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Bonn / Hamburg, den 18. Juni 2003

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Redaktionen: Wirtschaft/Umwelt

Post und McPaper verzichten auf Papier aus Regenwaldzerstörung

Die Deutsche Post AG hat auf Forderungen von ROBIN WOOD mit der Zusage reagiert, keine Papierprodukte aus Regenwaldzerstörung auf der indonesischen Insel Sumatra mehr in den Post- und McPaper-Filialen zu verkaufen. Außerdem sollen Standards für den Papiereinkauf verbindlich festgelegt und Produkte aus Recyclingpapier ins Angebot aufgenommen werden. Das sagte Monika Wulf-Mathies, Direktorin für Politik und Umwelt der Deutschen Post, gestern bei Verhandlungen mit ROBIN WOOD-VertreterInnen in Bonn.

ROBIN WOOD hatte dieses Jahr in den Filialen der Post und ihrer Tochterfirma McPaper Druckerpapier des Herstellers APRIL entdeckt. Der Zellstoff- und Papiergigant APRIL ist maßgeblich verantwortlich für die Vernichtung der letzten natürlichen Wälder auf Sumatra. Laut Wulf-Mathies verkaufen Post und McPaper das Papier der Marke Dunia Mas jetzt nicht mehr.

Bei dem gestrigen Gespräch überreichten die UmweltschützerInnen einen Forderungskatalog. Darin werden u.a. Standards für den Einkauf von Frischfaser-Papier definiert. Sie sehen vor, dass nur solche Produkte ins Sortiment genommen werden, deren Zellstoff nicht aus Urwaldzerstörung - weder in den Tropen, noch in nordischen Regionen - stammt und deren Herkunft dokumentiert ist. Die Deutsche Post werde, so Wulf-Mathies, eine umweltverträgliche Papiereinkaufspolitik einführen und dabei die von ROBIN WOOD vorgetragenen Standards berücksichtigen. Damit steigt der Druck auf den Großhandel weiter, endlich "saubere" Produkte anzubieten. Im vergangenen Jahr hatte bereits Karstadt nach ROBIN WOOD-Protesten den Verkauf von Papier aus Indonesien gestoppt.

"Solche Selbstverpflichtungen sind eine Zwischenlösung. Notwendig ist, dass die Bundesregierung endlich gesetzliche Bestimmungen schafft, die eine Einfuhr von Produkten aus illegalem Holzeinschlag und Urwaldzerstörung unterbinden", erläutert ROBIN WOOD-Tropenwaldreferent Jens Wieting.

Gegenüber ROBIN WOOD sagte Wulf-Mathies außerdem zu, dass Post und McPaper Produkte aus Recyclingpapier ins Angebot aufnehmen und offensiv bewerben werden.

Viel zu verbessern hat die Post auch bei ihrem eigenen Papierkonsum. Laut kürzlich vorgelegter Umweltbilanz verbrauchte der Konzern im Jahr 2001 mehr als 55.000 Tonnen Papier. Davon waren lediglich 40 Prozent Recyclingpapier.


Für Rückfragen können Sie sich gern jederzeit an uns wenden:
Rudolf Fenner,
Wald-Referent, Tel. 040 / 380 892 11, wald@robinwood.de
Jens Wieting,
Tropenwald-Referent, Tel. 040 / 380 892 18, tropenwald@robinwood.de
Ute Bertrand,
Pressesprecherin, Tel. 040 / 380 892 22, presse@robinwood.de


zur Pressemitteilung
ROBIN WOOD-Proteste erfolgreich: Post will Fehler bei der Papierbeschaffung sofort abstellen (22.3.2004)
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