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Hamburg, den 21. November 2002

Redaktionen: Wirtschaft/Verbraucher/Umwelt

Karstadt zieht Konsequenzen aus ROBIN WOOD-Protest gegen Tropenholz-Papier

Kaufhaus-Konzern informiert Lieferanten über neue Öko-Standards

Nachdem Karstadt auf Druck von ROBIN WOOD auf den Verkauf von Papier aus indonesischen Wäldern verzichtete, bietet das Unternehmen als Alternative nun verstärkt Recyclingpapier an und überprüft zurzeit seine Einkaufspolitik. Ziel ist es, künftig keine Produkte aus zerstörerischer Waldwirtschaft mehr anzubieten. Deshalb forderte der Konzern seine Papierlieferanten auf, Herkunftsnachweise vorzulegen, um Holz aus Urwäldern auszuschließen. Auch die Lieferanten von Gartenmöbeln informierte Karstadt, das Unternehmen werde künftig Produkte aus Tropenholz nur noch akzeptieren, wenn sie das FSC-Zertifikat tragen.

ROBIN WOOD-AktivistInnen hatten im März dieses Jahres vor etlichen Karstadt-Filialen gegen Papier aus Tropenholz protestiert. Daraufhin war das Unternehmen zu Verhandlungen über seine Einkaufspolitik bereit. In der Folge informierte Karstadt seine Papierlieferanten, "dass künftig keine Papierprodukte aus Primärwaldnutzung (weltweit), aus Wäldern oder Plantagen in den Tropen (es sei denn, diese Produkte tragen das FSC-Zertifikat) und aus Waldgebieten mit urwaldähnlichen Strukturen (speziell in Nordeuropa) mehr verarbeitet werden". Die Herkunftsgebiete der eingesetzten Holzressourcen müssen ebenso dokumentiert sein wie die Tatsache, ob das Holz aus Forst- oder Plantagenwirtschaft stammt. Schreiben erhielten auch die Lieferanten von Gartenmöbeln, in denen ihnen die neuen ökologischen Anforderungen bei Karstadt mitgeteilt wurden. Auch für das Haushaltssortiment strebt Karstadt an, ausschließlich Holzprodukte mit dem FSC-Siegel zu führen.

Im Papierbereich will Karstadt schon bald umweltfreundliche Alternativen anbieten. Mit einer Sonderaktion wird der Warenhaus-Konzern noch in diesem Jahr die Einführung von Recycling-Büropapier in seinen Filialen fördern. ROBIN WOOD unterstützt die Aktion durch Hinweise auf die ökologischen Vorteile von Recyclingpapier.

"Karstadt ist damit auf dem richtigen Weg", erklärt Tropenwaldexperte Jens Wieting von ROBIN WOOD. "Andere Unternehmen wie der Metro-Konzern haben bereits vorgemacht, dass es möglich ist, auf Produkte aus zerstörerischer Tropenwaldwirtschaft zu verzichten. Wir werden genau hinschauen, ob Karstadt auf Kurs bleibt."

Für Rückfragen können Sie sich gern an uns wenden:
Jens Wieting, Tropenwaldreferent

Dr. Rudolf Fenner, Waldreferent

Ute Bertrand, Pressesprecherin

Kontakt:
Ute Bertrand, Pressesprecherin, presse@robinwood.de, 040 - 380 892 22

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