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Hamburg, den 21.11.08

Ressort: Ratgeber / Vermischtes

Streusalz – Gift für Boden und Bäume

ROBIN WOOD empfiehlt Sand, Splitt oder Granulat

Der plötzliche Wintereinbruch an diesem Wochenende wird zu einem Run auf Winterstreumittel führen. ROBIN WOOD rät, bei Schnee und Eis auf Streusalz zu verzichten, weil dies die Umwelt schädigt. Stattdessen sollten VerbraucherInnen zu Sand, Splitt oder Granulat greifen und dabei auf das Umweltzeichen „Blauer Engel“ achten. Es garantiert, dass die Mittel salzfrei sind, eine gute abstumpfende Qualität haben und keine belastenden Schwermetalle enthalten.

Vor allem Straßenbäume leiden unter dem Streusalz. Denn das Streusalz verdichtet den Boden, verdrängt wichtige Nährstoffe und erhöht den ph-Wert. Das von den Bäumen aufgenommene Salz führt zum Absterben der Blätter von den Blatträndern her („Blattrandnekrosen“) und zum vorzeitigen Laubfall. Auftausalze belasten darüber hinaus das Grundwasser und führen zu Korrosionsschäden an Brücken, Fahrbahnen und Kraftfahrzeugen. Zum Schutz von Vegetation, Boden und Grundwasser ist es daher in vielen Städten in Deutschland verboten, Auftausalz auf dem Gehsteig vor dem Haus zu streuen, so z.B. in Hamburg, Berlin, München und Wiesbaden. Andernorts ist es lediglich in Ausnahmefällen etwa bei Eisregen erlaubt. Doch das wissen offenbar die wenigsten, und den Handel schert es kaum. Wo sich im Eingangsbereich der Baumärkte im Sommer die Grillkohlen stapeln, drängen sich jetzt die Streusalz-Säcke. Dabei halten es weder Hersteller noch Anbieter in der Regel für nötig, auf bestehende Verbote der Salzverwendung hinzuweisen.

Alle Baumärkte bieten aber auch umweltfreundliche Streumittel wie Lavasplitt oder Tongranulate an; das Angebot an Streusalz ist jedoch meist wesentlich größer und der Preis deutlich niedriger.

ROBIN WOOD appelliert an die BürgerInnen, bei Schnee und Eis kein Salz zu verwenden und die Geschäfte auf ihren Streusalzsäcken sitzen zu lassen. Vom Einzelhandel fordern die Umweltschützer, Auftausalze aus dem Sortiment zu nehmen.

Eine umfangreiche Zusammenstellung von Verbotsregelungen in zahlreichen Kommunen zum Einsatz von Auftausalzen hat ROBIN WOOD auf seiner Homepage veröffentlicht unter: http://www.robinwood.de/Streusalz


Kontakt:
Rudolf Fenner, ROBIN WOOD-Waldreferent, Tel. 040 / 380 892 11, wald@robinwood.de
Ute Bertrand, ROBIN WOOD-Pressesprecherin, Tel. 040 / 380 892 22, presse@robinwood.de

 

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