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Hamburg, den 18.03.2003

Redaktion: Aktuelles

Nein zum Krieg gegen Irak!

ROBIN WOOD-AktivistInnen beteiligen sich an Kundgebungen gegen den Irak-Krieg

ROBIN WOOD fordert die deutsche Bundesregierung auf, einen Krieg gegen den Irak in keiner Weise zu unterstützen. Ein Krieg wird unermessliches Leid über die irakische Bevölkerung bringen und ist ein Verbrechen an Mensch und Umwelt.

Ein Krieg gegen Irak ohne UN-Mandat ist völkerrechtswidrig. "Aus der Ankündigung des US-Präsidenten Bush, den Irak ,zu einem Zeitpunkt seiner Wahl' ohne Zustimmung des UN-Sicherheitsrates anzugreifen, spricht die Arroganz der Macht", sagt Jürgen Sattari, ROBIN WOOD-Vorstandssprecher. "Das Signal ist eindeutig: Die USA fühlen sich nicht an völkerrechtliche Vereinbarungen gebunden. Es zählt das Recht des Stärkeren. Dies konterkariert auch alle Bemühungen um eine sozial gerechte, ökologische und demokratische Gestaltung der Globalisierung."

ROBIN WOOD erwartet, dass sich gerade die mächtigen Länder dieser Erde wie die USA und die EU-Staaten für eine Stärkung des Völkerrechts einsetzen. Doch die USA gefährden eine zivile Konfliktbearbeitung und beteiligen sich nicht an wichtigen internationalen Abkommen. So kündigten oder missachteten sie wichtige Abrüstungsverträge wie den Vertrag über ein Verbot der Weltraumrüstung, weigern sich, den Internationalen Strafgerichtshof anzuerkennen und boykottieren die Klimaschutz-Konvention.

Der Krieg ist auch ein Krieg um Öl. Auch aus friedenspolitischen Erwägungen muss es deshalb Ziel der Energiepolitik sein, die Energieversorgung zu dezentralisieren und auf erneuerbare Energien umzusteigen, wie dies die Umweltbewegung seit langem fordert.

Millionen Menschen im Irak werden nicht nur unter den Bombardements entsetzlich leiden, sondern auch unter den Folgen verheerender Umweltzerstörung. Beim Golfkrieg von 1991 standen 650 von 1.330 aktiven Ölquellen in Flammen. Die Atemluft wurde durch giftige Gasgemische und verdunstete Ölbestandteile verpestet. Der Rauch verdunkelte zehn Monate lang die Sonne, so dass die örtliche Durchschnittstemperatur um bis zu 10 Grad Celsius fiel. Millionen Liter Öl flossen ins Meer, ein Großteil der Frischwasser-Reserven wurde unbrauchbar.

Hinzu kamen mehrere Hundert Tonnen panzerbrechender, uranhaltiger Munition, die US-amerikanische Soldaten verschossen hatten. Dadurch wurden Uranstäube frei, die Wasser, Luft und Böden verseuchten. Durch Aufwirbelung gelangen immer wieder Partikel in die Luft, welche die Menschen einatmen oder verschlucken. Abgereichertes Uran ist ein hochgiftiges, radioaktives Schwermetall, das sich ähnlich wie Plutonium in Knochen und auch Organen anreichert und Strahlenschäden auslöst. Strahlende Partikel sind auf Jahre im Körper nachweisbar. So waren Urin-Proben von Menschen auch fünf Jahre nach dem Krieg radioaktiv belastet. Seit 1991 häufen sich Berichte über Krebserkrankungen, Leukämien und Fehlbildungen bei Neugeborenen im Irak.

Aus Protest gegen den Angriff auf den Irak werden sich viele UnterstützerInnen von ROBIN WOOD aktiv an Kundgebungen und Aktionen beteiligen.


Für Rückfragen können Sie sich jederzeit gern an uns wenden:
Jürgen Sattari,
ROBIN WOOD-Vorstandssprecher, Tel. 0171 / 28 59 622
Ute Bertrand,
Pressesprecherin, presse@robinwood.de, 040 - 380 892 22

 

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