ROBIN WOOD zum Thema Alleen

Noch stehen viele Alleen!

ROBIN WOOD setzt sich für den Schutz und den Erhalt der Alleen ein. Alleen prägen das Landschaftsbild. Und sie motivieren die Mehrzahl aller AutofahrerInnen auf eine angenehme Weise dazu, ruhiger zu fahren. Aber die Alleen sind in Gefahr! Im Jahr 2004 sind allein in Brandenburg, dem alleenreichsten Bundesland, 6629 Alleebäume gefällt und nur 3287 nachgepflanzt worden. Doch unsere Proteste hatten Erfolg! 2005 wurden in Brandenburg erstmals wieder mehr Alleebäume gepflanzt als gefällt. Das Umwelt- und das Verkehrsministerium in Brandenburg haben sich im Alleenerlass 2000 ausdrücklich zum Schutz der märkischen Alleen verpflichten.

Gemeinsam mit anderen Umweltverbänden hat ROBIN WOOD die Schutzgemeinschaft Brandenburger Alleen ins Leben gerufen. Sie wird für den Schutz der Alleen aktiv, informiert die Öffentlichkeit und pocht in Gesprächen mit den zuständigen Ministerien und Behörden auf einen wirksamen Schutz der Alleen. Um das zu erreichen, muss nach Meinung der Schutzgemeinschaft der Brandenburger Alleenerlass nachgebessert werden (Pressemitteilung, 27.11.2000 und Stellungnahme, 24.11.2000). Die Schutzgemeinschaft Brandenburger Alleen setzt sich für einen Alleenfonds ein, damit in Zeiten knapper Kassen nicht bei den Nachpflanzungen gespart wird und engagiert sich für den Verzicht auf Streusalz im Winter, das die Alleen nachhaltig schädigt.

Damit in Zeiten knapper Kassen die Alleebäume nicht aus unserer Landschaft verschwinden, ging die Schutzgemeinschaft Brandenburger Alleen im Dezember 2005 für einen Alleenfonds auf die Straße (Foto: Friedemann Steinhausen)

weitere Fotos...

ROBIN WOOD ruft die Alleenfreunde und -freundinnen auf, Patenschaften für Brandenburger Alleen zu übernehmen. Je mehr Menschen ein wachsames Auge auf ihre Lieblingsallee werfen, desto besser können wir gemeinsam das heimliche Verschwinden der Alleen durch die Motorsägen aufhalten (Patenschaften)

Viele Alleen in Brandenburg und Mecklenburg Vorpommernhaben bald ihr natürliches Alter erreicht. Damit die Alleen nicht nach und nach aus unserer Landschaft verschwinden, muss nachgepflanzt werden, und zwar so, dass der alleetypische Charakter mit Kronenschluss über der Straße wieder erreicht werden kann.

In den letzten Jahren versuchten Vertreter der Versicherungswirtschaft zusammen mit der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) in einer vom Bundesverkehrsministerium in Auftrag gegebenen Richtlinie das Pflanzen von Bäumen an Straßen möglichst ganz zu verhindern oder zumindest nur in einem viel zu großen Abstand von zehn Metern und mehr zuzulassen. Dies hätte den schleichenden Tod aller Alleen bedeutet. Dank der Proteste von ROBIN WOOD und anderen Verbänden aus dem Umwelt- und Landschaftsschutz konnte eine solche Aussage in der sogenannten ESAB (Empfehlungen zum Schutz vor Unfällen mit Aufprall auf Bäume) verhindert werden. Im September 2005 veröffentlichte das Bundesverkehrsministerium die ESAB trotz der Ablehnung durch die Umweltverbände; aber immerhin, der darin empfohlene Pflanzabstand zum Straßenrand beträgt nur noch 4,5 Meter.

Lesen Sie hier einen Beitrag unseres Waldreferenten aus dem Jahr 2003, in dem die Entstehungsgeschichte der ESAB und deren Hintergründe genauer dargestellt werden.

ROBIN WOOD engagiert sich auch in der bundesweiten Alleenschutzgemeinschaft ASG, die im Mai 2001 gegründet wurde, und unterstützt die Forschungsgesellschaft Landesentwicklung, Landschaftsbau e.V. (FLL) bei ihrer Kampagne zum Erhalt von Alleen und Straßenbäumen.

 

ROBIN WOOD fordert

  • Schutz aller Alleen in Deutschland

  • Erhalt der Alleen durch Neu- und Nachpflanzen sowie durch fachgerechte Pflege

  • Tempolimit von 70 km/h auf allen alleebestandenen Straßen

  • Einrichtung von Alleenfonds (Ausgleichszahlungen bei Fällungen von Alleebäumen, um Nachpflanzungen finanziell sicherzustellen) nach dem Vorbild von Mecklenburg-Vorpommern

  • Unbedingter Verzicht auf Streusalz


 

ROBIN WOOD Pressemitteilungen

Wald/Verkehr, 10.7.2006
Streusalz ruiniert die Alleen - Schäden an den Straßenbäumen im Sommer deutlich erkennbar
Wald/Verkehr, 6.12.2005
Fünf Jahre Alleen-Erlass: 6231 Alleebäume verschwunden - Brandenburger Verkehrsministerium missachtet Alleen-Erlass
Wald, 11.11.2004
Als Alleebaum gefährdet, von der Motte gequält - Rosskastanie zum "Baum des Jahres" gekürt
Verkehr/Wald, 25.2.2004
Alleen sollen Autorasern weichen - ROBIN WOOD streitet bei einer Anhörung des Stolpe-Ministeriums für den Erhalt einmaliger Kulturlandschaften
Wald/Verkehr, 24.4.2003
Zum 25. April 2003 "Tag des Baumes"
Stolpe macht die Alleen alle! - ROBIN WOOD kritisiert Geheimniskrämerei im Verkehrsministerium
Verkehr, 13.9.2002
Alleenschutz: Ministerien im Widerspruch
Wald/Verkehr, 24.4.2002
Zum Tag des Baumes am 25. April 2002 - Alleen noch immer auf der Abschussliste des Verkehrsministeriums
Verkehr, 11.12.2001
Alleenstreit spitzt sich zu - Bundesverkehrsminister Bodewig gerät mehr und mehr in Bedrängnis
Verkehr, 24.4.2001
Alleen sollen dem Verkehr geopfert werden - ROBIN WOOD ruft zu Protesten gegen Pläne des Bundesverkehrsministers auf, die Alleen schrittweise abzuschaffen
Verkehr/Wald, 28.11.2000
Historischen Alleen droht das Aus - ROBIN WOOD fordert die Brandenburger Ministerien für Umweltschutz und Verkehr auf, ihren gemeinsamen Alleen-Erlass sofort zurückzunehmen
Wald/Verkehr, 6.9.2000
Schutzgemeinschaft Brandenburger Alleen gegründet
Wald/Verkehr, 25.4.2000
Straßenbäume sind keine Killer-Bäume - ROBIN WOOD fordert den Erhalt der Alleen in Deutschland


Pressemitteilungen der Schutzgemeinschaft Brandenburger Alleen

25.4.2003 Schutzgemeinschaft fordert "Alleenfonds"
Verschwinden der Alleen aus dem Landschaftsbild sonst nur eine Frage der Zeit

27.11.2000 "Alleen-Auslaufprogramm"
Gemeinsamer Erlass des Verkehrs- und Umweltministeriums ungenügend

24.11.2000 Stellungnahme der Schutzgemeinschaft Brandenburger Alleen zum Runderlass "Nachhaltige und verkehrsgerechte Sicherung der Alleen in Brandenburg" (MLUR/MSWV)