hier fanden 2009 unsere Aktionen statt (Auswahl)
Von Kleve bis Auerbach, 26.11.2009
ROBIN WOOD Aktionstag: Mit Rama in die Klima-Katastrophe
ROBIN WOOD-AktivistInnen protestierten am 26. November 2009 zeitgleich an fünf
Produktionsstandorten des Lebensmittelkonzerns Unilever: In Pratau,
Kleve und Heilbronn entrollten sie Transparente, in Heppenheim und
Auerbach stellten sie sich mit sechs Meter hohen Dreibeinen aus
Gerüststangen und Transparenten in die Zufahrten.
Die UmweltschützerInnen kritisieren, dass Unilever trotz drohender
Klimakatastrophe weiterhin Geschäfte mit Palmöl macht, für
das in den Tropen die letzten Regenwälder vernichtet werden.
Parallel zu den Aktionen ging bei Unilever-Konzernchef Paul Polman
ein Brief von ROBIN WOOD ein. ROBIN WOOD forderte darin, der Konzern
solle nur noch mit Lieferanten zusammenarbeiten, die auf eine
Erweiterung ihrer Plantagenflächen in Indonesien verzichten und
die nicht in Landkonflikte mit der lokalen Bevölkerung
verwickelt sind. Wilmar International, bislang Unilevers wichtigster
Palmöl-Lieferant, wäre damit aus dem Rennen.
Kopenhagen, 14.12.2009
Demonstieren für Klimagerechtigkeit
ROBIN WOOD-AktivistInnen beteiligten sich beim
Weltklimagipfel an einem vom Netzwerk „Climate Justice Action“
organisierten Demozug zum dänischen Verteidigungsministerium am
Holmenskanal, der unter dem Motto „Klimagerechtigkeit = Keine
Grenzen“ stand. ROBIN WOOD forderte als einen Beitrag zu mehr
Klimagerechtigkeit, dass auch internationale Transportunternehmen
Ausgleichszahlungen für die von ihnen verursachten Klimaschäden
leisten müssen. Das Geld soll dann in einen Fonds fließen,
aus dem Klimaprojekte im globalen Süden finanziert werden.
Auch am 13.12. hatten sich ROBIN WOOD-AktivistInnen an Protestaktionen in Kopenhagen
beteiligt. Fünf von ihnen waren dabei, ein Banner an einer
Fußgängerbrücke in der Nähe von Kopenhagens
Wahrzeichen, der kleinen Meerjungfrau, aufzuhängen. Der Slogan
lautete: „Transportation kills the climate! Pay climate debt
for bunker-fuels“ (Verkehr killt das Klima. Bezahlt die
Klimaschulden für Flug- und Schiffstreibstoffe). Die Kletterer
wurden jedoch frühzeitig von Zivilpolizisten gestoppt und
vorläufig festgenommen, am Abend dann aber wieder freigelassen.
Bielefeld, 05.12.2009
Keine Zeit zu verschenken – Klimaschutz
jetzt!
ROBIN WOOD-AktivistInnen demonstierten in der
Bielefelder Innenstadt für eine konsequente und gerechte
Klimapolitik. Im Rahmen eines von vielen verschiedenen Initiativen
organisierten Bielefelder-Klimaaktionstag erkletterten die
AktivistInnen den Uhrturm auf dem zentral gelegenen Jahnplatz und
entrollten ein Banner mit der Aufschrift „Umdenken statt Zeit
verschenken- Klimaschutz jetzt!“. Zeitgleich zu der
Kletteraktion am Jahnplatz fand unter dem Titel „Die blaue
Welle – Klimawandel stoppen – Jetzt!“ ein Flashmob
vor dem Gebäude der Industrie- und Handelskammer (IHK) in
Bielefeld statt.
Anlass für die Aktion war der Weltklimagipfel, der vom 07. bis 18.
Dezember 2009 in Kopenhagen stattfand. Ziel des Gipfels war, ein
verbindliches Abkommen zur Reduzierung der Treibhausgase zu treffen.
Als lokales Ziel der Proteste in Bielefeld wählten die
KlimaschützerInnen die örtliche Industrie- und
Handelskammer, die als mächtiger Interessensvertreter
Klimaschutz oft ausbremst, anstatt ihn voranzutreiben.
