Hamburg, den 5. Dezember 2001
Redaktionen: Umwelt/Verbraucherschutz
Öko-Knigge für den Christbaumkauf
Auch Weihnachtsbäume gibt es aus anerkannt ökologischen Betrieben
Fast 25 Millionen Weihnachtsbäume werden in den kommenden Tagen in Deutschland verkauft. Die Freude an diesem Brauch möchte ROBIN WOOD niemandem nehmen zumal inzwischen pestizidfreie, ökologisch vertretbare Alternativen zum Christbaum aus der Massenproduktion angeboten werden. Die Umweltorganisation gibt im Internet Tipps bei der Suche nach dem Öko-Weihnachtsbaum mit glaubwürdigem Zertifikat.
Wenn schon Weihnachtsbäume, dann am besten aus anerkannt ökologischer Waldwirtschaft oder aus anerkannt ökologischen Weihnachtsbaumkulturen, empfiehlt Rudolf Fenner, Waldreferent von ROBIN WOOD. Öko-Weihnachtsbäume erkennt man an dem Naturland-Siegel.
Das Naturland-Siegel für Wälder wird nur an solche Forstbetriebe vergeben, in denen auf Kahlschläge, Düngungen, Entwässerungsmaßnahmen und den Einsatz von Pestiziden verzichtet wird, erläutert Fenner. Die Richtlinien für diese ökologische Waldwirtschaft hat Naturland zusammen mit ROBIN WOOD, dem BUND und Greenpeace erarbeitet. Über 25.000 Hektar Wald sind inzwischen mit dem Naturland-Siegel ausgezeichnet. Das Naturland Siegel kann auch an Betriebe vergeben werden, die Weihnachtsbäume auf Kulturflächen anbauen. Diese müssen die strengen Richtlinien des ökologischen Landbaus von Naturland erfüllen.
Einige der zwölf Naturland-Waldbetriebe bieten in diesem Jahr Öko-Weihnachtsbäume an, so in Boppard, Göttingen, Lübeck, Merzig, Mülheim/ Ruhr, Saarbrücken und Uelzen. Außerdem gibt es Naturland-Betriebe in Nordrhein-Westfalen und Bayern, die Fichten und Tannen aus Weihnachtsbaumkulturen verkaufen.
Ein weiteres, ebenfalls von den meisten Umweltverbänden akzeptiertes Siegel für eine sozial und ökologisch vertretbare Forstwirtschaft ist das Zertifikat des FSC (Forest Stewardship Council). Es ist international gültig und im Geist der Agenda 21 erarbeitet worden - und zwar gemeinsam von Umweltorganisationen, Sozialverbänden, Waldbesitzern und Holzfirmen. In Deutschland gibt es rund 300 FSC-zertifizierte Forstbetriebe, von denen viele auch Weihnachtsbäume anbieten.
Weihnachtsbäume, die das Naturland- oder das FSC-Siegel tragen, sind kein Massenprodukt, und das sollen sie auch nicht werden, sagt Waldexperte Fenner. Wo es aber diese Alternative gibt, sollten die Verbraucherinnen und Verbraucher sie nutzen. Damit können sie ein Zeichen setzen für die dringend notwendige Ökologisierung der Waldwirtschaft.
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Rudolf Fenner, Fachreferent Wald und Ute Bertrand, Pressestelle
Die Tipps finden Sie hier.
Kontakt:
Ute Bertrand, Pressesprecherin, presse@robinwood.de, 040 - 380 892 22