ROBIN WOOD-Magazin 2/98

  1. Ökologisches Bauen - Synthese von Ökonomie und Ökologie
  2. Teak statt Menschenrechte
  3. Gartenmöbel - die etwas andere Art - Tips beim Gartenmöbelkauf

titel: Heft 2/98, S. 9

Ökologisches Bauen

Synthese von Ökonomie und Ökologie

Britta Krödel, Bayreuth

Wer wünscht sich das nicht? Endlich wird der Traum vom Eigenheim wahr. Die Frage ist nur, welchen Kriterien und Anforderungen der Bau eines Hauses bzw. die Sanierung und Modernisierung alter Bausubstanz folgen sollen: Entscheidet man sich für den herkömmlichen, konventionellen Weg oder wird modernen, energiegerechten und zukunftweisenden Technologien der Vorzug gegeben?

Der Entschluß ist gefallen - es soll ein Öko-Haus werden, so ein Niedrigenergiehaus oder wie das heißt. Immer häufiger hört man von Musterhäusern oder Siedlungsprojekten, die auf ihre ökologische Bauweise verweisen. Doch was genau hat man darunter zu verstehen?

Das Öko-Haus

Von einem Niedrigenergiehaus (NEH) ist immer dann die Rede, wenn die Verbrauchswerte für Heizwärme über die Anforderungen der Wärmeschutzverordnung (WSVO) von 1995 hinausgehen. Ein freistehendes Einfamilienhaus dürfte nach der Verordnung jährlich 100 Kilowattstunden bzw. 12 Liter Heizöl pro Quadratmeter verbrauchen, tatsächlich können mit einem Niedrigenergiehaus aber bis zu 50 % der Heizkosten eingespart werden. Eine genaue Definition für Niedrigenergiehäuser besteht nicht, vielmehr werden in einzelnen Bundesländern oder unter bestimmten Fragestellungen Zielvorgaben festgelegt. So ist z.B. im öffentlich geförderten Wohnungs-Neubau in Nordrhein-Westfalen seit August 1997 die Niedrigenergiehaus- Bauweise vorgeschrieben, wobei der Heizwärmebedarf um 25 % unter dem nach der WSVO zugelassenen Wert liegen muß. Das Land versucht mit diesem Ansatz einen neuen Weg der Energiesparpolitik einzuschlagen, und damit die Weichen für die Zukunft zu stellen.

Aber was kann nun der einzelne tun, wenn er ein Haus nach den neuesten ökologischen und technischen Erkenntnissen und mit vertretbaren finanziellen Mitteln bauen möchte? Das Prinzip der Öko-Häuser auf den Punkt gebracht sieht folgendermaßen aus: Eine gute Dämmung, eine optimale Heizung und der Einsatz von Solartechnik. Besonders der Dämmung wird dabei große Bedeutung zugemessen. Da Sonnenenergie selten dann hinreichend zur Verfügung steht, wenn wie im Winter der Bedarf an Heizwärme am größten ist, muß mit der gewonnenen Energie sorgfältig gehaushaltet und Transmissionsverluste möglichst gering gehalten werden.

Solartechnik und gute Dämmung

Sonnenenergie kann nur dann sinnvoll eingesetzt werden, wenn die Voraussetzungen für eine gute Wärmedämmung von Gebäude und der erwärmten Speichermasse gegeben sind. Die Dämmstoffe an sich sind heutzutage keine Frage des Preises mehr. Angeboten werden neben einer Reihe künstlicher Dämmstoffe wie Schäume oder Faserstoffe auch natürliche, regenerative Materialien wie Stroh, Schilfplatten oder Zelluloseflocken aus Altpapier. Beide Baustofftypen haben ihre Vor- und Nachteile: So sind bei den künstlichen Materialien die sehr guten Dämmeigenschaft hervorzuheben, über die die höheren Primärenergiekosten, also die Ausgaben für die Produktion, bereits nach einer Heizperiode durch den verringerten Heizmittelverbrauch ausgeglichen werden. Die natürlichen Dämmstoffe zeichnen sich dagegen durch einen niedrigen Primärenergiebedarf, die unproblematische Entsorgung und die Regeneration in Hinblick auf die Forderung nach nachwachsenden Rohstoffen aus.