Magdeburg, 10.12.2009
Protest gegen Einbetonieren von Atommüll
ROBIN WOOD-AktivistInnen demonstrierten am
Umweltministerium des Landes Sachsen-Anhalt in Magdeburg und wandten
sich dagegen, dass der marode Salzstock in Morsleben samt dem darin
lagernden Atommüll mit Beton verfüllt wird. Zwei Männer
und eine Frau kletterten auf ein Vordach und spannten über dem
Haupteingang des Gebäudes ein Transparent mit dem Slogan:
„Atommülllager? Die sind doch nicht ganz dicht!“ An
einem Fahnenmast befestigten zwei ROBIN WOOD-Aktivisten ein weiteres
Transparent. Darauf stand ein Appell an alle BürgerInnen, in dem
laufenden Planfeststellungsverfahren Einwendungen gegen die
Schließungspläne von Morsleben zu erheben. Bis zum 21.
Dezember gaben 10.000 Menschen ihre Einwendungen gegen die geplante
Betonverfüllung des Atommüllagers ab. Gefordert wird
stattdessen eine umfassende öffentliche und ergebnisoffene
Diskussion über alle Möglichkeiten eines sicheren Umgangs
mit dem derzeit in Morsleben lagernden Atommüll.
Von Freiburg bis Köln, 14.10. bis 29.10.2009
Klimakonferenz für Alle
Fünfzehn
Tage - Vierzehn Städte: Zwei ROBIN WOOD-AktivistInnen waren im Oktober auf einer Klima-Infotour durch Süddeutschland
unterwegs. Sie informierten auf den Straßen von Freiburg bis
Köln viele PassantInnen über unsere aktuellen Klima-,
Regenwald- und Anti-Atom-Kampagnen. Außerdem versuchten sie auf
ihrer Reise eine bessere Vernetzung der ROBIN WOOD-Regionalgruppen zu
unterstützen und möglicherweise neuen Gruppen beim
Zusammenfinden zu helfen.
Trotz Kälte, einzelnen ernüchternden Infoständen und
widrigen Wetterbedingungen, war die Tour ein voller Erfolg: Viele
PassantInnen unterstützen mit ihrer Unterschrift unsere
aktuellen Kampagnen, diskutierten oder informierten sich über
Atomkraft, Verkehr und Palmöl oder gaben den AktivistInnen einen
Tee aus. Und vielleicht gibt es bald auch eine neue Regionalgruppe …
Braunschweig, 01.10.2009
Flughafenausbau zerstört Natur
ROBIN WOOD-AktivistInnen erkletterten Bäume
im Querumer Forst und spannten quer über die Tiefe Straße
ein Transparent mit der Aufschrift „Sinnlose Infrastruktur
zerstört Natur“. Damit unterstützten sie den Protest
von AnwohnerInnen, lokalen Bürgerinitiativen und dem NABU gegen
die geplante Verlängerung der Start- und Landebahn des
Flughafens Braunschweig-Wolfsburg in ein EU-Vogelschutzgebiet hinein.
ROBIN WOOD lehnt das Ausbauvorhaben ab, weil es unnötig ist, Natur
zerstört und den Flugverkehr trotz seiner extremen
Klimaschädlichkeit weiter fördert. Für die
Pistenverlängerung müsste ein 90 Hektar großes
Waldgebiet mit etwa 60.000, zum Teil über 200 Jahre alten Bäumen
kahl geschlagen bzw. in der Höhe gekappt werden. Obwohl der
Rechtsstreit um den Ausbau noch läuft, wollte die
Flughafengesellschaft sofort mit der Rodung beginnen. Das
Bundesverwaltungsgericht hat dies aber in letzter Minute gestoppt.
Bremen, 01.10.2009
Stempeln gegen Atomkraft
Um allen BürgerInnen Bremens die Chance zu
geben, zum längsten Anti-Atom-Transparent der Welt beizutragen,
organisierten Leila und Eugen, die gerade in der Bremer
Geschäftsstelle ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr
absolvieren, eine Aktion unter dem Motto „Bremen stempelt gegen
Atomkraft“. Sie ließen in der Fußgängerzone
PassantInnen ihren Stempel auf das Teiltransparent setzen, das von
der Organisation „ausgestrahlt“ vernäht und bei den
Koalitionsverhandlungen in Berlin präsentiert wurde. Die von den
beiden FÖJlerInnen zuvor selbst gebastelten Stempelmotive boten
in verschiedenen Farben reichlich Auswahl an, sodass sich alle ihren
Lieblingsstempel aussuchen konnten. An einem Infostand erfuhren die
Menschen dazu Wissenswertes über Energiealternativen.
