Bezug zur Hintergrundinformation:
Zeitbombe Reaktordruckbehälter, vom 19.12.1996
ROBIN WOOD
Pressestelle19.12.1996
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Zeitbombe Krümmel entschärfen!
Symbolische Stillegung des rechtswidrig betriebenen AKW Krümmel ROBIN WOOD legt umfangreiche Mängelliste vor
Das Atomkraftwerk Krümmel bei Hamburg ist heute um 10 Uhr von ROBIN WOOD symbolisch stillgelegt worden - wegen Lebensgefährdung durch Leukämie und grob fahrlässigem Pfusch am Bau. ROBIN WOOD wirft der Kieler Landesregierung vor, den rechtswidrigen Betrieb der Atomanlage zu dulden. AktivistInnen der Umweltschutzorganisation versperrten Einfahrt und Eingangstor mit Gedenktafeln und erklärten den Reaktor zur "Gedenkstätte ehemaliges Atomkraftwerk Krümmel." Sie legten gemeinsam mit den Initiativen "Eltern für unbelastete Nahrung, "Bürgerinitiative gegen Leukämie in der Elbmarsch" und den Bürgerinitiativen aus Geesthacht und Bergedorf vor der Einfahrt Kränze nieder.
ROBIN WOOD stellt unter dem Titel "20 Gründe, Krümmel sofort stillzulegen" eine umfangreiche Mängelliste vor. Sie führt die gravierenden Fehler bei Bau des Reaktordruckbehälters auf sowie Überwachungsmängel und Manipulationen seitens des TÜV. Für den Reaktordruckbehälter wurde ein unangemessenes und verunreinigtes Material benutzt, das dazu noch während der Fertigung falsch behandelt wurde und daher porös ist. Fehlerhafte und extrem beanspruchte Schweißnähte und weitere Mängel machen den Behälter zusätzlich unsicher. Eine Bauüberwachung fand praktisch nicht statt. Von Seiten des TÜV wurden Blankozeugnisse ausgestellt und Gefälligkeitsgutachten vergeben. Fazit von ROBIN WOOD-Pressesprecherin Brigitte Köhnlein: "Das AKW ist wegen der Mängel am Reaktordruckbehälter eine tickende Zeitbombe. Sein Betrieb ist rechtswidrig. Der Druckbehälter war nie genehmigungsfähig, er ist nur durch Täuschung der Behörde und der Gerichte durch das Genehmigungsverfahren gebracht worden. Die rot-grüne Landesregierung in Kiel kennt die Tatsachen. Die notwendigen Konsequenzen zieht sie jedoch nicht.!"
ROBIN WOOD und die Initiativen fordern die Landesregierung auf, das Atomkraftwerk Krümmel sofort stillzulegen!
ACHTUNG Redaktionen: Sie können die Mängelliste und eine graphische Darstellung der Fehler am Reaktordruckbehälter bei Rudolf Fenner in unserer Pressestelle anfordern. Er vermittelt Ihnen auch Gesprächs- und Interviewpartner.
Kontakt:
Ute Bertrand, Pressesprecherin, presse@robinwood.de, 040 - 380 892 22
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