Aus Gründen der Ressourcenschonung, Wiederverwertbarkeit und Umweltverträglichkeit werden natürliche Dämmstoffe in Zukunft jedoch immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Neben der besseren Isolierung trägt eine gute Dämmung auch zu einer Verringerung der SO2- und NO2- Emissionen bei. In einer Studie von Gertis und Ehorn (1987) konnte für die alten Bundesländer gezeigt werden, daß durch eine bessere Dämmung mit k-Werten unter 0,3 W/m²K 80 % der SO2- und 90 % der NO2- Emissionen vermieden werden können - der k-Wert ist eine Maßeinheit für den Wärmefluß im Haus. Je kleiner der Wert, desto geringer der Wärmeverlust.

Novellierung der Wärmeschutzverordnung im Gespräch

Eine vom WWF vorgeschlagene Novelle für die Wärmeschutzverordnung und Wärmedämmung, die vom Darmstädter Institut Wohnen und Umwelt (IWU) entwickelt wurde, weist in dieselbe Richtung. So sollen bei jeder fälligen Altbausanierung auch Energiesparmaßnahmen umgesetzt sowie die Dämmstandards um 30 % verbessert werden. Insgesamt erhofft man sich Einsparungen von rund 50 Mio Tonnen Kohlendioxid pro Jahr - das entspräche immerhin einem Drittel der Emissionen, die nach den Zielen der Bundesregierung bis 2005 reduziert werden müssen. Die von Umweltministerin Merkel vorgeschlagene Novelle zum Wärmeschutz muß daher sehr kritisch betrachtet werden, da hier kaum die Hälfte der geforderten CO2-Reduktionen veranschlagt wird.

Passivbauweise - ein günstiger Ansatz mit großer Wirkung

Wie kann nun aus einem Niedrigenergiehaus zusätzlich noch ein Passivhaus werden? Das ist ganz einfach: Bei der Passivbauweise greift man auf Baumaterialien zurück, die von Natur aus gute Speichereigenschaften besitzen, und somit auf passive Weise und ohne technischen Aufwand Wärme erzeugen. Hierzu gehören großzügig nach Süden ausgerichtete Fensterfronten ebenso wie die Verwendung schwerer Baustoffe für die Wände als Wärmespeicher. Und nicht vergessen sollte man auch den Einfluß der Gebäudeorientierung auf den Strahlungsertrag im Inneren. Nach Süden ausgerichtete Bauten zeigen einen um 10 % geringeren Wärmebedarf als solche mit Ost- bzw. West-Ausrichtung

Ebenfalls zur Passivbauweise zählt man die transparente Wärmedämmung (TWD), die einem Betrachter, wie der Name vermuten läßt, nicht so leicht ins Auge fällt. Bei dieser Bauweise werden aus kleinsten Kapillaren aufgebaute Elemente verwendet, die eine Weitergabe der Strahlung von der Außenwand auf eine dunkle Innenwand ermöglichen. Im Hausinneren findet dann die Umwandlung in Wärmestrahlung statt. Somit kann hier allein durch die Bauweise ein beträchtlicher Teil der Heizkosten eingespart werden.

Was die Technologie oder das Know-how der Niedrigenergiebauweise angeht, so ist man heutzutage schon sehr weit, um sich zukunftsträchtige Ziele stecken zu können. Immer häufiger hört oder liest man etwas über Projekte, in denen ganze Wohnkomplexe und Neubaugebiete mit Solaranlagen, Erdsondenspeicher und Sonnenkollektoren ausgestattet werden, und die dadurch erstaunlich geringe Wärmebedarfswerte aufweisen.

Pilotprojekt in Sachen Solarenergie

Da wäre z.B. das Neubaugebiet in Amorbach, einen bayerischen Luftkurort im östlichen Odenwald, zu dessen Komplex 1.600 Wohnanlagen, ein Seniorenheim, ein Ladenzentrum und eine Schule mit Sportanlage gehören. In Kooperation mit den Stadtwerken Neckarsulm wurde eine Solaranlage errichtet, die über eine Gesamtfläche von 15.000 m² thermischen Sonnenkollektoren verfügt, die man auf den Dächern der Siedlung errichtet hat. Die Langzeitspeicherung der Wärme für den Winter erfolgt über Erdsondenspeicher, so daß mit dieser Anlage ca. 50 % des Wärmebedarfes abgedeckt wird.

