Hamburg, den 27. März 2002
Redaktionen: Aktuelles/Umwelt/Wirtschaft
Karstadt räumt Fehler ein
ROBIN WOOD-Aktionen gegen Tropenholz-Papier erfolgreich
Als Reaktion auf die heutigen Protestaktionen von ROBIN WOOD in Berlin, Bremen, Hamburg, Braunschweig und Köln hat Karstadt soeben beschlossen, das Kopierpapier der Marke "Golden Plus" aus dem Sortiment zu nehmen. ROBIN WOOD hatte kritisiert, dass für das Papier des Herstellers Asia Pulp and Paper in Indonesien Regenwälder zerstört werden.
In einem Fax an ROBIN WOOD erklärte der Umweltschutzbeauftragte von Karstadt Klaus Wilmsen der Artikel werde nur noch abverkauft. Das Unternehmen versucht - wenig überzeugend - seinen ökologisch verheerenden Fehler mit Nichtwissen zu rechtfertigen. Karstadt habe das Produkt "von einem holländischen Importeur bezogen", heißt es in dem Schreiben. Und weiter: "Karstadt war nicht bekannt, dass dieser Artikel aus Indonesien stammt. Weitere Artikel aus Indonesien sind nicht im Sortiment."
"Es ist ein Armutszeugnis für Karstadt, dass der Konzern so wenig über die Produkte weiß, die er selbst verkauft", kritisiert ROBIN WOOD-Tropenwaldexperte Peter Gerhardt. "Nach außen hin brüstet sich der Konzern mit seinem Engagement für die Umwelt, während er zugleich am Raubbau in den Tropen verdient. Wir wollen, dass Karstadt seinen schönen Worten endlich Taten folgen lässt."
ROBIN WOOD verlangt, dass Karstadt die Herkunft seines gesamten Papiersortiments überprüft und sämtliche Papiere, deren Zellstoff aus zerstörerischer Waldwirtschaft stammt, auslistet. Außerdem soll Karstadt mehr Recyclingpapier anbieten.
Um darüber eine Vereinbarung zu treffen, hat sich Karstadt auf Druck von ROBIN WOOD zu einem Treffen mit VertreterInnen der Umweltorganisation bereit erklärt. Es soll nach Ostern in Hamburg stattfinden.
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Peter Gerhardt Fachreferent Tropenwald und
Ute Bertrand, Pressestelle
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