBIN WOOD - Buch: Taiga

    (zum Inhaltsverzeichnis)

    Schnee, Frost und natürliche Feuer prägen die Taiga - diese große, subarktische Waldzone, die sich rund um den Nordpol von Alaska bis nach Sibirien erstreckt. Doch längst hat der Mensch die Landschaft der borealen Wälder verändert. Nur noch in den entlegenen und unwirtlichen Gebieten Nordamerikas und Sibiriens ist die Taiganatur großräumig intakt. Holzextraktion und Forstwirtschaft in ihrer industrialisiertesten Form sind die treibenden Kräfte der Veränderung und Zerstörung in diesen Wäldern. Auf der Strecke bleiben die Menschen, die wie die westsibirischen Jugrier oder die kanadischen Crees schon lange in der Taiga leben. Sie können ihren Lebensraum und ihre traditionellen Lebensformen kaum gegen den Rohstoffhunger der Holz-, Gas- und Erdölindustrie verteidigen. ROBIN WOOD hat im vorliegenden Band Autoren und Autorinnen zusammengebracht, die sich seit vielen Jahren hier in Deutschland - sei es an Universitäten oder in Umwelt-, Naturschutz- und Menschenrechtsorganisationen - für einen veränderten Umgang mit den Menschen und der Natur bei der Nutzung der Taiga stark machen.
 

 

Kontakt

Dr. Rudolf Fenner,
Fachreferent Wald, Tel.: 040 380 892 - 11, wald@robinwood.de

Ute Bertrand
Pressesprecherin, Tel. 040 / 380 892-22, presse@robinwood.de

(weitere ROBIN WOOD-Adressen...)



...wir halten sie gern auf dem Laufenden! Bitte schreiben Sie uns, welche Infos wir Ihnen in Zukunft zusenden dürfen. Gern informieren wir Sie aktuell per eMail über die weitere Entwicklung zum Thema Urwaldzerstörung durch Papierproduktion. Aber auch zu den Themen Tropenwald, Verkehr, Energie und/oder Wald können wir Ihnen in loser Folge jeweils die aktuellen Entwicklungen mitteilen. Bestellen Sie unsere umfassenden Informationen und wir nehmen Sie gern auch in unseren Brief-Post-Verteiler auf.