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Hamburg, 15. Februar 2005

Redaktion: Aktuelles/Umwelt/Wirtschaft

Atomausbau beschlossene Sache

ROBIN WOOD verurteilt die gestrige Entscheidung des Nordrhein-Westfälischen Energieministers Axel Horstmann zur Erweiterung der Urananreicherungsanlage in Gronau.

Gegen den Ausbau der einzigen deutschen Urananreicherungsanlage hatten im Jahr 2003 mehr als 7.000 Menschen Einspruch erhoben. Weitere 600 Personen beteiligten sich an einem online-Protest von ROBIN WOOD und forderten Energieminister Horstmann auf, die Expansionspläne der Betreiberfirma Urenco nicht zu genehmigen.

"Schon während des mehrtägigen Erörterungstermins im Juli 2003 war klar geworden, dass die Genehmigungsbehörde unter Minister Horstmann dem Antrag der Firma Urenco keine Steine in den Weg legen wollte," erklärt Bettina Dannheim, Energiereferentin von ROBIN WOOD. "Nur so ist zu erklären, warum die zahlreichen fachlichen Argumente gegen die Erweiterung der Anlage allesamt abgebügelt wurden. Mit seiner Entscheidung hat sich Energieminister Axel Horstmann ganz offiziell vom Atomausstieg verabschiedet."

Zur Zeit reicht die Kapazität der Atomfabrik aus, um 14 Atomkraftwerke mit Uran zu versorgen. Nach der jetzt erteilten Ausbau-Genehmigung können aus Gronau zirka 35 Atommeiler auf der ganzen Welt mit dem notwendigen Brennstoff versorgt werden.

Durch den Ausbau der Atomanlage wird sich auch die Zahl der gefährlichen Urantransporte durch das Bundesgebiet und durch benachbarte Länder drastisch erhöhen. Allein durch die Gronauer Innenstadt könnten pro Jahr künftig bis zu 2.770 LKWs oder 840 Bahnwaggons beladen mit hochgiftigem und strahlendem Uran rollen. Vor diesem Hintergrund sind die Proteste der Nordrhein-Westfälischen Landesregierung gegen den angekündigten CASTOR-Transport aus dem sächsischen Rossendorf ins Zwischenlager Ahaus mehr als unglaubwürdig.

ROBIN WOOD tritt auch weiterhin für den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie ein und wird auch weiterhin mit Worten und Taten gegen den Betrieb der Urananreicherungsanlage in Gronau streiten.


Für Rückfragen können Sie sich jederzeit gern an uns wenden:
Bettina Dannheim, Energiereferentin, Tel. 040 / 380 892 21, energie@robinwood.de
Ute Bertrand, Pressesprecherin, 040 / 380 892 22, presse@robinwood.de

 

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