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Hamburg, 27.10.2008

Grundrechte vorübergehend außer Betrieb!

Polizei verbietet Demonstrationen gegen Castortransporte im Wendland

Wenn der nächste Transport mit hochradioaktivem Atommüll am 8. November nach Gorleben rollt, wird das Grundrecht auf Demonstrationsfreiheit vorübergehend außer Betrieb genommen. Die Polizeidirektion hat am vergangenen Samstag per Allgemein-Verfügung jegliche Demonstrationen, Kundgebungen und Spontanversammlungen entlang der Transportstrecken im Wendland komplett verboten.

„Nicht Grundrechte gehören abgeschaltet – sondern Atomkraftwerke!“, kommentiert Dirk Seifert, Energiereferent der Umweltorganisation ROBIN WOOD das Außerkraftsetzen des Versammlungsrechts im Wendland.

„Weltweit ist die Entsorgung des hochradioaktiven Atommülls nicht gelöst und Tag für Tag produzieren gefährliche Atomkraftwerke zusätzliche Gefahren, die noch in einer Million Jahre tödliche Konsequenzen haben können. Gegen diesen Wahnsinn zu demonstrieren und sich den atomaren Gefahren in den Weg zu stellen ist nicht nur nicht nur legitim und notwendig, sondern geradezu demokratische Bürgerpflicht“, so Seifert.

„Mit großen und zahlreichen Demonstrationen werden wir ab am 8. November ein starkes Zeichen für das Ende der Atomenergie setzen“, ist sich Seifert sicher. „ROBIN WOOD ruft alle Menschen auf, sich an den Demonstrationen zu beteiligen: Nicht die Grundrechte gehören abgeschaltet – sondern die Atomkraftwerke.“

Auf einer Veranstaltung am morgigen Dienstag (28.10.08) im Hamburger Polittbüro (20 Uhr, Steindamm 45) wird die Anwältin Ulrike Donat vom REPUBLIKANISCHER ANWÄLTINNEN- UND ANWÄLTEVEREIN e.V. (RAV) über diesen Eingriff in die Demonstrationsfreiheit informieren.

AnwältInnen vom RAV haben es für die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg übernommen, die Demonstrationen im Wendland zum bevorstehenden Castortransport anzumelden. Wolfgang Ehmke, Sprecher der BI Lüchow-Dannenberg und Jan Becker (ROBIN WOOD) werden über die ungelöste Entsorgung des Atommülls und die Aktionen im Wendland berichten.


Kontakt:
Dirk Seifert, ROBIN WOOD-Energiereferent, Tel. 040 / 380 892 21, energie@robinwood.de
Ute Bertrand, ROBIN WOOD-Pressesprecherin, Tel. 040 / 380 892 22, presse@robinwood.de


Hinweise:

Busfahrkarten zur Demonstration in Gorleben am 8. November:
In Hamburg organisiert ROBIN WOOD Busse nach Gorleben: Abfahrt: 10:00 Uhr, S-Bahn Sternschanze, Rückfahrt: 19:00 Uhr ab Gorleben, Preis: 12,00 EUR, ermäßigt 8,00 EUR

Fahrkarten gibt es bei: ROBIN WOOD-Pressestelle, Nernstweg 32, 22765 Hamburg, Tel: 040 / 380 892-0 und in der Buchhandlung im Schanzenviertel, Schulterblatt 55, 20357 Hamburg, 040 / 43 00 808.

Weitere Infos über Busse aus anderen Städten nach Gorleben unter http://www.castor.de/nix12/bus.html


"No Castor - No Atom: Info- und Musikveranstaltung" in Hamburg von ROBIN WOOD, BI Lüchow-Dannenberg und dem Republikanischen Anwaltsverein mit Wolfgang Ehmke, Jan Becker und Ulrike Donat sowie Musik von Sven Panne und Torben Meisner (Rantanplan) am 28.10. im Polittbüro (Steindamm 45), 20 Uhr, Eintritt: 9 EUR / erm. 6 EUR.

 

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