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Hamburg, den 14. März 2002

Redaktionen: Umwelt/Wirtschaft/Verbraucher

Für Tropenholzmöbel wird weiterhin Raubbau in Wäldern und Plantagen betrieben

ROBIN WOOD empfiehlt Gartenmöbel aus regionalen Hölzern

Die Umweltschutzorganisation ROBIN WOOD rät VerbraucherInnen, auch in der neuen Saison keine Gartenmöbel aus Raubbau-Tropenholz zu kaufen. Empfehlenswert sind Möbel aus regionalen Hölzern wie Lärche oder Kiefer, insbesondere wenn sie das Zertifikat des FSC (Forest Stewardship Council, Weltforstrat) tragen, der von Umweltorganisationen unterstützt wird. Tropenholzmöbel sind allenfalls dann akzeptabel, wenn sie mit dem Gütesiegel des FSC ausgezeichnet sind.

Um Bedenken der KäuferInnen wegen der Zerstörung von Urwäldern zu zerstreuen, werden insbesondere Teakmöbel häufig mit dem Hinweis angeboten, das Holz stamme aus Plantagen. Vom Kauf dieser Möbel rät ROBIN WOOD ab. Denn tatsächlich kommt Teak überwiegend aus völlig übernutzten Plantagen auf der Insel Java. Zusätzlich zum Problem des massiven illegalen Holzeinschlags gibt es dort Landrechtskonflikte zwischen der lokalen Bevölkerung und dem staatsnahen Unternehmen PT Perhutani, das die Teakflächen auf Java bewirtschaftet. Die ehemalige holländische Kolonialmacht hatte die lokale Bevölkerung enteignet und auf diesen Flächen Teak angepflanzt. Aus Sicht indonesischer Umwelt- und Menschenrechtsgruppen setzt nun PT Perhutani an Stelle der Kolonialherren diese Unrechtspraxis fort. "Wenn deutsche Gartenmöbelhändler jetzt Teakmöbel mit Ökomärchen als unbedenklich anpreisen, grenzt das an Betrug", kommentiert ROBIN WOOD-Tropenwaldexperte Peter Gerhardt. "ROBIN WOOD wird auch in diesem Jahr die Öffentlichkeit bei VerbraucherInnentäuschung alarmieren."

Nach den Richtlinien des FSC, der von vielen Umweltschutzorganisationen unterstützt wird, können weltweit Wälder und Plantagen begutachtet werden. Das Siegel des FSC ist kein Öko-Siegel, denn die Richtlinien werden zu gleichen Teilen von Vertretern der Forst- und Holzwirtschaft, der Umweltorganisationen und der sozialen Gruppierungen festgelegt. Es handelt sich aus ökologischer Sicht daher nur um einen akzeptablen Mindeststandard. Dennoch kann der FSC einen wichtigen Beitrag für eine bessere Bewirtschaftung auch der tropischen Wälder dieser Erde leisten. ROBIN WOOD ist Mitglied im FSC und versucht dort die Umwelt- und Sozialstandards zu verbessern.

Die ROBIN WOOD-Gartenmöbelkampagne war in den vergangenen Jahren bereits sehr erfolgreich: Bundesweit beachtete ROBIN WOOD-Aktionen konnten große Unternehmen wie den Metro-Konzern und verschiedene Baumarktketten schließlich dazu bewegen, ihre Holzeinkaufspolitik zu korrigieren.

VerbraucherInnen, die sich beraten lassen möchten, können sich an ROBIN WOOD wenden. Peter Gerhardt, Tel. 040 / 380 892 18, tropenwald@robinwood.de

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Für Rückfragen: Peter Gerhardt, Tropenwald-Experte
Ute Bertrand, Pressesprecherin

Kontakt:
Ute Bertrand, Pressesprecherin, presse@robinwood.de, 040 - 380 892 22

 

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