Komitee für Grundrechte und Demokratie |
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Komitee für Grundrechte und Demokratie Aquinostr. 7-11 50670 Köln Tel.: 0221 / 97269-30; Fax: -31 Köln, den 15. April 2002 Pressemitteilung
Prozeßbeobachtung: Am Mittwoch, den 17.4.2002, beginnt vor dem Amtsgericht Lüneburg der Prozeß gegen die "Fünf von Süschendorf", die sich bei dem Transport von hochradioaktivem Müll nach Gorleben im März 2001 an die Schienen gekettet und den Zug über Stunden aufgehalten haben. Ingrid und Werner Lowin werden den Prozeß für das Komitee für Grundrechte und Demokratie beobachten. Die staatsanwaltschaftlichen Vorwürfe der "Nötigung" und "Störung öffentlicher Betriebe" sind nicht haltbar, berücksichtigte man den Kontext dieser Aktion:
Trotzdem fanden Bürger und Bürgerinnen Möglichkeiten, ihr Recht auf Versammlungsfreiheit, dieses "unentbehrliche und grundlegende Funktionselement eines demokratischen Gemeinwesens" (sog. Brokdorf-Urteil des Bundesverfassungsgerichts) wahrzunehmen. Sie betrieben somit aktiven Verfassungsschutz. So auch die Fünf von Süschendorf und die vielen, die sich rund um diese Aktion auf die Schienen setzten. Daß angesichts der regierungsamtlichen Einschränkungen von demokratischem Verfahren und von Grundrechten Demonstrierende das Grundrecht auf Demonstration, also Art. 8 GG ausgiebig wahrnahmen, ohne jeden Hauch von Gewalt, ergab sich aus eben diesen Einschränkungen geradezu notwendig. Das Komitee hat während des Castor-Transportes das Geschehen zwischen Lüneburg und Gorleben beobachtend begleitet und ausführlich darüber berichtet. Der Bericht "Castor-Transport im März 2001 - Die Kontinuität undemokratischer Politik und systematischen Mißbrauchs der Polizei", Juli 2001 (für Medienvertreter kostenlos) kann beim Komitee für Grundrechte und Demokratie (Aquinostr. 7-11, 50670 Köln) bestellt werden. Dr. Elke Steven |
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