Stuttgart, Köln, 15.09.2009
Endlager gesucht
Mehrere Hundert AtomkraftgegnerInnen
protestierten öffentlichkeitswirksam gegen den fortgesetzten
Betrieb von Atomkraftwerken. Ein als CASTOR-Transport aufgemachter
Lkw der Internet-Initiative Campact rollte in die Stuttgarter
Innenstadt. Viele als Forscher verkleidete AtomkraftgegnerInnen
begleiteten ihn und machten sich auf die Suche nach einem Endlager
für den atomaren Müll. ROBIN WOOD-AktivistInnen
erkletterten kurz nach dem Start des CASTORs den Transporter und
entfalteten ein Transparent mit der Aufschrift „Wohin mit dem
Atommüll?“. Damit nahmen sie das Ergebnis der Aktion
vorweg, dass es weder in Stuttgart noch sonst wo ein sicheres
Endlager für den Atommüll gibt.
ROBIN WOOD-AktivistInnen aus Köln und
Düsseldorf beteiligten sich an der Campact-Endlagersuche.
Zusammen mit ca. 250 als WissenschaftlerInnen verkleideten
SympathisantInnen suchten sie mit riesigen Lupen und Geiger-zählern
ausgerüstet nach einem sicheren Endlager. Dem Zug der
WissenschaftlerInnen folgte das täuschend echte Castor-Modell
auf einem LKW-Anhänger, das für viel Aufsehen bei den
PassantInnen sorgte. Aber auch in Köln auf dem Neumarkt wurde
bei der abschließenden Probebohrung - wie nicht anders zu
erwarten - kein geeigneter Platz für den atomaren Abfall
gefunden.
Hamburg, 18.08.2009
Bei Rama ist nichts in Butter
In der Hamburger Hafen-City vor der deutschen
Konzernzentrale von Unilever erkletterten ROBIN WOOD-Aktivistinnen
den Haupteingang des Gebäudes und entrollten ein Banner mit der
Aufschrift: „Bei Rama ist nichts in Butter: Schmierige Profite
mit Palmöl bei Unilever“. ROBIN WOOD fordert gemeinsam mit
indonesischen Umweltorganisationen, dass Unilever nicht mehr mit
Palmöl-Lieferanten zusammenarbeitet, die ihre Plantagenflächen
weiter ausweiten und in Landkonflikte verwickelt sind. Unilever
bezieht einen großen Teil seines Palmöls, aus dem
Margarine, Cremes, Waschmitteln und vieles mehr hergestellt wird, vom
Konzern Wilmar International, dem nach eigenen Angaben weltweit
größten Palmöl-Händler.
Ein Recherche-Team von
ROBIN WOOD war im März 2009 drei Wochen auf den Spuren von
Wilmar in Indonesien unterwegs. Dort trafen die ROBIN WOOD-Leute
zahlreiche Menschen, die Wilmar des Landraubs beschuldigen. So
berichteten etwa BewohnerInnen des Dorfes Rantau Gedang in Sumatra
detailliert, wie ihnen Wilmar ihr Land streitig gemacht hat und jetzt
mit Waffengewalt versucht, ihren Widerstand zu brechen.In der Provinz
Zentralkalimantan will Wilmar seine Plantagen um 100.000 Hektar
erweitern. Der Palmöl-Boom schädigt massiv Klima und
Umwelt. Um Platz für neue Ölpalmen-Plantagen zu gewinnen,
werden großflächig Wälder zerstört. Der im
Regenwaldboden enthaltene Kohlenstoff geht in die Atmosphäre.
Indonesien ist dadurch weltweit zum drittgrößten
Emittenten des Klimagases Kohlendioxid geworden. Unilever als
Großkunde von Wilmar trägt Mitverantwortung für den
Raubbau an der Natur und die Menschenrechtsverletzungen in
Indonesien.