Erdgekoppelte Wärmepumpen - Technik der Zukunft auch in Deutschland?

Ein weiterer interessanter Ansatz innerhalb der Wärmeversorgungssysteme sind die erdgekoppelten Wärmepumpen. Hierbei handelt es sich um die Nutzung von Erdwärme in den ersten 100 Metern der Erdkruste, die für die Bereitstellung von Energie für die Wärmeversorgung und Klimatisierung eine immer größere Rolle spielt. Führend in dieser Technologie ist die Schweiz, die in dem Initiativprogramm "Energie 2000" des Bundes und getragen durch die Kantone den Aufbau dieser neuen Branche ermöglichte. Mit beachtlichem Erfolg: Inzwischen ist jeder vierte Neubau in der Schweiz mit einem erdgekoppelten Heiz- und/oder Kühlsystem ausgestattet.

In Deutschland steckt die Ausnutzung dieser relativ neuen Energieressource noch weitgehend in den Kinderschuhen, auch wenn die Technologie vorhanden wäre. Erst nach und nach tut sich auch hierzulande ein erfolgversprechender Markt aufgrund öffentlicher Fördermaßnahmen, Aktivitäten der Energieversorger und einem steigenden Energiebewußtsein in der Bevölkerung auf.

Ein anderer Aspekt in der Einsparung von Wärmeenergie bietet der Einsatz elektronischer Regeltechniken auch für private Haushalte. In gewerblich genutzten Gebäuden werden solche Regelkreise schon lange eingesetzt. Das ganze läuft über ein Bus-System, das einzelne Komponenten im Haus wie Lüftung, Heizkörperventile und vielleicht noch Licht und die Alarmanlage über eine zentrale Schnittstelle miteinander vernetzt. Die Steuerung und Abfrage erfolgt über eine einheitliche Bedienungsoberfläche.

Intelligente Haustechnik für bedarfsgerechtes Heizen

Wie darf man sich nun das Haus von morgen vorzustellen? Roboter, die die Heizkörper hoch- und runterregeln, Fenster kontrollieren und vergessene Glühlampen abschalten? So sicher nicht, aber ein wenig ist an dieser Vision schon dran. Die Regeltechnik ermöglicht z.B. eine optimale Abstimmung von Heizung und Heizkörper in den einzelnen Räumen, die je nach Bedarf und Raumnutzung individuell und zeitlich unabhängig eingestellt werden können. Wie oft werden Räume beheizt, die den ganzen Tag nicht betreten werden, in denen man abends aber eine angenehme Wohntemperatur vorfinden möchte.

Ebenso energieunfreundlich ist das Lüften im Winter, wo kurzfristig große Mengen warmer Luft entweichen, und diese Energie dem Haus verloren geht. Moderne und umweltgerechte, kombinierte Heiz-, Lüftungssysteme werden daher neben der Solartechnik auch mit einer Einrichung zur Wärmerückgewinnung versehen. So kann die verbrauchte Raumluft über Küche und Bad abgesaugt und Frischluft über Schlafzimmer und Wohnräume wieder zugeführt werden. Das ganze läuft über einen Wärmetauscher, der der entweichenden Luft Wärme entzieht und sie der einströmenden Luft wieder zuführt. Auf diese Weise wird die Wärmeenergie optimal ausgenutzt.

Ökosiedlung für eine nachhaltige Stadtentwicklung

Die Anwendung zukunfsorientierter Techniken und moderner Bauweisen im Sinne einer nachhaltigen Nutzung von Energie und Baustoff ist aber nur ein Aspekt von Öko-Häusern. Gerade bei der Planung ganzer Siedlungen stehen noch weitreichendere, oft soziale Ziele dahinter: Man möchte nicht nur Raum zum Leben, sondern Lebensräume schaffen. Häufig werden daher die Wohnungsbesitzer von anfang an bei der Planung beteiligt. Gemeinschaft wird groß geschrieben. Es werden Gemeinschaftsräume für die Bewohner angelegt, man setzt auf Car-sharing statt auf Parkplätze und es wird versucht, die Aspekte Wohnen und Arbeiten wieder mehr miteinander in Verbindung zu bringen.

