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Hamburg, den 19. März 2003

Redaktionen: Umwelt/Verbraucher

Zum INTERNATIONALEN TAG DES WALDES am 21. März 2003

Im Frühling haben Möbel aus Raubbau-Hölzern Saison

Anlässlich des "Internationalen Tag des Waldes" warnt ROBIN WOOD VerbraucherInnen vor Gartenmöbeln, deren Holz aus Raubbau in den Tropen stammt. Wer gar die vielerorts angebotenen Teakprodukte aus Burma kauft, unterstützt damit obendrein ein menschenverachtendes Militärregime. Die beste Alternative: Produkte aus heimischem Holz ("Holz der kurzen Wege") mit dem Zertifikat des Forest Stewardship Council (FSC). Wer Tropenholz will, sollte in jedem Fall auf dieses Siegel bestehen und damit zeigen, dass er die voranschreitende Zerstörung der Tropenwälder nicht unterstützen will.

Pünktlich zum Frühlingsanfang quellen die Briefkästen über mit Werbung für Gartenmöbel. ROBIN WOOD-Recherchen zeigen: Es werden überwiegend Tropenholzprodukte angeboten; nur ein geringer Teil davon trägt das Zertifikat des FSC. Dies ist das einzige Siegel, das ROBIN WOOD und andere namhafte Umweltverbände derzeit als Garant für umwelt- und sozialverträgliche Forstwirtschaft in den Tropen akzeptieren.

Auf der jüngsten Kölner Gartenmöbelmesse hatte ROBIN WOOD festgestellt, dass verstärkt Teakholzprodukte aus Burma - von der Militärregierung in Myanmar umbenannt - angeboten werden. Die Waldfläche Burmas nimmt stetig ab: Zu Beginn der Militärdiktatur 1988 war noch etwa die Hälfte des südostasiatischen Landes bewaldet, heute ist es nur noch etwa ein Drittel. Um den Profit zu steigern, plündern die Militärs die Waldreserven. Die Einnahmen dienen dazu, die eigene Bevölkerung zu unterdrücken. So setzen die Machthaber Burmas Sklavenkommandos ein. Kein anderes Land hat mehr Kindersoldaten als Burma - nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen mindestens 70.000. Daher unterstützt auch die Anführerin der Opposition und Friedensnobelpreisträgerin, Daw Aung San Suu Kyi, den Boykott von Produkten aus Burma, die den Profit der Militärs steigern.

"Wer beim Kauf von Gartenmöbeln nicht aufpasst, trägt zur Zerstörung des Regenwaldes bei und macht sich im schlimmsten Fall auch an der Ausbeutung und Unterdrückung unschuldiger Menschen mitschuldig", sagt Tropenwaldreferent Jens Wieting von ROBIN WOOD.

Mit ihrer Gartenmöbel-Kampagne engagiert sich die Umweltschutzorganisation ROBIN WOOD seit Jahren für einen verantwortungsvollen Umgang mit Tropenholz. Nach ROBIN WOOD-Protesten verpflichteten sich der Metro-Konzern (mit den Kaufhäusern Real, Kaufhof, Metro C&C, Kaufhalle, Extra und Praktiker), die Baumarktketten Hornbach und Bauhaus sowie der Kaffeeröster Tchibo, keine Tropenholzprodukte ohne FSC-Siegel mehr zu verkaufen. Auch IKEA sagte zu, nur noch dann Teakmöbel zu verkaufen, wenn sie das FSC-Siegel tragen.

Den VerbraucherInnen steht ROBIN WOOD gern mit Rat und Tat zur Seite: Wer unsicher ist, ob Werbeaussagen zu Produkten aus Tropenholz korrekt sind, kann sich an die Tropenwald-ExpertInnen von ROBIN WOOD wenden (Tel. 040 / 380 892 18 oder tropenwald@robinwood.de).


Für Rückfragen können Sie sich jederzeit gern an uns wenden:
Jens Wieting,
Tropenwald-Referent, tropenwald@robinwood.de, Tel. 040 /380 892 18
Ute Bertrand,
Pressesprecherin, presse@robinwood.de, 040 / 380 892 22

 

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