Pressemitteilung

Pressemitteilung   Bundesgeschäftsstelle
Langemarckstr. 210
28199 Bremen

Tel.: 0421 / 598 28 8
Fax.: 0421 / 598 28 72

Pressestelle
Nernstweg 32
22765 Hamburg

Tel.: 040 / 380 892 0
Fax.: 040 / 380 892 14

Pressemitteilung  

Hamburg, 21. März 2005

Redaktionen: Wirtschaft/Umwelt

Dunkle Geschäfte mit Gartenmöbeln aus Tropenholz

ROBIN WOOD kritisiert leere Öko-Versprechen des Handels und empfiehlt Gartenmöbel aus heimischen Hölzern

Die Umweltschutzorganisation ROBIN WOOD warnt vor dem Kauf von Tropenholz-Garten­mö­beln. Denn das Holz dafür stammt überwiegend aus südostasiatischen Ländern wie Burma, Kambodscha und Indonesien, wo in rasantem Tempo tropische Wälder zerstört wer­den. Eine staatliche Kontrolle des Holzeinschlags funktioniert dort nicht. Große Holzmengen werden durch illegalen Einschlag gewonnen und in den Markt geschleust. Unab­hängige Informatio­nen über die Herkunft von Tropenholz-Möbeln gibt es auf der ROBIN WOOD-Homepage.

Zu Frühjahrsbeginn sind die LädenwiedervollmitGartenmöbeln.Stichproben von ROBIN WOOD haben ergeben, dass darunter viele Tropenholz-Produkte unklarer Herkunft sind und zum Teil mit leeren Öko-Versprechen angepriesen werden.

So wirbt der Handelsriese WAL-MART für seine in Vietnam gefertigte Gartenmöbelgarnitur aus der Holzart Red Balau mit dem Hinweis: "Aus nachweislich kontrollierter Forstwirtschaft!". Als ROBIN WOOD um Belege dafür bat, schickte der Lieferant von WAL-MART eine Woche später per Email eine Sammlung staatlicher Dokumente auf Vietnamesisch. Daraus geht jedoch nicht hervor, ob die Dokumente sich auf die Möbel beziehen, die WAL-MART zur Zeit anbietet.

Auch Karstadt macht fortgesetzt Geschäfte mit Tropenholzmöbeln ohne glaubwürdiges Zertifikat. Verkauft werden indonesische Teakholz-Möbel mit einem so genannten "Teak-Pass" samt "Garan­tie"-Erklärung. Darin heißt es: "Die Plantagen stehen unter strikter staatlicher Aufsicht und Kontrolle. Umfangreiche und kluge Aufforstungsprogramme sichern die Teakholzbestände für Generationen." Tatsache ist jedoch, dass in den Teakplantagen in Indonesien wesentlich mehr Bäume eingeschla­gen, als nachgepflanzt werden. Außerdem wehrt sich die lokale Bevölkerung gegen die Plantagen, weil das Land für den Anbau von Nahrungsmitteln verloren geht.

Für wie dumm Handelsunternehmen ihre KundInnen verkaufen wollen, belegt das Vorgehen der Lifestyle-Kette Butlers. Butlers verkauft Klappmöbel aus dem Tropenholz Nyatoh. Es stammt vor allem aus Indonesien, wo - nach heutigen Angaben von Bundesumweltminister Trittin - der illegale Holzeinschlag 73 Prozent beträgt. ROBIN WOOD bat um einen Herkunftsnachweis für die Nyatoh-Möbel. Die Firma faxte daraufhin ein Dokument aus dem Jahr 2002, das sich auf eine Lieferung anderer Holzarten, nämlich Keruing und Bangkirai, bezieht.

ROBIN WOOD empfiehlt VerbraucherInnen Gartenmöbel aus heimischen Hölzern - möglichst mit FSC-Zertifikat (Forest Stewardship Council). Hölzer wie Lärche oder Robinie eignen sich gut für die Anwen­dung im Außenbereich und machen die Verwendung von Tropenholz überflüssig.


Für Rückfragen können Sie sich gern jederzeit an uns wenden:
Peter Gerhardt, Tropenwaldreferent, Tel. 040 / 380 892 18, tropenwald@robinwood.de
Ute Bertrand, ROBIN WOOD-Pressesprecherin, 040 / 380 892 22, presse@robinwood.de


Unabhängige Informationen über die Herkunft von Tropenholz-Möbeln.
 

Pressemitteilung

©ROBIN WOOD      - home -