ROBIN WOOD zum Thema Tropenwald

Tropenwald

Die tropischen Regenwälder sind das artenreichste Ökosystem der Erde. Und ebenso atemberaubend wie die biologische Vielfalt sind Ausmaß und Geschwindigkeit ihrer Zerstörung. Ursprünglich bedeckten die Tropenwälder ca. 11% der Landfläche unseres Planeten. Heute sind es nur noch 6%.

Was fehlt, wurde fast ausschließlich in den letzten 30 Jahren vernichtet. Gegenwärtig werden jährlich ca. 200.000 km2 tropischer Regenwald unwiederbringlich zerstört, pro Minute 6000 Bäume. Wenn es nicht gelingt, diese Entwicklung zu stoppen, wird der gesamte Bestand - bis auf wenige Nationalparks - in 30 bis 40 Jahren verschwunden sein.

An der Vernichtung dieses überaus wertvollen Ökosystems sind die Industrieländer - also auch Deutschland - in bedeutendem Umfang beteiligt. ROBIN WOOD setzt sich deshalb seit vielen Jahren auch für den Schutz der tropischen Wälder ein.

Hier erfahren Sie, was wir als VerbraucherInnnen in der Bundesrepublik Deutschland tun können. Und sie können sich informieren über Gütesiegel für Tropenholz: Was ist glaubwürdig, was ist Schwindel.

Im Folgenden finden Sie einen Überblick über unser Engagement für die tropischen Wälder.


Demonstration Einheimischer gegen die Ausweitung der Palmölplantagen
Demonstration Einheimischer gegen die Ausweitung der Palmölplantagen

Brennpunkt Ölpalmen

Ölpalmenplantagen expandieren immer weiter in Südostasien. Wertvolle Wälder werden gerodet und zu Monokulturen umgewandelt. Auch für die verheerenden Waldbrände, die immer wieder in Indonesien wüten, sind häufig Palmölproduzenten mitverantwortlich. Vielfach lassen sie die Feuer legen, um im Anschluss Plantagenflächen anlegen zu können. Die Folgen für die Menschen vor Ort sind fatal, denn die Zerstörung der Wälder entzieht ihnen ihre Lebensgrundlage. Ebenso sind unzählige Pflanzen- und Tierarten bedroht, die im Regenwald Indonesiens und Malaysias heimisch sind. Das Palmöl und seine Nebenprodukte werden in alle Welt exportiert, die Bundesrepublik gehört zu den Hauptabnehmern. Palmöl wird in einer Vielzahl von Produkten von Lebensmitteln bis hin zu Kosmetika verwendet. Finanziert werden die Ölpalmenplantagen auch durch deutsche Banken. (...mehr)


Gartenmöbelkampagne

Ein Beispiel für die sinnlose Zerstörung von Tropenwäldern sind die Gartenmöbel in hiesigen Baumärkten und Kaufhäusern. Obwohl es praktisch gleichwertige Alternativen gibt, werden weiter Möbel aus Kahlschlag und Raubbau verramscht. Selbst wenn auf den Etiketten "Keine Schädigung des Regenwaldes" steht, besteht für die Käuferinnen und Käufer keine Gewissheit, dass diese Beteuerungen das Papier wert sind, auf dem sie gedruckt sind. ROBIN WOOD hat gerade bei Möbeln aus angeblichem Plantagenholz sehr oft Öko-Lügen und Pseudo-Gütesiegel aufgedeckt. Aufgrund zahlreicher Aktionen haben viele große Unternehmen ihre Einkaufspolitik auf den Prüfstand gestellt. (...mehr)


Erfolgreicher Protest bei Karstadt
Erfolgreicher Protest bei Karstadt

Tropenwaldzerstörung durch Papier

Die Gewinnung von Zellstoff für die Papierproduktion spielt nach wie vor eine erhebliche Rolle für die weltweit unverminderte Zerstörung der Wälder. Dafür wird weltweit jeder fünfte eingeschlagene Baum verwendet. Auch auf dem deutschen Markt wird Papier angeboten, dass aus dem Holz tropischer Wälder produziert wird. In Indonesien breiten sich industrielle Forstplantagen für die Zellstoffproduktion auf Kosten noch bestehender Wälder aus. Sowohl die industrielle Forstwirtschaft, als auch die regionale Verarbeitung der Hölzer zu Zellstoff und Papier bringen inakzeptable Folgen für Mensch und Natur mit sich. (...mehr)


Öffentliche Beschaffung von Tropenholz

Neue Parkbänke aus Iroko, eine schicke Brücke aus Bongossi... . Deutschlands Kommunen beteiligen sich am Raubbau der Regenwälder. Hamburg ist dafür ein besonders unrühmliches Beispiel. Als würde es nicht reichen, dass im Jahr 2002 Tropenholzparkett ungesicherter Herkunft im Kongresszentrum (CCH) verbaut wurde, hat die Wirtschaftsbehörde vorgeschlagen das malaysische Tropenholzzertifikat für die öffentliche Beschaffung anzuerkennen. Dieses Siegel wird von Ureinwohnern und Umweltorganisationen aus aller Welt scharf kritisiert. Robin Wood protestierte auf dem Dach der Wirtschaftsbehörde. (...mehr)

Protest auf dem Dach der Wirtschaftsbehörde
Protest auf dem Dach der Wirtschaftsbehörde