Frankfurt, 27. Januar 05
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Redaktionen: Wirtschaft/Umwelt
Papierkonzern vernichtet Tropenwälder Asiens
ROBIN WOOD-Protest bei der Messe PAPERWORLD in Frankfurt
ROBIN WOOD hat heute anlässlich der weltweit größten Büro-Fachmesse
PAPERWORLD in Frankfurt an Handel und VerbraucherInnen appelliert, auf
Papier aus Raubbau am Regenwald zu verzichten. Besonders scharf
kritisierte die Umweltorganisation den Zellstoff-Konzern Asia Pulp & Paper
(APP), der auf der Messe einen Stand hat. Der Konzern mit Sitz in Singapur
zerstört allein auf Sumatra etwa 15 Fußballfelder Regenwald pro Stunde, um
daraus Zellstoff für Papier zu gewinnen. In einem gemeinsamen Aufruf mit
Umweltorganisationen aus Südasien fordert ROBIN WOOD Regierungen, Banken
und Handel auf, mit APP keine Geschäfte mehr zu machen. Vor den Toren der
Messe machten ROBIN WOOD-AktivistInnen heute mit Foto-Plakaten,
Flugblättern und einem Transparent mit dem Slogan "Papierkonzerne schlagen
Sumatra kahl" auf ihr Anliegen aufmerksam.
In ihrem Aufruf listen die Umweltorganisationen eine ganze Reihe von
Skandalen auf, für die APP verantwortlich ist: So vernichtet APP -
entgegen eigenen Versprechen - noch immer in großem Stil tropische Wälder
in Südasien. Allein auf Sumatra hat APP rund 300.000 Hektar Regenwald
zerstört. Bis heute kann der Konzern, der in einen der größten
Finanzskandale Asiens verstrickt ist, nicht garantieren, dass kein illegal
geschlagenes Holz für die Papierproduktion verwendet wird. In der Provinz
Yunnan im Süden Chinas hat APP unter Missachtung der Gesetze mehrere
Zehntausend Hektar artenreiche Wälder zerstört, um Eukalyptus-Monokulturen
anzulegen. In Kambodscha ist eine Schwesterfirma von APP namens "Green
Elite" sogar in den Nationalpark Botum Sakor eingedrungen und hat dort
Hunderte Hektar Mangrovenwald abgeholzt.
"APP hat sich international diskreditiert", sagt Jens Wieting,
Tropenwaldexperte von ROBIN WOOD. "Handel, Regierungen und Finanzwelt
sollten alle Handelsbeziehungen zu APP abbrechen, bis das illegale Treiben
ein Ende hat und das Unternehmen für seine Taten zur Rechenschaft gezogen
worden ist!"
ROBIN WOOD hat im Zuge seiner Papier-Kampagne bereits Karstadt, Deutsche
Post und die Metro Group überzeugt, Papier von Konzernen, die den
Regenwald Sumatras zerstören, aus dem Sortiment zu nehmen.
Die Alternative zu Waldvernichtung und Papierverschwendung ist einfach:
Papier sparen und mehr Recyclingpapier verwenden. Recyclingpapier schont
die Wälder, erfordert weniger Energie und Wasser bei der Herstellung als
Frischfaserpapier und erfüllt alle Qualitätsanforderungen für den Einsatz
in Druckern und Kopierern.
Für Rückfragen:
Jens Wieting und Peter Gerhardt, Tropenwaldreferenten, Tel. 040 / 380 892 15, tropenwald@robinwood.de
Ute Bertrand, ROBIN WOOD-Pressesprecherin, 040 / 380 892 22, presse@robinwood.de
Den Aufruf gegen APP sowie weitere Infos über die Umweltskandale von APP
und APRIL finden Sie direkt hier,
unter www.robinwood.de/urwaldpapier sowie
appwatch.blogspot.com