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No Green Money
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DWS draws conclusions: Forest and Timber Certificates changed after criticism by ROBIN WOOD
Frankfurt / Hamburg, den 6.12.07
Kein grünes Geld
DWS zieht Konsequenzen: Forst- und Holzzertifikat nach Kritik von ROBIN WOOD geändert
Die DWS Investment, eine hundertprozentige Tochter der Deutschen
Bank-Gruppe, hat nach Kritik der Umweltorganisation ROBIN WOOD die
Zusammensetzung ihres "DWS Go Global Forest and Timber TR Index
Zertifikats" geändert. Die wegen ihrer Raubbaupraktiken stark in der
Kritik stehenden Konzerne Aracruz Celulose und Gunns hat DWS aus dem
Index gestrichen, nachdem ROBIN WOOD die Investmentgesellschaft dazu
aufgefordert hatte. Auf Basis dieses Indexes hatte DWS im Oktober dieses
Jahres das "DWS Go Global Forest and Timber TR Index Zertifikat"
aufgelegt.
Der zugrunde gelegte Index beinhaltet "Unternehmen, die Wald besitzen und
diesen bewirtschaften". Im ursprünglich veröffentlichten Verkaufsprospekt
für das Zertifikat hieß es: "Der Großteil der ausgewählten Unternehmen
wurde durch die international gültigen Gütezeichen für nachhaltige
Forstwirtschaft FSC (Forest Stewardship Council) oder SFI (Sustainable
Forestry Initiative) zertifiziert. Diese Zertifikate werden an Unternehmen
verliehen, die sozial, ökologisch und ökonomisch nachhaltige
Forstwirtschaft betreiben. Vor dem Hintergrund der globalen Erwärmung ist
die Bedeutung einer effektiven und nachhaltigen Wald- und Forstwirtschaft
wichtiger denn je."
Bei einigen der im Index gelisteten Unternehmen ist ganz offensichtlich
und aktuell das Gegenteil der Fall. Dies stellte ROBIN WOOD im November in
einem Schreiben an DWS klar und forderte die Investment-Gesellschaft auf,
besonders problematische Unternehmen sofort aus dem Index zu streichen.
Dies betraf Aracruz Celulose aus Brasilien, das in zahlreiche
Landrechts-Konflikte verwickelt ist, wie auch den australischen Konzern
Gunns, der in Tasmanien großflächig Urwald zerstört und dort ganze
Landstriche für ein neues Zellstoffwerk platt machen will.
Der ROBIN WOOD-Forderung ist die DWS nun nachgekommen. Außerdem hat DWS
die oben zitierte Werbe-Passage aus dem Verkaufsprospekt ersatzlos
gestrichen. "Die Entscheidung der DWS, mehrere Raubbau-Konzerne aus dem
Index zu streichen und Kunden nicht mit leeren Ökoversprechen zu ködern,
ist ein Schritt in die richtige Richtung", sagt Peter Gerhardt,
Tropenwaldreferent bei ROBIN WOOD.
Darüber hinaus fordert ROBIN WOOD von Banken und
Investmentgesellschaften, das Geld ihrer KundInnen nur dann in der
Forst- und Holzbranche zu investieren, wenn eine ökologisch
verantwortungsvolle und sozial gerechte Forstwirtschaft betrieben wird.
Dies garantiert aus Sicht vieler Umweltverbände nur der FSC -- wenngleich
mit Einschränkungen. Keine Orientierung bieten die industrienahen
Zertifikate, die unter dem Dach des PEFC zusammen gefasst sind. So sind
z.B. die Konzerne Gunns und Aracruz nach einem vom PEFC anerkannten System
zertifiziert worden und betreiben trotzdem Raubbau. Auch das von der DWS
genannte nordamerikanische SFI-Zertifikat gehört zu den vom PEFC
anerkannten Siegeln.
"Anleger sollten bei vermeintlich grünen Geldanlagen im Holz- und
Forstsektor genau hinschauen", rät Peter Gerhardt. "Die globale
Forstwirtschaft ist in vielen Fällen gekennzeichnet von Raubbau und
Menschenrechtsverletzungen. Arglose Bankkunden können durch ihre
Geldanlage schnell zu Mitfinanzierern internationaler Raubbaukonzerne
werden. Das ist schlecht für die Umwelt und fürs Klima und unter Umständen
auch ein Risiko fürs eigene Geld."
Kontakt:
Peter Gerhardt, Tropenwaldreferent, Tel. 0160 / 96 34 72 27, tropenwald@robinwood.de
Ute Bertrand, Pressesprecherin, Tel. 040-380 892-22, presse@robinwood.de