Hamburg, den 25. November 2008
Weihnachten unterm Öko-Christbaum
ROBIN WOOD gibt im Internet aktuelle Tipps zum Weihnachtsbaumkauf
Weihnachten unterm Tannenbaum ist beliebt. In mehr als jedem zweiten
Haushalt in Deutschland wird in den kommenden Wochen ein Christbaum
aufgestellt. ROBIN WOOD weist darauf hin, dass die meisten der rund 23
Millionen in Deutschland verkauften Christbäume aus Plantagen stammen, die
gedüngt und mit Pestiziden bespritzt werden - eine enorme Belastung für
Böden und Gewässer. Dabei geht es auch anders. Im Internet unter
www.robinwood.de informiert die Umweltorganisation über
Öko-Weihnachtsbäume mit glaubwürdigem Siegel und gibt Einkauf-Tipps.
Wenn schon Weihnachtsbäume, dann am besten aus Forstbetrieben oder
Weihnachtsbaumkulturen, die nach klaren, ökologisch ausgerichteten
Regeln bewirtschaftet werden und bei denen dies auch von unabhängiger
Seite kontrolliert wird, empfiehlt Rudolf Fenner, Waldreferent von ROBIN
WOOD. Christbaum-KäuferInnen sollten daher auf die Siegel des FSC (Forest
Stewardship Council) und des Naturland-Verbandes an den Bäumen achten.
Diese Zertifikate erhalten nur Forstbetriebe, die auf Kahlschläge,
Düngungen, Entwässerungsmaßnahmen und Pestizide verzichten. Außerdem
bieten auch einige Bioland-, Demeter- und weitere nach EU-Recht
zertifizierte Bio-Betriebe empfehlenswerte Öko-Weihnachtsbäume von
landwirtschaftlichen Anbauflächen an.
Bis in die fünfziger Jahre stammten alle Weihnachtsbäume von "drauß' vom
Walde". Heute kommen mehr als 80 Prozent der Weihnachtsbäume aus
Plantagen, in denen kräftig gespritzt und gedüngt wird: Insektizide gegen
Rüsselkäfer und Sitkalaus, Herbizide gegen konkurrierendes Gewächs,
Mineraldünger für gleichmäßigen Wuchs und für eine intensive Grün- und
Blaufärbung der Nadeln. Auch die Gentechnik hat dieses Marktsegment längst
im Visier und arbeitet an schädlingsresistenten Christbaum-Klonen. Wer das
nicht unterstützen möchte, wählt am besten einen Öko-Weihnachtsbaum.
Um die Suche danach zu erleichtern, hat ROBIN WOOD eine Umfrage bei rund
100 Öko-Landbau- und FSC-Forstbetrieben gemacht. Herausgekommen ist eine
aktuelle, nach Bundesländern sortierte Liste mit über 40 Verkaufsstellen
für Öko-Weihnachtsbäume. Die Preise für öko-zertifizierte Bäume
unterscheiden sich im übrigen meist nicht oder nur unwesentlich von denen
für konventionelle Bäume. Ergänzt wird die Liste durch allgemeine Tipps
zum Baum-Einkauf und eine Kurzinformation zu den Siegeln.
Wer keine zertifizierten Öko-Christbäume in seiner Umgebung findet, der
sollte einen Baum aus der Region wählen, am besten einen zum selber
Schlagen beim nächstgelegenen Waldbetrieb. Denn so lässt sich vermeiden,
ungewollt einen weit gereisten und damit ökologisch fragwürdigen Baum aus
Skandinavien, Osteuropa oder Irland nach Hause zu tragen. Von
Weihnachtsbäumen im Pflanztopf ist eher abzuraten. Da die Bäume durch das
Aufstellen in der warmen Weihnachtsstube aus dem Winterschlaf gerissen
werden, erfrieren etliche später draußen oder wachsen nicht mehr richtig
an.
Für Rückfragen können Sie sich gern an uns wenden:
Rudolf Fenner, ROBIN WOOD-Waldreferent, Tel. 040 / 380 892 11, wald@robinwood.de
Ute Bertrand, ROBIN WOOD-Pressesprecherin, Tel. 040 / 380 892 22, presse@robinwood.de