Zu erwähnen wäre in diesem Zusammenhang das Ökozentrum Rommelmühle in Bietigheim-Bissingen bei Stuttgart. In diesem Zentrum wird im September diesen Jahres das 1. Öko-Kaufhaus Deutschlands seine Tore öffnen und dem interessierten Kunden eine Vielzahl von Produkten aus ökologischer Herstellung und nachhaltigem Anbau anbieten. Die Gewerbetreibenden sind über den Mietvertrag an ein einheitliches ökologisches Qualitätsniveau gebunden. Aber das ist nicht alles. Zusätzlich wurden Wohnungen und Büros in das Konzept integriert, es gibt ein Gesundheitszentrum mit Seminar- und Praxisräumen und es wurde eine Car- sharing Initiative gegründet. Die Stromversorgung erfolgt über eine zum Öko-Zentrum gehörende Wasserkraftturbine.

Ökologisches Bauen ist nicht teurer als konventionelle Bauweisen

Für die an Ökohäusern mit Niedrigenergie- oder Passivbauweise Interessierten bieten sich somit eine Reihe von innovativen und vom energetischen Standpunkt her sehr interessante Bauweisen und Technologien an. Wichtig ist dabei eine gute Beratung und ein an die individuellen Bedürfnisse ausgerichtetes Gesamtkonzept.

Und noch etwas sollte dabei nicht vergessen werden: Ökologisches Bauen bedeutet nicht gleichzeitig auch teueres Bauen.

Was auf den ersten Blick teurer aussieht, sei es die Solartechnik, eine Anlage zur Nutzung von Regenwasser für Toilette und Waschmaschine oder die Verglasung an der Südseite des Hauses, macht sich über die viel geringeren Nebenkosten mit der Zeit mehr als bezahlt. Auch darf man nicht vergessen, daß Solaranlagen von Jahr zu Jahr günstiger angeboten werden können. Und vor allem ist eins wichtig: Man gewinnt mit diesem Schritt in die Zukunft ein großes Stück Unabhängigkeit und ein noch größeres Stück Lebensqualität.

Oder man hälts wie in einem Zitat von Alfred Polgar beschrieben: "Lebenskünstler ist, wer seinen Sommer so erlebt, daß er ihm noch den Winter wärmt..."


schwerpunkt: Heft 2/98, S. 20

Teak statt Menschenrechte

Sabine Genz, Berlin

Bis vor kurzer Zeit war Burma (Myanmar) das Land mit mehr intaktem Tropenwald als irgendein anderes Land auf dem südostasiatischen Festland. Es liefert das wertvollste Teakholz, das weltweit auf dem Markt ist - Holz aus den letzten primären Teakwäldern der Erde. Nachdem in den letzten Jahrzehnten die Primärwälder Indiens, Thailands und Kambodschas weitgehend geplündert wurden, sind seit einigen Jahren die Teakwälder Burmas an der Reihe. Vom Ausverkauf dieser bedeutenden (und extrem artenreichen) Wälder profitiert allein das burmesische Militärregime, das mit den Profiten aus dem Holzhandel den Krieg gegen die aufständischen Minderheiten im Süden des Landes finanziert.

Seit 1962 herrscht in Burma eines der unbarmherzigsten und brutalsten Militärregimes der Welt. Fast nirgendwo wird so systematisch und skrupellos gegen Menschenrechte verstoßen wie dort. Am 8. August 1988 eröffneten burmesische Truppen das Feuer auf friedliche Demonstranten, die ein Ende der Militärdiktatur, Demokratie und Menschenrechte forderten. Ca. 3000 Demonstranten wurden dabei getötet. Im September desselben Jahres reorganisierte sich das Regime zur SLORC (State Law and Order Restoration Council).

Um sich international zu legitimieren, ließ die SLORC im Mai 1990 Wahlen durchführen, bei der mehrere Parteien zugelassen waren. Die National League for Democracy (NLD) - gegründet u.a. von der Friedensnobelpreisträgerin Daw Aung San Suu Kyi - errang mit einer überwältigenden Mehrheit 82% der Parlamentssitze. Die SLORC weigerte sich daraufhin, die Wahlergebnisse anzuerkennen, verhaftete stattdessen führende Persönlichkeiten der NLD und intensivierte die Anstrengungen, jegliche demokratische Regung im Land zu unterdrücken. Folter, Massenhinrichtungen, Zwangsarbeit, Zwangsumsiedlung und Vergewaltigung gehören dabei zu den üblichen Maßnahmen. Weltweit wird Burmas Militärjunta dafür zwar verurteilt - aber die Gewinne aus dem Holzexporten reichen trotzdem aus, um den Kapitalfluß und damit das Regime zu erhalten.

