12. August 05
Redaktion: Aktuelles/Umwelt
ROBIN WOOD-Floß am Ziel
Nach fünfwöchiger Tour für Klimaschutz erreicht die ROBINA WALD II Duisburg
Die Klimaschutz-Tour von ROBIN WOOD ist heute zu Ende gegangen. Das etwa
sechs Tonnen schwere Holzfloß wurde am Morgen in der Meidricher
Schiffswerft im Duisburger Hafen mit einem Kran aus dem Wasser gehoben.
AktivistInnen von ROBIN WOOD hatten das Floß aus Fichtenstämmen, die aus
einem ökologisch bewirtschafteten Wald stammen, selbst gebaut. Am 10. Juli
waren sie damit in Saarbrücken gestartet, um nach 473 Kilometern auf Saar,
Mosel und Rhein in Duisburg einzulaufen. Weitere wichtige Stationen waren
Trier, Koblenz, Bonn, Köln und Düsseldorf. Ziel der Tour war es, Menschen
über Ursachen und Gefahren des Klimawandels zu informieren und Tipps zu
geben, was sie selbst für den Klimaschutz tun können.
Unterwegs haben Tausende das Floß gesehen. Funk, Fernsehen und Zeitungen
haben über die Tour und das Anliegen der UmweltschützerInnen berichtet.
Viele Menschen sind neugierig geworden, kamen an Bord und haben mit der
Floß-Crew über den Klimaschutz diskutiert.
"Bei Kindern kam das Floß besonders gut an", erzählt Hanna Poddig, ROBIN
WOOD-Aktivistin, die auf der gesamten Strecke dabei war. "Sie wollten
genau wissen, wie alles an Bord funktioniert und waren ganz ernsthaft bei
der Sache, wenn wir erzählt haben, warum wir unterwegs sind." Viele
krochen in das Modell-Treibhaus, das die FlößerInnen bei ihren
Aufenthalten an Land aufbauten. In diesem kleinen transparenten Zelt, in
dem eine aufblasbare Weltkugel hing, konnten die Kinder am eigenen Leib
spüren, wie sich die Luft drinnen aufheizte, sobald die Sonne schien.
Das drei mal elf Meter große Floß war während der Tour ein schwimmendes
Zuhause mit Schlafplatz, Küche und mobilem Büro für die rund zwölfköpfige
Crew. Mitgefahren sind ROBIN WOOD-Aktive aus dem gesamten Bundesgebiet im
Alter zwischen 15 und 45 Jahren. Vor Ort wurden auch Transparente gemalt
und die Kletteraktion vorbereitet, mit der die UmweltschützerInnen an
der Hohenzollern-brücke in Köln gegen den Klimakiller Flugverkehr
protestierten.
Die diesjährige Tour war bereits die sechste - und sicherlich nicht die
letzte. Die ROBINA WALD II, die für diese Tour extra neu gebaut wurde,
nachdem das Vorgängerfloß morsch geworden war, hat ihre Jungfernfahrt gut
überstanden. Sie liegt nun bereit, um im nächsten Sommer erneut auf große
Fahrt zu gehen.
Für Rückfragen können Sie sich jederzeit gern an uns wenden:
Ute Bertrand, ROBIN WOOD-Pressesprecherin, 040 / 380 892 22, presse@robinwood.de
Fotos, ein digitales Logbuch und weitere Infos unter: http://www.flosstour.de