Pressemitteilung des Bündnisses "Bahn für Alle", Frankfurt am Main, 23. Februar 2007
17./18. März in Berlin: Tagung zur Zukunft einer Bahn in öffentlicher Hand
Premiere des Films "Bahn unterm Hammer"
Die Bahn ist keine Ware - unter diesem Titel beschäftigen sich
Experten und Aktivisten des Bündnisses Bahn für Alle vom 17. bis
18. März in Berlin mit Folgen der geplanten Bahnprivatisierung
und Alternativen dazu. Erwartet werden zu der Tagung etwa 150
Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland. Am Abend
des Samstag, 17. März, wird der Dokumentarfilm "Bahn unterm
Hammer" uraufgeführt. An der anschließenden Diskussion nehmen
unter anderem Franz Bsirske (Vorsitzender der Gewerkschaft
Verdi), Lucas Zeise (Financial Times Deutschland), der SPD-
Bundestagsabgeordnete und Träger des alternativen Nobelpreises
Hermann Scheer sowie die Filmautorin Leslie Franke teil.
Die Tagung "Die Bahn ist keine Ware" wird sich in drei
Schwerpunkten mit Alternativen zum Börsengang der Bahn,
Globalisierung, Transport und Privatisierungen sowie der
weiteren Arbeit der Kampagne gegen die Bahnprivatisierung
beschäftigen. Vorträge wechseln sich mit Arbeitsgruppen ab. Als
Referenten kommen unter anderem der Bundestagsabgeordnete
Hermann Scheer, Professor Dr. Heiner Monheim, die Bahn-
Betriebsrätin Brigitte Siegmundt, Professor Dipl.-Ing. Karl-
Dieter Bodack und Dr. Winfried Wolf.
Das Bündnis Bahn für Alle startet mit der Tagung in die nächste
Phase seiner Kampagne für eine bessere Bahn in öffentlicher
Hand. Das Bundesverkehrsministerium soll bis Ende März einen
Gesetzentwurf zur Privatisierung der Deutschen Bahn AG vorlegen.
"Bisher bekannt gewordene Entwürfe zeigen, dass die Bahn
faktisch als gesamter Konzern privatisiert werden soll und der
Bund dabei den Einfluss auf das Schienennetz verliert, aber
weiterhin Milliardenbeträge bereitstellen muss", sagte Carl
Waßmut von der Vorbereitungsgruppe der Tagung. "In den
vergangenen Tagen ist durch mehrere Zeitungsmeldungen erneut
deutlich geworden, wie die Deutsche Bahn AG bereits auf den
Verkauf getrimmt wird: Die Trassenpreise für Konkurrenten werden
erhöht, Bahnhofsgebäude werden verkauft und an Investitionen in
das Netz wird gespart, um einen möglichst hohen Gewinn ausweisen
zu können."
Der 60-minütige Dokumentarfilm "Bahn unterm Hammer" zeigt die
zwei Gesichter der Bahn - glitzernde Bahnhofswelten mit Erste-
Klasse-Service einerseits, verfallene Gleisanlagen und
überfüllte Züge andererseits. Prominente Befürworter des
Bahnbörsengangs und Bahnexperten mit ihrer Gegenposition kommen
zu Wort.
Die Tagung findet in Berlin-Mitte im Haus Ungarn, Karl-
Liebknecht-Str. 9, statt. Sie beginnt am Samstag, 17. März, um
12 Uhr und endet am Sonntag gegen 15.30 Uhr.
Das Bündnis "Bahn für Alle" wird getragen von Attac, Bahn von
unten, BUND, Bürgerbahn statt Börsenbahn, Eurosolar, Grüne
Jugend, NaturFreunde Deutschlands, ROBIN WOOD, Umkehr, VCD
Brandenburg sowie Verdi und setzt sich ein für eine verbesserte
Bahn in öffentlicher Hand.
Weitere Informationen zur Tagung im Internet unter:
http://www.bahn-fuer-alle.de/tagung
http://www.bahn-ist-keine-ware.de
Kontakt:
Winfried Wolf (Attac)
Vorbereitungsgruppe: Carl Waßmuth
Jürgen Mumme, ROBIN WOOD, 040 / 380 892 0, bahn@robinwood.de
Ute Bertrand, ROBIN WOOD-Pressesprecherin, 040 / 380 892 22, presse@robinwood.de