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, vom 14.01.97
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ROBIN WOOD
Pressestelle

11.02.1997

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Alte Kamellen am Rosenmontag

Transrapid-Exportchancen nach Australien wenig wahrscheinlich

Die am Montag von Thyssen-Vorstand Eckhard Rohkamm verbreitete Nachricht vom australischen Interesse am Transrapid ist nicht neu und wenig überzeugend.

Das Projekt Sydney-Canberra- (Melbourne) findet sich bereits in der Liste von Transrapid-Auslandsprojekten, die das Bundesverkehrsministerium im April 1996 dem Bundestags-Haushaltsausschuß vorgelegt hat. Demnach war der Transrapid zunächst ein Alternativvorschlag zu einem Ausbau der vorhandenen Schiene zwischen Sydney und Melbourne auf der Basis der TGV-Technologie. Nach Scheitern dieser Pläne betreibt die Transrapid-Industrie Öffentlichkeitsarbeit für einen Transrapid zwischen Canberra und Sydney.

Es ist - wie in Deutschland auch - unter ökologischen und verkehrspolitischen Gesichtspunkten sinnlos, einen Transrapid dort zu bauen, wo bereits eine Schienenverbindung besteht., es sei denn, der Staat will ein solches Projekt massiv subventionieren. Bereits zwischen den beiden Millionenstädten Berlin und Hamburg ist ein wirtschaftlicher Betrieb einer Transrapidstrecke nicht möglich. Das gilt um so mehr für die Verbindung zwischen Canberra mit nur 300.000 Einwohnern und Sydney.

In Deutschland würde der - aus diesem Grund nicht sehr wahrscheinliche - Export des Transrapid nach Australien kaum zu mehr Arbeitsplätzen führen, da in der Regel nur eine Lizenz für den Bau des Zuges verkauft wird. Es werden also nicht Zug und weitere technische Teile hier gebaut und exportiert. Dies gilt insbesondere beim Export in wirtschaftlich entwickelte Länder.

ROBIN WOOD-Sprecherin Andrea Meyer: "Rexrodt und Rohkamm wollen uns hier alte und wenig schmackhafte Kamellen verkaufen. Ein unwirtschaftliches Projekt wird nie ein Exportschlager werden."

Kontakt:
Ute Bertrand, Pressesprecherin, presse@robinwood.de, 040 - 380 892 22

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