Schweinfurt, 08.07.2009
Anti-Atom-Tour mit dem Floß
Mit einem selbstgebauten Holzfloß startete die ROBIN
WOOD-Crew ihre fünfwöchige Tour von Schweinfurt nach
Passau, die unter dem Motto „Einfach mal abschalten –
Atomkraft? Nein Danke!“ stand. Die Anti-Atom-Tour sollte mit
Blick auf die Bundestagswahl am 27. September öffentlich Druck
für eine konsequente Energiewende machen. Bei ihren Etappenzielen kamen die FlößerInnen mit vielen
Menschen ins Gespräch und diskutierten, wie der Umstieg auf
erneuerbare Energien gemeinsam vorangebracht werden kann.
Berlin, 01.07.2009
50 Jahre Filz zwischen Atomlobby und Politik
Das Deutsche Atomforum versuchte, sich anlässlich
seines 50-jährigen Bestehens in Berlin öffentlich feiern zu
lassen. Statt Gratulationen hagelte es jedoch – vollauf zurecht
– harsche Kritik an dem Lobbyverein und seiner
Pro-Atom-Propaganda. Während die Atomlobby in Berlin feierte,
spitzten sich die Probleme am AKW Krümmel in Geesthacht weiter
zu. Wegen eines erneuten technischen Fehlers stand die Turbine des
Reaktors still und das AKW speiste keinen Strom ins Netz. Zunächst
hatte Vattenfall nur von einem ungefährlichen Defekt in der
Elektronik gesprochen. Das AKW hatte erst in der Nacht zum 24. Juni
2009 wieder im Volllastbetrieb gearbeitet, nachdem es zuvor aufgrund
eines Transformator-Brands zwei Jahre lang stillgestanden hatte.
Vor dem E-Werk in Berlin, in dem die Feier des Deutschen Atomforums
stattfand, protestierten derweil viele AtomkraftgegnerInnen, darunter
ROBIN WOOD-AktivistInnen. Sie demonstrieren dort mit der Attrappe
eines maroden AKWs und Atommüll-Fässern für den
Ausstieg aus der Atomenergie und forderten: „Schluss mit immer
neuen Märchen über die Zuverlässigkeit der Atommeiler
und ihrer Betreiber. Wir wollen raus aus der Atomkraft – besser
heute als morgen.“
London, Amsterdam, Frankfurt, 16.05.2009
Euro Flash Mob
London, Dublin, Paris, Amsterdam, Brüssel, Frankfurt - das ist
nicht die Route hessischer Globetrotter, sondern die Aktionsorte, an
denen am Tag des Eurovision Song Contest um Punkt 12 Uhr hunderte
AktivistInnen an den Flughäfen in feuerroten T-Shirts
auftauchten, schrille Lieder sangen und grenzübergreifend „Stop
Airport-Expansion“ – Kein Flughafenausbau forderten.
Während die Regierungen jeden Ausbau mit der Konkurrenz um
Standorte begründen, gibt es gemeinsamen Widerstand quer durch
Europa.
Wir geben dem Flughafenausbau null Punkte“, kommentierte John
Stewart, Vorsitzender der britischen Umweltorganisation HACAN, in
Anspielung auf den Schlagerwettbewerb. Auch ROBIN WOOD stimmte in den
Chor ein, der in der Abflughalle des Frankfurter Flughafens nach der
Melodie von „Marmor, Stein und Eisen bricht“ schmetterte:
„Wähle keinen, der Hütten räumt“.
Münster, Krümmel, Neckarwestheim, 26.04.2009
Tschernobyl Jahrestag 2009 – Atomausstieg bleibt!
Rund 3.000 AtomkraftgegnerInnen demonstrierten
anlässlich des 23. Jahrestages der Katastrophe von Tschernobyl
in Münster, Krümmel und Neckarwestheim. Mit fast 1.500 TeilnehmerInnen fand die größte
Demonstration am AKW Krümmel statt.
Wenige
Tage zuvor war bekannt geworden, dass in direkter Nähe des AKW
erneut ein Fall von Kinder-Leukämie aufgetreten ist. Damit sind
seit Anfang der 90er Jahre inzwischen 19 Kinder erkrankt. Statistisch
normal wäre nur ein Viertel davon. Wegen dieser einzigartigen
Erhöhung der Leukämierate wird seit Jahren vermutet, dass
es einen Zusammenhang mit der Radioaktivität aus dem AKW und der
benachbarten Atomforschungsanlage GKSS geben könnte. Das
von Vattenfall und E.ON betriebene AKW Krümmel gehört zu
den störanfälligsten Atomkraftwerken in Deutschland. Seit
seiner Inbetriebnahme 1983 hat es insgesamt 313 Störfälle
gegeben.
