Hof und Hamburg, 27. Oktober 2006
Redaktion: Aktuelles / Kultur
ROBIN WOOD fordert endgültiges Aus für Bahnprivatisierung
Umweltschützer werben bei Internationalen Hofer Filmtagen für eine kundenfreundliche Bahn in öffentlicher Hand
ROBIN WOOD-AktivistInnen werden morgen das Rampenlicht der 40.
Internationalen Hofer Filmtage nutzen, um gegen den geplanten Börsengang
der Deutschen Bahn zu demonstrieren. Auf dem Hofer Filmfestival hat u.a.
der Film "The Big Sellout" des Regisseurs Florian Opitz Premiere, der die
negativen Auswirkungen der Bahnprivatisierung in England zum Thema hat.
ROBIN WOOD-AktivistInnen werden das Festival-Publikum mit großen Bannern
gegen den Ausverkauf der Deutschen Bahn begrüßen, Faltblätter in Form von
Reiseplänen verteilen und Unterschriften gegen den avisierten Börsengang
sammeln.
Gestern scheiterten zwar die Gespräche über die Bahnprivatisierung im
Lenkungsausschuss des Deutschen Bundestages, vom Tisch ist das Projekt
aber nicht. ROBIN WOOD lehnt eine Privatisierung der Deutschen Bahn ab,
weil sie Streckenstilllegungen, abnehmenden Schienenverkehr,
Sicherheitsmängel und Entlassungen zur Folge haben würde.
Dass der Börsengang der Bahn nicht so schnell wie geplant durchgezogen
wird, wertet ROBIN WOOD als Erfolg der Kampagne "Bahn für Alle", in der
sich ROBIN WOOD gemeinsam mit vielen anderen Organisationen engagiert.
"Wir fordern die Politiker auf, das Privatisierungsvorhaben endgültig zu
beenden und sich stattdessen auf die Verbesserung der Bahn in öffentlichem
Besitz zu konzentrieren", sagt Jürgen Mumme, Verkehrsreferent bei ROBIN
WOOD. "Das Vorbild für eine kundenfreundliche und effiziente Bahn in
öffentlicher Hand ist in der Schweiz zu finden."
ROBIN WOOD fordert zudem den DB-Konzern auf, branchenfremde Teile wie
Logistikunternehmen und Speditionen wieder zu verkaufen. Dadurch käme mehr
Geld in die Kasse als durch einen Börsengang.
Das Bündnis "Bahn für Alle" wird getragen von Attac, ROBIN WOOD, BUND,
"Bürgerbahn statt Börsenbahn", "Bahn von unten", UMKEHR, den Naturfreunden
Deutschlands sowie dem VCD Brandenburg und setzt sich ein für eine
verbesserte Bahn in öffentlicher Hand.
Kontakt:
Jürgen Mumme, Verkehrsreferent, 040 / 380 892 12, verkehr@robinwood.de
Ute Bertrand, Pressesprecherin, 040 / 380 892 22, presse@robinwood.de
Fotos der Aktion: