Hamburg, 3. Dezember 2003
Redaktionen: Politik/Umwelt
Schwerpunkt-Thema: Wald
Das neue ROBIN WOOD-Magazin bringt spannende Hintergrundberichte, Analysen und nützliche Tipps
"Viel Geld für Mist" titelt das frisch erschienene ROBIN WOOD-Magazin und
befasst sich mit dem Thema Agrarsubventionen. Die EU, so die Kritik des
Autors Reiner Metzger, pumpt Milliardensummen in eine sozial- und
umweltschädliche Intensivproduktion, anstatt verstärkt den Öko-Landbau und
neue Arbeitsplätze durch regionales Wirtschaften zu fördern. Im September
2003 scheiterte die Welthandelskonferenz in Cancun an einer starken
Allianz der Entwicklungsländer, die von EU und USA den Abbau von
Agrarsubventionen forderten. Von diesem "Aufstampfen der Davids" berichtet
Regine Richter von der Umwelt- und Menschenrechtsorganisation urgewald.
Schwerpunkt der Ausgabe ist das Thema Wald. Rudolf Fenner analysiert, dass
die großen Waldbrände in den USA diesen Sommer ausgerechnet deshalb so
verheerend verlaufen sind, weil es in den nordamerikanischen Wäldern zu
selten brennt. Das klingt paradox, lässt sich aber damit erklären, dass
sich abgestorbene, gut brennbare Biomasse in den Wäldern ansammeln kann,
wenn jedes kleine Feuer - auch weitab von besiedelten Gegenden - rigoros
bekämpft wird. Das natürliche Feuerregime des Waldes ist gestört. Die
Folge sind Großbrände, die durch den Menschen kaum noch einzudämmen sind.
Elisabeth Emmert, passionierte Jägerin und Bundesvorsitzende des
Ökologischen Jagdverbandes, kritisiert, dass zu viele Rehe, Hirsche und
anderes Schalenwild in deutschen Wäldern gehegt und hochgepäppelt werden,
nur damit der eilige Freizeitjäger erfolgreich zum Schuss kommt. Ihre
Forderung: "Nicht nur die Waldwirtschaft muss naturnah sein, sondern auch
die Jagdausübung - und naturnah sind in Waldgebieten eben auch geringe
Wilddichten." Außerdem berichtet ROBIN WOOD-Aktivist Werner Behrendt,
welche Erfahrungen er damit gemacht hat, mit Holz anstelle von Öl und Gas
zu heizen. Sie erfahren, warum Sägewerke selbst in Regionen mit reichlich
FSC-Holz dieses zertifizierte Holz boykottieren und weshalb so viele
Kastanienbäume der "kleinen Motte Nimmersatt" zum Opfer fallen.
Schließlich stellen wir Ihnen das Projekt Friedwald vor. Ein Friedwald ist
kein Waldfriedhof, sondern ein natürlich gewachsener Wald, in dem
Urnenbeisetzungen in der Natur möglich sind. Bei einer Führung am 11.
Januar 2004 im Reinhardswald nördlich von Kassel haben LeserInnen des
ROBIN WOOD-Magazins die Möglichkeit, einen Friedwald selbst zu erleben.
Weitere Themen des ROBIN WOOD-Magazins sind u.a.:
- Der Energiemix der Zukunft: Sonne, Wind & Wasser oder doch nur Kohle und
Atom?
- Was die Jugendfeuerwehr mit Umweltschutz zu tun hat
Für Rückfragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung:
Christiane Weitzel, Redakteurin ROBIN WOOD-Magazin, 03332 / 25 20 10, magazin@robinwood.de
Ute Bertrand, ROBIN WOOD, 040 / 380 892 22, presse@robinwood.de
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