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Redaktionen: Umwelt/Aktuelles

5. Mai '99

BAUHAUS will Raubbauholz aus dem Sortiment nehmen

Proteste von ROBIN WOOD zeigen Wirkung

Nach Aktionen der Umweltorganisation ROBIN WOOD gegen Raubbau- Tropenholz bei BAUHAUS hat das Unternehmen jetzt erste Zugeständnisse gemacht. BAUHAUS will die Herkunft des Tropenholzes für seine Gartenmöbel prüfen. Wenn Produkte nicht aus kontrollierter Waldwirtschaft stammten, "werden wir diese selbstverständlich schnellstmöglich abverkaufen und durch Produkte von FSC-Lieferanten ersetzen", heißt es in einem Schreiben der Geschäftsführung, das heute nachmittag bei ROBIN WOOD einging. Außerdem bietet BAUHAUS ROBIN WOOD Gespräche an.

Den Vorwurf, Möbel aus Tropenholzraubbau zu verkaufen, kann BAUHAUS nicht widerlegen. In einer heute herausgegebenen Pressemitteilung behauptet BAUHAUS, ROBIN WOOD FSC-Zertifikate geschickt zu haben. Dabei handelt es sich jedoch um sogenannte Handelsketten-Zertifikate ohne Bezug zu der bei BAUHAUS verkauften Ware. Handelsketten-Zertifikate belegen lediglich, daß ein Unternehmen FSC-zertifizierte Ware führen darf, weil es in der Lage ist, sie von nicht-zertifizierter Ware getrennt zu halten. Herr Claus Winther von der Firma DA'CORE, die BAUHAUS beliefert, sagte gegenüber ROBIN WOOD, daß Teakmöbel seines Unternehmens für BAUHAUS nicht FSC-zertifiziert seien. Für Möbel aus den Tropenhölzern Iroko und Shorea vulgaris liegen BAUHAUS nach eigenen Angaben ebenfalls keine FSC-Zertifikate vor.

BAUHAUS hält sich somit nicht an seine 1993 gegebene Zusage, auf Tropenholz zu verzichten. BAUHAUS verkauft Tropenholz aus Raubbau. ROBIN WOOD will dies stoppen und wird daher das Gesprächsangebot von BAUHAUS annehmen.

Kontakt:
Ute Bertrand, Pressesprecherin, presse@robinwood.de, 040 - 380 892 22

 

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