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Svensk statligt ägd koncern förhindrar klimatskydd i Tyskland - Endast om Lacomas våtmarker bevaras kan Brandenburg nå sitt mål för klimatskydd

GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG VON BUND, GRÜNE LIGA UND ROBIN WOOD

9. November 2006

Redaktionen: Aktuelles / Politik

Schwedischer Staatskonzern verhindert Klimaschutz in Deutschland

Nur bei Erhalt der Lacomaer Teiche kann Brandenburg sein Klimaschutzziel erreichen

Anlässlich der Weltklimakonferenz in Nairobi weisen die Umweltorganisationen ROBIN WOOD, GRÜNE LIGA und BUND darauf hin, dass das Land Brandenburg seine Klimaschutzziele verfehlen wird, wenn der Energiekonzern Vattenfall seinen Braunkohletagebau in der Lausitz weiter ausbaut.

"Derzeit versucht Vattenfall, die Zerstörung der ökologisch wertvollen Teichlandschaft von Lacoma für den Braunkohletagebau durchzusetzen. Doch durch die Verstromung dieser Kohle würde die Erreichung der brandenburger Klimaschutzziele in den kommenden Jahren unmöglich gemacht", sagt René Schuster von der GRÜNEN LIGA.

"Wir fordern die brandenburgische Landesregierung auf, hier ganz konkret ein Signal für mehr Klimaschutz zu setzen und die Pläne zur Abbaggerung der Teichlandschaft nicht zu genehmigen", so Bettina Dannheim, Energiereferentin bei ROBIN WOOD. "Wir erwarten auch von der schwedischen Regierung, dass sie darauf Einfluss nimmt, wie ihr eigener Staatskonzern sich zum Klimaschutz in Deutschland verhält."

Die brandenburgische Landesregierung musste kürzlich bekannt geben, dass sie ihr Ziel, die energiebedingten Kohlendioxid-Emissionen bis 2010 auf 53 Millionen Tonnen jährlich zu beschränken, derzeit noch etwa um ein Fünftel verfehlt. Aktuell werden 61 Millionen Tonnen pro Jahr freigesetzt. Ursache ist die steigende Produktion von Braunkohlestrom in Vattenfall-Kraftwerken; dieser wird zu 50 Prozent in andere Bundesländer oder ins europäische Ausland exportiert.

Das Vattenfall-Kraftwerk Jänschwalde, in dem auch die Kohle aus Lacoma verstromt werden soll, gehört zu den fünf größten Klimasündern Europas und hat einen niedrigen technischen Wirkungsgrad von maximal 36 Prozent.

Die Teichlandschaft könnte erhalten und der Kohlendioxid-Ausstoß verringert werden, wenn das Kraftwerk geringer ausgelastet würde. Vattenfall könnte das Kraftwerk auch dann weiterhin wirtschaftlich betreiben, eine teilweise Stilllegung wäre nicht erforderlich. Damit wäre ein wichtiger erster Schritt zum notwendigen klima- und sozialverträglichen Umbau der brandenburger Energiewirtschaft getan, und Brandenburg käme seinem Klimaschutzziel für 2010 deutlich näher.


Kontakt:
René Schuster, Grüne Liga Brandenburg, Tel. 0355 / 86 04 84
Axel Kruschat, BUND Brandenburg, Tel. 0331 / 23 700 141
Bettina Dannheim, Energiereferentin ROBIN WOOD, 040 / 380 892 21, energie@robinwood.de
Ute Bertrand, ROBIN WOOD-Pressesprecherin, 040 / 380 892 22, presse@robinwood.de


www.robinwood.de/braunkohle

 

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