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ROBIN WOOD
Pressestelle01.10.96
Tatbestand: Vernichtung von 14 ha Tropenwald - Verantwortlich: Der Senat
ROBIN WOOD protestiert gegen den Einbau von Tropenholzfenstern in das Gebäude der Hamburger Wirtschaftsbehörde
Hamburg, 01.10.96, 11 Uhr: AktivistInnen der Umweltschutzorganisation ROBIN WOOD steigen auf das Dach der Hamburger Wirtschaftsbehörde und lassen 200 Quadratmeter Stoff hinunter: "Tatbestand: Vernichtung von 14 ha Tropenwald - Verantwortlich: Der Senat" und "Global reden - banal denken - fatal handeln!" ist nun an der Fassade des Behördengebäudes zu lesen. Der Grund des Protestes: In das Verwaltungsgebäude werden momentan neue Fenster aus dem Tropenholz "Dark Red Meranti" eingebaut. Mindestens 14 ha Regenwald werden zerstört, um 500 Kubikmeter Tropenholz zu gewinnen. Diese Menge an Schnittholz wird für die rund 4.000 Fenster des Gebäudes benötigt. Möglicherweise fällt für diese Menge jedoch noch wesentlich mehr Regenwald.
Die Nutzung von Tropenholz bei öffentlichen Bauten widerspricht den Beschlüssen des Hamburger Senats. Am 17.01.92 wurde Hamburg Mitglied im Klimabündnis, einem Zusammenschluß europäischer Städte mit den indigenen Völkern der Regenwälder. Das Manifest des Bündnisses stellt eindeutig fest: Tropenholz darf nicht importiert und nicht verwendet werden. Der Senat hatte in der Folge wiederholt erklärt, er halte sich an diese Selbstverpflichtung. Die Umweltschützer erwarten ein Gespräch mit dem Hausherren Wirtschaftsminister Rittershaus. Sie fordern die folgenden Zusagen:
Der Einbau der Tropenholzfenster in der Wirtschaftsbehörde wird sofort gestoppt. Der Senat sorgt dafür, daß sein Beschluß, kein Tropenholz zu nutzen, ohne Einschränkungen durchgeführt wird. Dies gilt für Baumaßnahmen im öffentlichen Auftrag und für Unternehmen in städtischem Besitz. Es gilt solange, wie das Klimabündnis den Tropenholzverzicht für notwendig hält.
Tropenwaldreferent Christoph Meyer nimmt Umweltsenator Vahrenholt in die Verantwortung: "Es reicht nicht, schön klingende Beschlüsse zu fassen, man muß auch dafür sorgen, daß sie umgesetzt werden. Sonst ist die Klimaschutzpolitik des Senats nichts weiter als Heuchelei."
Andrea Meyer
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Ute Bertrand, Pressesprecherin, presse@robinwood.de, 040 - 380 892 22
Hamburger Wirtschaftsbehörde lässt über Tropenholz-Siegel diskutieren, vom 11.12.2002
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