30. Mai 2007
PRESSEMITTEILUNG des Bremer Bündnisses für Klimaschutz
Gemeinsam gegen swb-Kohlekraftwerk in Bremen!
Klimaschutzbündnis startet Kampagne
Die Bremer Umweltorganisationen haben sich zu einem "Bündnis für
Klimaschutz" zusammengetan, um mit einer gemeinsamen Kampagne gegen den
Neubau eines Kohlekraftwerkes in Bremen-Mittelsbüren vorzugehen. Auf ihrer
heutigen Pressekonferenz in der Hansestadt erläuterten sie, wie sie mit
Infomaterialien, Aktionen auf Märkten und Ökostrom-Partys Bevölkerung und
Politik davon überzeugen wollen, das Klimakiller-Projekt zu kippen.
Das von der swb geplante Kohlekraftwerk würde Menschen, Umwelt und Klima
unverantwortlich belasten. Zusätzliche fünf Millionen Tonnen Kohlendioxid
jährlich und ungenutzte Abwärme, mit der ganz Bremen geheizt werden könnte
- das wäre die Negativbilanz dieses Kraftwerkes, kritisiert das "Bremer
Bündnis für Klimaschutz".
Die Investition von knapp einer Milliarde Euro in das Werk würde nicht der
Versorgung der bremischen Bevölkerung dienen, sondern den Einstieg der swb
als Stromhändler in den überregionalen Markt ermöglichen. Peter Willers
von der Aktionskonferenz Nordsee: "Geld kann man aber nur einmal ausgeben.
Die so fehlinvestierten Mittel sowie die Laufzeit des Werkes von 30 bis 40
Jahren würden den unzeitgemäßen energiepolitischen Weg Bremens zurück ins
Stein(kohle)zeitalter auf Jahre zementieren und allen Bemühungen um die
Verhinderung einer Klimakatastrophe Hohn sprechen. Die Parole muss lauten:
Bremen zuerst und Energiewende jetzt!"
Ein Umstieg in die Nutzung erneuerbarer Energien und intelligenter
Techniken anstelle von Kohlestrom sei zu schaffen, erläuterten Klaus
Prietzel vom BUND und Wolfgang Gärtner von Greenpeace. "Wir müssen
Bremen stark machen in erneuerbaren Energien", so Prietzel. "Wir
erwarten vom zukünftigen Senat ein deutlich verbessertes
Landesenergieprogramm. Das bremische Energiegesetz kann dafür durchaus
eine Grundlage sein."
"Von SPD und Grünen erwarten wir, dass sie sich im kommenden
Koalitionsvertrag eindeutig gegen das Kohlekraftwerk aussprechen und
alle politischen, rechtlichen und administrativen Maßnahmen zu seiner
Verhinderung ergreifen", sagte Sönke Hofmann vom NABU.
Auch die bremische Bevölkerung kann und sollte das Ihrige tun, um die swb
von ihrem Vorhaben abzubringen. Werner Behrendt von ROBIN WOOD: "Zeigen
wir unsere Verbrauchermacht und der swb den Rücken. Steigen wir auf
Anbieter von Ökostrom um, das ist ein ganz einfacher Schritt." Und er
ergänzte: "Wer nicht hören will, muss eben fühlen." Zwei Gespräche mit dem
swb-Vorstandsvorsitzenden Schoeber waren ergebnislos geblieben.
Zum Bremer Bündnis für Klimaschutz gehören: Aktionskonferenz Nordsee
(AKN), Bremer Forum für Wohn- und Lebensqualität, Bremer
Erzeuger-Verbraucher-Genossenschaft, Bund für Umwelt- und Naturschutz
(BUND) e.V. Landesverband Bremen, Greenpeace - Gruppe Bremen,
Naturschutzbund Bremen (NABU) und ROBIN WOOD.
Für Rückfragen:
Peter Willers, AKN, Tel. 0421/ 24 26 88
Ute Bertrand, Pressesprecherin ROBIN WOOD, Tel. 040 / 380 892 22, presse@robinwood.de