Hamburg, den 26. September 2008
Mit der GAL in die Klimakatastrophe?
ROBIN WOOD-Aktion bei der GAL-Parteizentrale in Hamburg
Wenige Tage vor der erwarteten Entscheidung über den Bau des
Vattenfall-Kraftwerks in Moorburg haben ROBIN WOOD-AktivistInnen erneut
mit einer Protestaktion Umweltsenatorin Anja Hajduk aufgefordert, dem
Klima-Monster die Genehmigung zu versagen. An die grüne Basis appellierten
sie, eine schwarz-grüne Klimakillerpolitik nicht zu legitimieren. Um
entsprechend öffentlichen Druck zu machen, ließen ROBIN WOOD-AktivistInnen
heute von der Fassade der Hamburger Landesgeschäftsstelle der GAL in der
Burchardstraße ein großes Transparent hinunter mit der Aufschrift:
Baustopp jetzt! Klimaschutz.
Wer sich auf die Fahnen geschrieben hat, die Klimakatastrophe zu
verhindern, kann jetzt nicht das Klimamonster Moorburg genehmigen, so Jan
Becker, Aktivist von ROBIN WOOD. Die GAL ist mit dem klaren Versprechen
im Wahlkampf aufgetreten, die Dreckschleuder Moorburg zu verhindern. Wenn
sie jetzt genau das Gegenteil tut, ist das Wahlbetrug und ein
klimapolitischer Bankrott.
Christian Maaß und Christa Goetsch hatten im Wahlkampf gemeinsam bereits
symbolisch den Genehmigungsantrag von Vattenfall mit dem Stempel-Aufdruck
ABGELEHNT versehen. Der jetzige Umweltstaatsrat Maaß kommentierte: Es
gibt ausreichend rechtliche Möglichkeiten, das Kraftwerk noch zu stoppen.
Die jetzige Zweite Bürgermeisterin Christa Goetsch erklärte: Wir können
nicht zulassen, dass Hamburgs Energiezukunft für die nächsten Jahrzehnte
verbaut wird und die Elbe auf Badewannen-Temperatur aufgeheizt wird." Und
die jetzige Umweltsenatorin Anja Hajduk stellte zur Jahreswende noch fest:
Trotz lauter Klimaschutz-Rhetorik von Regierungen und Konzernen sind
bundesweit mehr als 30 neue Kohlekraftwerke in Planung. Wir GRÜNE fordern
mit bundesweiten Aktionen eine Klimapolitik, die konsequent auf
Erneuerbare Energien setzt und statt Großkraftwerke die dezentrale
Energieversorgung vorantreibt.
Ole von Beust kann sich die Hände reiben. Er hat es geschafft, dass die
einstigen Kritiker des Kraftwerks in Moorburg nun bald den Bau dieser
Dreckschleuder öffentlich rechtfertigen werden, ist sich Dirk Seifert,
Energiereferent von ROBIN WOOD, sicher. Wenn die Regierungsbeteiligung
der GAL dazu führt, dass am Ende CDU-Politik rauskommt, dann sollte die
GAL das schwarz-grüne Experiment besser heute als morgen beenden.
Mit der Genehmigung von Moorburg würden die Vereinbarungen der
schwarz-grünen Koalition zum Klimaschutz in Hamburg platzen. Erklärtes
Ziel von GAL und CDU ist es, die CO2-Emissionen um 40 Prozent bis zum Jahr
2020 zu reduzieren. Tatsächlich aber wird der CO2-Ausstoß steigen, weil
allein das Kraftwerk Moorburg jährlich 8,5 Millionen Tonnen CO2 in die
Luft blasen würde. Das entspricht etwa dem Doppelten des jährlichen
CO2-Ausstoßes des gesamten Straßenverkehrs in Hamburg.
ROBIN WOOD fordert die Mitglieder der GAL in Hamburg daher auf, dieser
Klimakiller-Politik die Zustimmung zu verweigern.
Kontakt:
Dirk Seifert, Energiereferent, Tel. 040 / 380 892-21, energie@robinwood.de
Ute Bertrand, Pressesprecherin, Tel. 040 / 380 892-22, presse@robinwood.de