svensk version:
Trädockupation mot Vattenfalls klimatförstöring
english version:
Tree occupation against clima-killer company Vattenfall
Cottbus/Hamburg, 17. September 2007
Baumbesetzung gegen Klimakillerkonzern Vattenfall
Rund ein Dutzend ROBIN-WOOD-AktivistInnen haben heute früh an mehreren
Stellen Bäume im Lacomaer Teichgebiet bei Cottbus auf unbestimmte Zeit
besetzt. Seit dem 16. September darf Vattenfall mit der Abholzung des
Baumbestandes in diesem Gebiet beginnen, um den Braunkohlabbau
fortzusetzen. ROBIN WOOD fordert den Ausstieg aus der extrem
klimaschädlichen Braunkohleverstromung und den Stopp der Naturzerstörung.
"Wir sind hier, weil wir den Blick der Öffentlichkeit auf das
Zerstörungswerk von Vattenfall in der Lacomaer Teichlandschaft lenken
wollen. Vattenfall will hier ein ökologisches Kleinod in ein gigantisches
Baggerloch verwandeln", sagt Ute Bertrand von ROBIN WOOD. "Jeder
Vattenfall-Kunde sollte nach Lacoma schauen und sich fragen, ob er sein
Geld einem Konzern geben will, der Menschen vertreibt, Natur zerstört und
das Klima ruiniert."
Vattenfall hat damit begonnen, die Lacomaer Teichlandschaft zu
zerstören, um an die darunter liegende Kohle zu gelangen. Diese Kohle will
der schwedische Staatskonzern im nahegelegenen Kraftwerk Jänschwalde
verfeuern, das wegen seiner besonders hohen Kohlendioxid-Emissionen zu den
größten Dreckschleudern in ganz Europa zählt.
Mit Unterstützung der brandenburgischen Landesregierung setzt Vattenfall
voll auf Braunkohle -- obwohl deren Verstromung die klimaschädlichste Form
der Energieerzeugung überhaupt ist. Denn für Vattenfall ist die
Klimakiller-Kohle ein gutes Geschäft. Darum will der Energie-Riese in der
Lausitz noch weitere Dörfer dem Erdboden gleich machen. Dem
brandenburgischen Wirtschaftsministerium liegt eine Braunkohlestudie vor,
wonach der Aufschluss sieben neuer Tagebaue in Brandenburg im Gespräch
ist; 7.800 Menschen würden dafür ihr Zuhause verlieren.
Seit 2003 haben ROBIN WOOD-AktivistInnen auf vielen Ebenen gegen den
Braunkohletagebau und die Abbaggerung der Lacomaer Teiche gekämpft -- sei
es mit Baumbesetzungen vor Ort, Kletteraktionen bei Vattenfall in Berlin
und Stockholm, offenen Briefen an die schwedische Regierung sowie die EU
und gemeinsam mit anderen Umweltorganisationen vor Gericht. "Vattenfall
möchte gerne einen Schlussstrich unter die Auseinandersetzung um Lacoma
ziehen. Das aber wird nicht gelingen. Der Funke des Widerstandes von
Lacoma wird auf andere überspringen, die sich genauso quer stellen und
nicht dem Braunkohlebagger weichen wollen", ist sich Energiereferent Dirk
Seifert sicher. "Vattenfall wird die rücksichtslose Durchsetzung seiner
Profitinteressen teuer zu stehen kommen."
Schon über 100.000 KundInnen hat der Skandalkonzern - der auch wegen der
jüngsten Pannenserie in seinen Atomkraftwerken massiv in der Kritik steht
- in den letzten Monaten verloren. Durch die nun begonnenen Verwüstungen
in der Lausitz dürften weitere dazu kommen.
Kontakt:
Ute Bertrand, Pressesprecherin, Tel. 0171 / 835 95 15, presse@robinwood.de
Dirk Seifert, ROBIN WOOD-Energiereferent, Tel. 040 / 380 892 21, energie@robinwood.de
Daniel Häfner, Freunde von Lacoma, Tel. 0179 / 67 19 016
Weitere Informationen: www.robinwood.de/braunkohle