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Hamburg, den 19. März 2008
Pressemitteilung Bündnis "Bahn für Alle"
Faules Ei Bahnprivatisierung
Aktive vom Bündnis Bahn für Alle" und ROBIN WOOD demonstrieren in sechs Städten für eine bessere Bahn in öffentlicher Hand
Mit Aktionen an Bahnhöfen in Hamburg, Bremen, Düsseldorf, Dresden,
Mainz und Nürnberg demonstrieren heute Nachmittag Aktive vom Bündnis Bahn
für Alle und der Umweltorganisation ROBIN WOOD für eine bessere Bahn in
öffentlicher Hand. Mehdorn, Steinbrück und Tiefensee wollen uns nächste
Woche mit dem Holdingmodell ein faules Ei ins Nest legen, sagt Monika
Lege, ROBIN WOOD-Verkehrsexpertin. Sie wollen privaten Investoren Tür
und Tor öffnen und die Unternehmenspolitik voll auf Profitmaximierung
ausrichten. Dagegen wehren wir uns.
In Nürnberg verteilen die AktivistInnen leckeren Bahnkuchen. Reisende, die
sich gegen die Bahnprivatisierung aussprechen, bekommen ein Stück vom
großen Kuchen ab. Befürworter des Börsengangs erhalten dagegen nur ein
Blatt Papier mit der Aufschrift Aktie. In Hamburg ziehen AktivistInnen
mit Trillerpfeifen und überdimensionalen Ostereiern durch den
Hauptbahnhof, um dagegen zu protestieren, dass mit der Bahnprivatisierung
öffentliches Vermögen in großem Stil verschenkt werden soll. Am Dresdner
Hauptbahnhof verteilen PrivatisierungsgegnerInnen Flugblätter und warnen
auf einem Transparent Der Zug ist noch nicht abgefahren Privatisierung
stoppen. In Düsseldorf schwenkten BahnretterInnen bereits heute Morgen
übergroße Signalkellen; ebenso in Bremen, wo außerdem ein österlich
verziertes Banner mit dem Slogan Bahn frei - Kein Börsengang zum Einsatz
kommt. In Mainz wird schließlich um 18 Uhr die erste demonstrative
Rollköfferchen- und Gepäckwagen-Parade für eine bessere Bahn in
öffentlicher Hand starten.
Am 28. März wollen Aufsichtsrat und Eigentümerversammlung der Deutschen
Bahn AG einen Beschluss zum so genannten Holding-Modell der Minister
Tiefensee (SPD) und Steinbrück (SPD) fassen. Das Holdingmodell sieht vor,
zunächst 49 Prozent des Bereichs Güter- und Personentransport zu
verkaufen, während die Infrastruktur im Eigentum des Bundes bleiben soll.
Dieses Modell widerspricht einem SPD-Parteitagsbeschluss vom 27. Oktober
2007. Am 31. März wird sich eine SPD-Arbeitsgruppe konstituieren, um eine
partei- und koalitionsverträgliche Lösung im Streit um die
Bahnprivatisierung zu finden. Mit dem Holding-Modell würde die Politik
ohne Not ein zentrales Instrument für die Gestaltung einer
klimafreundlichen Verkehrswende aus der Hand geben, sagt Monika Lege.
Die SPD muss sich von diesem Privatisierungs-Irrweg verabschieden.
Zwei Drittel der BundesbürgerInnen lehnen eine Bahnprivatisierung ab.
Kontakt:
Monika Lege, ROBIN WOOD-Verkehrsreferentin, Tel. 040 / 380 892-12, verkehr@robinwood.de
Ute Bertrand, Pressesprecherin, Tel. 040 / 380 892-22, presse@robinwood.de
Informationen im Internet:
http://www.DeineBahn.de und http://www.robinwood.de
Bayreuth
Hamburg
Dresden
Mainz
Bremen
Düsseldorf
"Bahn für Alle" ist ein Bündnis von 15 Organisationen aus
Globalisierungskritikern, Umweltorganisationen, politischen
Jugendverbänden und Gewerkschaften und setzt sich ein für eine
verbesserte Bahn in öffentlicher Hand. Träger des Bündnisses sind Attac,
Bahn von unten, BUND, Bürgerbahn statt Börsenbahn, Eurosolar, Grüne
Jugend, Grüne Liga, IG Metall, Jusos in der SPD, Linksjugend Solid,
NaturFreunde Deutschlands, ROBIN WOOD, Umkehr, VCD Brandenburg und Verdi.
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