Öffentliche Beschaffung von Tropenholz
Immer noch kommt es vor, dass Gemeinden, Bund und Länder bei öffentlichen Bauvorhaben tropische Hölzer verwenden. Deshalb führt ROBIN WOOD bereits seit mehreren Jahren eine Kampagne für verantwortungsvolle Holzbeschaffung durch. Wir schreiten ein und alarmieren die Öffentlichkeit, wenn Tropenholz unklarer Herkunft verbaut wird. Wir haben 4000 Gemeinden mit einem ausführlichen Schreiben darüber informiert, warum der Einsatz von Tropenholz ohne FSC-Zertifikat unverantwortlich ist und empfehlen zertifiziertes Holz regionaler Herkunft als Alternative. Das ist besonders wichtig, weil das Verhalten der Kommunen Signalwirkung für die Privatwirtschaft hat. Robin Wood hat durch ein Rechtsgutachten klären lassen, dass Behörden nicht gegen internationale Abkommen verstoßen, wenn sie die Verwendung von Tropenholz einschränken.
Hamburger Tropenholz-Beschluss auf der Kippe
ROBIN WOOD besucht die Behörde für Wirtschaft und Arbeit der Hansestadt Hamburg
"Hamburg auf dem ABHolzweg"
Fotos: ROBIN WOOD
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Ende 2002 lud die Behörde für Wirtschaft und Arbeit der Hansestadt Hamburg zu einem so genannten Runden Tisch zum Thema Tropenholz-Zertifizierung ein, um über das malaysische Zertifikat MTCC (Malaysian Timber Certification Council) zu diskutieren. Eingeladen wurden Vertreter der holzverarbeitenden Industrie und des Handels, von Gewerkschaften, Umweltverbänden und der technischen Zusammenarbeit sowie des Malaysian Timber Council (MTC), dem Dachverband der malaysischen Holzindustrie. Bereits im Dezember hatten Robin Wood, Greenpeace und WWF am Runden Tisch und in einem offenen Brief erklärt, dass dieses Siegel derzeit nicht akzeptabel ist. Doch unbeirrt von der deutlichen Kritik hält die Behörde an ihrem Vorschlag fest, das malaysische Zertifikat anzuerkennen.
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ROBIN WOOD Proteste in Schwedt erfolgreich
Gleich zweimal musste ROBIN WOOD in Schwedt gegen eine Brücke aus Bongossiholz protestieren, bis die Stadt an der Oder ihre Tropenholzpolitik korrigiert hat. Nach einem Gespräch mit dem Bürgermeister war es dann soweit:
ROBIN WOOD-AktivistInnen protestieren in Schwedt Foto: Christiane Weitzel
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In einem von der Schwedter Stadtverordnetenversammlung verabschiedeten Beschluss heißt es, "dass künftig bei kommunalen Bauvorhaben auf die Verwendung von nicht FSC-zertifiziertem Tropenholz verzichtet wird". Damit schlägt Schwedt den Weg einer verantwortungsvollen Holzverwendung ein.
Tropenholzskandal in Bremen
Bremen hat seine öffentliche Selbstverpflichtung zum Tropenholzverzicht gebrochen und stellte über 50 Parkbänke aus afrikanischem Hartholz an der Weserpromenade Untere Schlachte auf. ROBIN WOOD informierte daraufhin im April 2000 die Öffentlichkeit mit einer Protestaktion und befestigte symbolische Stiftungstafeln an den Bänken mit der Aufschrift "dies ist eine Tropenwald-Schlacht(e)bank". Die UmweltschützerInnen fordern einen sofortigen Stopp dieser und die Überprüfung aller weiteren Baumaßnahmen der Stadt. Die Latten der Bänke sind aus dem afrikanischen Hartholz Kambala, besser bekannt als Iroko, gefertigt. Diese Baumart ist durch unkontrollierten Holzeinschlag bereits stark dezimiert worden. Die von der Stadt Bremen für das Holz vorgelegte Unbedenklichkeitsbescheinigung aus Ghana war ein dubioses Papier, das auf keinen Fall die Kriterien für ein glaubwürdiges und akzeptables Zertifikat erfüllt.
ROBIN WOOD stört Werbeveranstaltung der Malaysischen Tropenholzlobby
Dr. Lim Keng Yaik, Malaysias Minister für Grundstoffindustrie, hatte sich seinen Auftritt im feinen Hamburger Atlantic Hotel sicher anders vorgestellt. Damit er seine Werbebotschaft Tropenholz aus Malaysia kann unbedenklich gekauft werden, denn es gibt das neue Tropenholzsiegel des MTCC (Malaysian Timber Certification Council) nicht ungestört unters Volk bringen zu können, störten sechs ROBIN WOOD AktivistInnen seine Werbeveranstaltung.
Sie drangen als ungebetene Gäste in die Galaveranstaltung ein und informierten die geladene Prominenz des deutschen Holzhandels, über Menschenrechtsverletzungen und Tropenwaldraubbau in dem südostasiatischem Land.
Die Botschaft der Umweltschützer war unmissverständlich: Solange die Rechte der indigenen Bevölkerung in Malaysia mit Füßen getreten werden und auch nicht bei der Zertifizierung des MTCC Berücksichtigung finden, ist das neue Tropenholzsiegel vollkommen unglaubwürdig.
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Hintergrund
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Werden Sie aktiv!
Wir helfen Ihnen gerne weiter, wenn Sie in Ihrer Stadt etwas gegen die Verwendung von tropischen Harthölzern unternehmen möchten.
Für Ihre Fragen und weitere Information:
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