Castor-Gegner wegen Betonblock-Aktion erneut vor Gericht
Letzter Akt im Betonblock-Prozess?
Am Donnerstag, den 22. Juni 2006, wird vor dem Lüneburger Landgericht über die Betonblock-Aktion im wendländischen Süschendorf verhandelt. Die Aktion liegt nun schon mehr als fünf Jahre zurück. Die juristische Verfolgung der Beteiligten durchlief bereits alle Instanzen bis hin zum Oberlandesgericht in Celle. Das kam zu dem Schluss, es sei bislang nicht ausreichend geprüft worden, ob der Lokführer des Zuges durch die Ankettaktion genötigt worden sei und verwies den Fall zurück an das Landgericht.
Die Aktion
Rückblick: Fünf AktivistInnen von ROBIN WOOD und aus dem wendländischen Widerstand demonstrierten in der Nacht vom 27. auf den 28. März 2001 mit einer öffentlichkeitswirksamen Aktion auf der Bahnstrecke nach Gorleben gegen die Atompolitik der rot-grünen Bundesregierung. Dabei ketteten sich drei Männer und eine Frau bei Süschendorf an einen unter den Bahngleisen eingelassenen Betonblock. Der fünfte Aktivist kettete sich an gleicher Stelle mit einem Rohr an einen Gleisstrang. Der Zug rollte zwischenzeitlich rückwärts. Die Weiterfahrt verzögerte sich um rund 17 Stunden. Über die "Betonblock-Aktion" wurde weltweit in den Medien berichtet. Die Debatte um den Atomausstieg bekam neuen Auftrieb.
Kommt zum Prozess
Damit der Prozess unter öffentlicher Beobachtung stattfindet, ist es gut, wenn viele daran teilnehmen.
Termin:
Donnerstag, 22. Juni 2006, 9.00 Uhr
Planmäßige weitere Termine
Donnerstag, 29. Juni 2006
Donnerstag, 6. Juli 2006
jeweils 9.00 Uhr
Ort:
Landgericht Lüneburg, Am Markt 7, 21335 Lüneburg
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