Plünderung der Ressourcen ...

Damit das Geschäft mit den Urwaldriesen läuft, gibt es unter der SLORC so gut wie keine Umweltauflagen. Dementsprechend hoch ist die Vernichtungsrate der Wälder, nach Brasilien und Indonesien die dritthöchste der Welt, Kanbodscha nicht mitgerechnet. Dennoch behaupten die offiziellen Zahlen des Militärregimes, daß es keine nennenswerten Waldverluste gibt. Satellitenbilder und Daten unabhängiger Quellen sprechen jedoch eine andere Sprache.

1975 lag die durchschnittliche jährliche Vernichtungsrate laut United Nations Development Program bei 1.250 km2. 1992/93 wurden 1 Million Kubiktonnen Teakholz aus den Urwäldern geplündert - die Vernichtungsrate lag zu dieser Zeit verschiedenen Schätzungen zufolge bei 8.000 bis 10.000 km2 jährlich. Laut einer Studie des WWF von 1995 hat Burma bereits 71% seiner natürlichen Lebensräume verloren. Die SLORC hilft dieser Entwicklung mit Gesetzen nach, die die Holzindustrie fördern.

... und Unterdrückung und Ausbeutung der Menschen

Kommerzieller Holzeinschlag findet in Burma nicht nur durch Holzunternehmen statt. Es gibt zahlreiche Fälle, in denen das Militär wertvolle Waldbestände fällen läßt und verkauft bzw. an Schmuggler weiterverkauft. Die lokale Bevölkerung wird dafür zur Zwangsarbeit und zu Zwangsabgaben herangezogen. Menschenrechtsorganisationen liegen zahlreiche Berichte vor, die Erpressung und Zwangsarbeit durch das Militär dokumentieren. Zwei Beispiele stehen für viele andere:

"Truppen des 36. Bataillons kamen am 30. April 1994 in unser Dorf. Sie stahlen 8 Töpfe und ein Schwein, als ob alles ihnen gehören würde. Sie haben so viele Dinge von uns gestohlen. Sie verlangten außerdem 1000 Blatt-Schindeln zum Dachdecken und 20 Fuhrwerke, bis zum 15. Mai mußten wir alles abliefern. Wann immer sie in unser Dorf kamen, mußten sich alle Mädchen verstecken, weil die Soldaten ihnen Ärger machten. ... Das Army-Camp forderte außerdem 75 Tonnen Holz von uns. Der Umfang der Stämme mußte zwischen 2 und 4 Fuß betragen und sie mußten 10 Fuß lang sein. Sie sagten, wenn wir sie nicht bringen können, werden wir innerhalb einer Woche aus dem Dorf vertrieben." (1)

"Die Arbeit fing vor 3 Monaten an. Jeder aus dem Ort und der Umgebung mußte in wechselnden Schichten hingehen. Jedes Dorf und jeder Ortsteil mußte an 60 von 90 Tagen Leute entsenden. Jeden Tag mußte mein Ortsteil 2 oder 7 oder 10 Leute schicken, je nachdem, wieviele die Soldaten verlangten. ... Ich mußte zweimal zum Baumfällen gehen, jedesmal für einen ganzen Tag. Wir mußten unsere eigenen Werkzeuge, Macheten und Sägen mitbringen. Sie zwangen uns, alles abzuholzen, sogar die Bambusbäume. Dann mußten wir auch die Wurzeln ausgraben und sie der Armee geben. Alles wurde auf Armeelastwagen weggeschafft. Als die Lastwagen voll waren, mußten die Leute die restlichen Bäume auf eigene Kosten ins Camp bringen, mit Büffelfuhrwerken oder wie immer sie konnten. Das beste Holz wurde weitertransportiert. Sie haben alle wertvollen Bäume mitgenommen. Einige von ihnen sind sehr groß, weil die Leute hier den Wald für vielfältige Zwecke geschützt haben. Es gibt auch Schreine für die Geister, die die Dörfer beschützen, und die Dorfbewohner haben die Bäume um die Schreine herum bewahrt. Sogar diese Bäume mußten gefällt werden. Sie werden nie aufhören, die Bäume zu fällen. Das Land 5 oder 6 Meilen um Kengtung herum ist dürr und trocken, vorher war hier Dschungel. Alle Bäume um die Wasserstellen sind gefällt worden, so daß die Wasserstellen ausgetrocknet sind, die meisten Bäche auch, deshalb haben wir jetzt nicht genügend Wasser. Wir können nicht verstehen, warum sie das tun." (2)