AktivistInnen von ROBIN WOOD beteiligten sich an den Demonstrationen. In Krümmel
simulierten sie an einem AKW-Modell, wie schnell es zum Super-Gau
kommen kann.
Köln, 02.03.2009
Aktionswoche gegen RWE mit Anti-AKW-Bonbons
Mitglieder der Regionalgruppe Köln haben
sich Anfang März an der „RWE-Aktionswoche“
der Umwelt- und Menschenrechtsorganisation urgewald beteiligt. Neben
zahlreichen anderen Initiativen in insgesamt 44 Städten nahmen
auch ROBIN WOOD-Mitglieder aus Köln an der Kampagne
„Stromwechseln wirkt“ teil. Sie verteilten vor einem
Bio-Supermarkt in Köln-Nippes Stromwechselflyer und
Anti-AKW-Bonbons an interessierte KundInnen. Ziel war es einerseits
möglichst viele Menschen zum Wechsel ihres Stromanbieters weg
von RWE hin zum echten Ökostromanbieter zu motivieren.
Andererseits sollte mit dem Slogan „FingeRWEg“
öffentlicher Druck auf den Energiekonzern RWE gemacht werden,
der nach wie vor eine Beteiligung am Bau des Atomkraftwerks Belene in
Bulgarien in einem Erdbebengebiet plant. Die Aktion war ein voller
Erfolg und die Resonanz bei den Bioladenkunden zum Thema Stromwechsel
sehr positiv
Braunschweig, 26.02.2009
Bringt Licht ins Dunkel der Atommüll-Beseitigung!
Mit einer 52 Kilometer langen Lichterkette von Braunschweig über
Wolfenbüttel bis Salzgitter protestierte ROBIN WOOD zusammen mit
vielen Anti-Atom-Initiativen, Gewerkschaften, Verbände und
Gemeinden gegen den verantwortungslosen Umgang mit Atommüll. Die
Lichterkette von Braunschweig über die Asse II bis zum Schacht
Konrad sollte die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen
Atommülllager-Standorten in Deutschland sichtbar machen. Die
Versuche, in der Asse und in Morsleben Atommüll sicher zu
lagern, sind gescheitert. Das muss endlich Konsequenzen für die
Suche nach einem Endlager-Standort haben, forderte ROBIN WOOD.
Frankfurt (Main), 18.02.2009
Widerstand gegen Flughafenausbau
Der Frankfurter Flughafen wird weiter ausgebaut. Größtes
Projekt ist eine vierte Landebahn. Dafür wurde wieder Bannwald
gerodet, obwohl nach hessischem Forstgesetz der Bannwald „für
das Gemeinwohl unersetzlich“ ist. Aus gutem Grund: Er schützt
die Bevölkerung vor Lärm und Luftschadstoffen, speichert
ihr Trinkwasser und dient den Menschen in der dicht besiedelten
Rhein-Main-Region als Naherholungsgebiet.
Flugzeuge sind die klimaschädlichsten Verkehrsmittel. Jeder Liter des
Flugzeug-Treibstoffs Kerosin schädigt das Klima so stark wie
fast zehn Kilogramm des wichtigsten Treibhausgases Kohlendioxid. Ein
Flug auf die Kanaren schadet dem Klima pro PassagierIn mehr als würde
jeder Fluggast ein Jahr lang jeden Tag rund 30 Kilometer allein mit
dem Auto fahren.
ROBIN WOOD-AktivistInnen beteiligten sich seit dem 28. Mai 2008 aus
Protest gegen den Ausbau an der Besetzung des Kelsterbacher Waldes,
der der Landebahn Nordwest weichen soll. Anfang der 80er Jahre war
für den Bau der Startbahn West gegen den breiten Widerstand der
Bevölkerung großflächig Wald gerodet worden. Der
damalige hessische Ministerpräsident Holger Börner gab das
Versprechen, dass nach dem Bau kein Baum mehr für den Flughafen
fallen wird. Gesetzlich verankert wurde dies, indem der verbliebene
Wald mit der Klassifizierung als Bannwald die höchstmögliche
Schutzstufe erhielt
Das Widerstandsdorf im Kelsterbacher Wald wurde im Februar nach mehr als
neun Monaten von der Polizei brutal geräumt.
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