Göttingen, 6. Juli 2007
ROBIN WOOD unterstützt "Bürgerinitiative Brauweg" in Göttingen im Streit um wertvollen Baumbestand
Auf dem ehemaligen Brauereigelände in Göttingen sind durch den geplanten
Bau eines neues Altenheimes zahlreiche Bäume auf einem der letzten
zusammenhängenden großen Grünflächen im Viertel sowie eine Allee aus alten
Rotbuchen und Kastanien gefährdet. Bei einem Gespräch mit der örtlichen
"Bürgerinitiative Brauweg" am vergangenen Mittwoch sagte der beteiligte
Bauunternehmer Kappe immerhin zu, dass zehn bedrohte Alleebäume stehen
bleiben dürfen. Damit ist der Konflikt um das Brauhausgelände jedoch noch
nicht beigelegt, wesentliche Forderungen der Bürgerinitiative und von
ROBIN WOOD nach dem Erhalt der weitläufigen Grünflächen und einer
milieugerechten Bebauung bleiben noch offen.
Die Fällung der Bäume hatte die Stadt Göttingen zuvor unter Verweis auf
die örtliche Baum"schutz"satzung genehmigt. Die Investmentfirma
Semmelhaack will für das geplante Altenheim - bis auf ein historisches
Haus - alle alten Gebäude auf dem Brauhausgelände abreißen lassen. Obwohl
noch kein Bebauungsplan für das Areal vorlag, hat die Stadt durch die
Vorabgenehmigung eines großen Teilstückes bereits Tatsachen geschaffen.
Diese nicht transparente Vergabe des Grundstücks nahm den AnwohnerInnen
jede Möglichkeit der Einflussnahme.
"In anderen Städten würden diese Bäume durch Baumschutzsatzungen oder
durch Aufnahme in Bebauungspläne geschützt", sagt Sandro Knauß von ROBIN
WOOD in Göttingen. "Die Göttinger Verwaltung jedoch kannte diese Allee bis
vor kurzem noch nicht einmal."
ROBIN WOOD fordert die Stadt Göttingen auf, endlich einen Bebauungsplan zu
erstellen und darin die Bäume zu schützen. Dadurch würden die
AnwohnerInnen in Zukunft auch rechtzeitig in Bauplanungen einbezogen, und
der typische Charakter des Stadtteils bliebe langfristig erhalten.
Außerdem müsse die Stadt Sorge dafür tragen, dass andere Bauprojekte nicht
auch an der Bevölkerung vorbei geplant und genehmigt würden.
Die Bürgerinitiative genießt die volle Unterstützung ROBIN WOODs bei
ihrem Kampf dafür, dass sämtliche Bäume, die Grünflächen und die beiden
historischen Backsteingebäude auf dem Gelände erhalten bleiben. ROBIN WOOD
wird das weitere Geschehen genau beobachten, um gegebenenfalls die
Forderungen der BI mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen zu unterstützen.
Kontakt:
Für ROBIN WOOD: Sandro Knauß, Tel. 040 / 380 892 0
Für die BI Brauweg: Lelia Strysewske, Tel. 0551 / 48 96 068, lelia@strysewske.de
Ute Bertrand, ROBIN WOOD Pressesprecherin, Tel. 040 / 380 892 22, presse@robinwood.de