Das Land von ethnischen Minderheiten und Wald befreien

Auf welche Weise auch immer, die Profite aus dem Holzeinschlag fließen direkt oder indirekt an die SLORC, die damit (bislang für ca. 1,3 Milliarden US$) Waffenkäufe finanziert. Die Militärjunta führt seit Jahrzehnten Krieg gegen die ethnischen Minderheiten im Land, gegen die Mon, die Karen, Karenni, Kachin und Shan, die sich gegen die Zerstörung ihrer Wälder und ihres Landes zur Wehr setzen (bzw. setzten, einige von ihnen haben inzwischen Waffenstillstandsangebote der Junta angenommen). Die Karen jedoch opponieren weiterhin gegen die Politik der SLORC, welche vorsieht, die von den Karen kontrollierten - noch sehr ursprünglichen und wertvollen - Wälder nahe der burmesisch-thailändischen Grenze zu "entwickeln" und die Karen zu vernichten. Die Karen kämpfen gegen die industrielle Ausbeutung ihrer Wälder. Der Wald hat für sie auch einen hohen spirituellen Wert. Einen geweihten Baum zu fällen ist eine ebenso schlimme Sünde wie einen Mönch zu töten. Eine der ersten Maßnahmen der Karen National Union (KNU) war es, Waldschutz zu institutionalisieren. Sie richteten 11 Schutzgebiete mit einer Gesamtfläche von 2.700 km2 ein, die sie immer noch managen und kontrollieren.

Dieser Waldschutz geht den Machthabern zu weit. Die Karen sind ihnen im Weg, weil sie Burma und Thailand bei sogenannten "Entwicklungsprojekten" im Grenzgebiet behindern. Was die Politik den Karen gegenüber betrifft, hat Thailand dabei eine Wendung um 180 Grad vollzogen. Bisher galten die Karen und 11 weitere ethnische Gruppen als Verbündete Thailands gegen das vormals "sozialistische" Regime Burmas. Doch nun stellen sie auch für Thailand ein Hindernis auf dem Weg zu Fortschritt und wirtschaftlicher Prosperität dar. Das Königreich, dessen natürliche Ressourcen knapp werden, schaut begierig auf die Fülle in Burma. Thailands Wirtschaft ist auf die Reserven seines Nachbarstaates angewiesen. Friede mit den Militärs scheint das beste Mittel zu sein, um an die Schätze Burmas heranzukommen. Zwar hatte die Militärregierung Anfang 1995 verfügt, daß keine thailändischen Firmen mehr in Burma einschlagen dürfen, bereits bestehende Konzessionen durften jedoch noch erfüllt werden. 1997 wurden dann bereits wieder neue Konzessionen an 5 thailändische Firmen vergeben. Dazu werden immer neue Straßen gebaut und Grenzstationen geöffnet, um den Holzhandel zu vereinfachen.

Illegaler Holzeinschlag

Doch nicht nur der legale Holzhandel zwischen Burma und Thailand blüht. Die ältesten und wertvollsten Teakbäume stehen tief im burmesischen Dschungel und es ist aufwendig und teuer sie zu ernten. Genug Anreiz für Holzunternehmen, illegal in Thailands Naturreservaten einzuschlagen, wo noch ähnliche Qualitäten wachsen. Besonders betroffen sind der Salween National Park und das Salween Wildlife Sactuary. Die Bäume werden dort gefällt und den Salween River hinunter geflößt. Dann werden sie von Schwimmern oder Menschen in kleinen Booten auf die andere - die burmesische - Seite des Flusses gebracht. In Burma angekommen, werden die Stämme als "aus burmesischer Herkunft" oder "exportiert aus Burma" gestempelt und dann ganz offiziell nach Thailand importiert. Zu diesem Zeitpunkt zu beweisen, daß die Stämme aus illegalem Einschlag stammen, ist außerordentlich schwierig - viel weniger schwierig ist es, diese Operationen ungestört durchzuführen, denn inoffiziell wird auch der illegale Einschlag unterstützt. Die Korruption blüht. Vom kleinen Parkwächter bis zu höchsten administrativen Kreisen und politischen Ämtern verdienen viele mit und verschließen die Augen - manchmal auch erst unter Druck der regionalen Mafia. So kann nur ein sehr geringer Anteil des illegal eingeschlagenen Holzes beschlagnahmt werden.

