Pressemitteilung

Pressemitteilung   Bundesgeschäftsstelle
Langemarckstr. 210
28199 Bremen

Tel.: 0421 / 598 28 8
Fax.: 0421 / 598 28 72

Pressestelle
Nernstweg 32
22765 Hamburg

Tel.: 040 / 380 892 0
Fax.: 040 / 380 892 14

Pressemitteilung  

Berlin, 1. Juni 2006

+ + + PRESSEMITTEILUNG der Kampagne "Bahn für alle", getragen von
Attac, BUND, ROBIN WOOD, Bürgerbahn statt Börsenwahn und der Initiative "Bahn von unten" + + +

Kampagne "Bahn für alle" fordert selbstbewusste Verkehrspolitik für Mensch und Umwelt

BUND schließt sich Bündnis gegen die geplante Bahn-Privatisierung an

"Der Bundestag verhandelt über den Ausverkauf der Bahn und riskiert schwerwiegende Nachteile für Beschäftigte, Reisende und die Umwelt", kritisierte Hendrik Auhagen von Attac. Anlässlich der zweiten Anhörung vor dem Bundestags-Verkehrsausschuss zur diskutierten Kapitalprivatisierung der Bahn stellte heute die Kampagne "Bahn für Alle" in Berlin ihre Ziele vor.

Die Umweltverbände BUND und ROBIN WOOD, die GlobalisierungskritikerInnen von Attac sowie die BahnexpertInnen von "Bürgerbahn statt Börsenbahn" und "Bahn von unten" streiten gemeinsam für eine kundIinnenfreundliche Bahn in öffentlichem Eigentum.

"Die Sparkommissare in der Regierung und in der Bahn sind dabei, eine umweltverträgliche Verkehrspolitik zu verhindern. Eine eindimensionale Orientierung auf Börsengang oder andere Formen der Kapitalprivatisierung verhindert die Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene. Hier soll Geld in die Kassen gespült werden zu Lasten der Umwelt, der Kunden und der ländlichen Regionen, die dann vom Netz abgehängt werden", kritisiert Werner Reh, Verkehrsreferent des BUND.

"Die Bahn ist noch immer die umweltschonendste Alternative für Personen- und Lastverkehr", sagt Jürgen Mumme von ROBIN WOOD. "Wir brauchen eine Verlagerung des Verkehrs - runter von der Straße, rauf auf die Schiene! Private Investoren werden sich aber noch stärker von der Schiene weg orientieren. Der Verkauf oder die Zerschlagung des Bahnkonzerns wird deshalb auf Kosten der Umwelt gehen."

Winfried Wolf von der Expertengruppe "Bürgerbahn statt Börsenbahn" ist selbst als Sachverständiger zur Anhörung geladen und bedauert: "Die Politik ist weit davon entfernt, alle möglichen Entwicklungen für eine zukunftsfähige Bahn in Erwägung zu ziehen. Eine Bahn für alle in öffentlichem Eigentum kann, wie die Schweizer Bahn es beweist, hervorragenden Service, gute Arbeitsbedingungen und saubere Geschäftszahlen verbinden."

"Die Kampagne 'Bahn für alle' geht in den nächsten Monaten auf die Straßen und an die Bahnhöfe. Mit Informationen für Reisende, Solidarität mit den Beschäftigten, mit Expertise und kreativem Protest fordern wir echte Alternativen zum Ausverkauf ein", schließt Auhagen.


Kontakt:
Hendrick Auhagen, Attac
Werner Reh, BUND
Winfried Wolf, Bürgerbahn statt Börsenbahn
Hans-Gerd Öfinger, Bahn von unten
Jürgen Mumme, ROBIN WOOD, 040 / 380 892 12, verkehr@robinwood.de

 

Pressemitteilung

©ROBIN WOOD      - home -