Welche Ausmaße diese kriminellen Praktiken angenommen haben, zeigen die offiziellen Import/Export Zahlen, die der ITTO (International Tropical Timber Organization) vorliegen: Burma gibt an, im Jahr 1995 116.230 m3 Holz - zum überwiegenden Teil Teak- nach Thailand exportiert zu haben, wogegen Thailand Statistiken für das gleiche Jahr fast doppelt soviel Importe aus Burma ausweisen, nämlich 212.000 m3. Zweitgrößter Importeur burmesischen Holzes ist Indien, auch hier werden ähnliche Praktiken im Grenzverkehr vermutet.

Die Nachfrage bestimmt das Angebot

Nach Europa werden kaum nennenswerte Mengen burmesischen Teaks exportiert, eine Ausnahme bilden lediglich Frankreich (500 m3 jährlich) und Deutschland (2000 m3 jährlich). Ein Teil des Teaks wird bei uns zu Furnier verarbeitet und dann nach Dänemark exportiert, wo es zu Möbeln weiterverarbeitet wird.

Jeder der Möbel oder Gegenstände aus Teak kauft, das direkt aus Burma oder indirekt über Thailand, Singapur, Taiwan oder Hongkong zu uns gekommen ist, muß sich darüber im klaren sein, daß er die burmesische Militärjunta und damit Folter, Mißhandlungen, Zwangsarbeit und Hinrichtungen unterstützt.

Burma ist außerordentlich an Handelsbeziehungen mit der westlichen Welt interessiert. Es liegt also an uns, klar gegen die Militärjunta Stellung zu beziehen und ihr das noch bequeme finanzielle Polster zu entziehen. Wegen der vielen nachgewiesenen Menschenrechtsverletzungen hat die US-Regierung zum Wirtschaftsboykott von Burma aufgerufen und künftige Investitionen US-amerikanischer Firmen untersagt. In Deutschland ist man von diesem Schritt noch weit entfernt. Die üblichen Konzerne (Siemens, Mercedes, Deutsche Bank, Bayer AG, Mannesmann, Lufthansa u. Condor, Robert Bosch, Westdeutsche Landesbank, Berliner Bank, BMW, Neckermann, Triumph (Trikotagen), Kreutzer Touristik, um nur die bekanntesten zu nennen) dürfen weiterhin ihre shareholder values auf Kosten der burmesischen Bevölkerung erhöhen.

(1) Saw Lah Ghay, Karen-Bauer, interviewt in "Refugees at Klay Muh Hta", Karen Human Rights Group, 26. Mai 1994, zitiert nach Tim Keating (Rainforest Relief), Teak is Torture (Draft), Juni 1997
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(2) Sai Khorn Mong, Shan-Bauer, interviewt in "SLORC in Southern Shan State", Karen Human Rights Group, 20. August 1994, zitiert nach Tim Keating (Rainforest Relief), Teak is Torture (Draft), Juni 1997
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schwerpunkt: Heft 2/98, S. 22

Gartenmöbel - die etwas andere Art

Tips beim Gartenmöbelkauf

Nicoletta Klein, Hamburg

Gartenmöbel aus Tropenholz sind zur Sommerzeit sehr beliebt. Man bekommt sie sozusagen an jeder Ecke, vom Exklusiv-Ausstatter über das Möbelhaus bis zum gewöhnlichen Baumarkt und dazu noch zu relativ günstigen Preisen. Alles in modischem Design, meist aus massivem Teak und natürlich inzwischen auch mit angehängtem Unbedenklichkeitszertifikat oder dem Stempel "aus Plantagenteak" um die Verbraucher zu beruhigen. Daß es sich dabei meist um Schwindelsiegel handelt, die über die wirkliche Herkunft und Gewinnung nichts aussagen ist den wenigsten bekannt.

Tropenholz stammt oft aus Raubbau und auch die Plantagen werden nicht immer naturnah und sozialverträglich bewirtschaftet, bzw. übernutzt. Außerdem besitzen Teakmöbel aus Plantagen von Java nicht die Qualität wie in früheren Jahren. Durch die Kriegswirren des Unabhängigkeitskampfes wurde nicht mehr regelmäßig aufgeforstet, so daß die alte Generation Teak- Bäume nun gefällt ist, während die erst später nachgepflanzten noch nicht das Alter und damit die Qualität erreicht haben, aufgrund der Nachfrage aber schon eingeschlagen werden.

Ökologisch problematisch ist auch die Verwendung der Canadian Red Cedar. Auch hierbei handelt es sich um ein Holz, welches sich durch seine Wetterfestigkeit gut für Gartenmöbel eignet. Doch wird es ebenfalls für den konventionellen Handel oft durch Kahlschläge in den kanadischen Urwäldern gewonnen.

Geeignete einheimische Hölzer

Damit man aber nun trotzdem die schönste Zeit des Jahres entspannt im Liegestuhl verbringen kann, wird es höchste Zeit für ROBIN WOOD Alternativen zu Tropenholzgartenmöbel aufzuzeigen. Zu bevorzugen sind dabei auf jeden Fall einheimische Hölzer.

In Deutschland existiert ein Ökosiegel für Holz aus nachhaltiger Erzeugung, welches durch den Naturlandverband vergeben wird. Es hat eine ökologische Waldnutzung zum Ziel und soll zur langfristigen Sicherung der Schutz- und Sozialfunktionen des Waldes beitragen. Zertifiziert wurde auch der Stadtwald von Göttingen, wo eine Gartenbank aus heimischem Holz hergestellt wird, allerdings nicht in großer Stückzahl.

Aber auch unzertifiziert sind die bei uns vorkommenden Hölzer für Gartenmöbel zu empfehlen. Mittlerweile ist in den Geschäften eine größere Auswahl davon zu erhalten. Zu nennen wäre hier an erster Stelle die Eiche, die sich nicht nur für die Wohnzimmerschrankwand, sondern auch für den Außenbereich sehr gut eignet. Aufgrund ihres harten, wetterfesten Holzes und ihrer natürlichen Inhaltsstoffe, die sie vor Pilzbefall bewahren, kann sie ohne chemischen Schutz im Freien verwendet werden. Leider ist sie nicht ganz billig und findet sich deshalb seltener für diesen Verwendungszweck in den Möbelhäusern, aber auch hier existieren bereits vertretbare Angebote.

Auch die Lärche als unser härtestes Nadelholz ist ein vielversprechender Kandidat für Gartenmöbel. Sie ist ebenfalls von Natur aus witterungsbeständig, höchstens ihr hoher Harzgehalt, wie bei allen Nadelhölzern, wäre ein Grund für eine Oberflächenbehandlung, wenn es den Benutzer denn stören sollte. Auch fordert sie einiges handwerkliches Geschick bei der Verarbeitung.

Entdeckung Robinie

Eine weitere Möglichkeit, auf Teak und Co. zu verzichten stellen Sitzgruppen und Liegen aus Robinie dar. Dieser, auch als falsche Akazie bezeichnete, Baum wurde Anfang des 16. Jahrhunderts von Nordamerika nach Frankreich eingeführt und dank seiner Anspuchslosigkeit auch bald in Süddeutschland angepflanzt. Es ist also keine ursprünglich bei uns heimische Baumart, erfüllt aber dennoch auch ökologische Funktionen für Flora und Fauna, wie z. B. die Bienenweide. Benutzt wurde sie früher vor allem als Pionierbaum bei der Bepflanzung von Halden, z.B. entlang von Eisenbahnen, oder für Rebpfähle in Weinbergen. Mittlerweile kommt die Robinie in Deutschland nur in Brandenburg in größeren Gebieten vor, die Hauptmenge der zur Zeit auf den Markt drängenden Entdeckung stammt jedoch aus Ungarn und Rumänien. Dort stehen ganze Robinienwälder, also Monokulturen, die nach den auch bei uns üblichen forstwirtschaftlichen Kriterien bewirtschaftet werden, was man zwar nicht als naturnahen Waldbau bezeichnen kann, aber dem Raubbau in den Regenwäldern doch noch vorzuziehen ist.

Gartenmöbel aus der falschen Akazie sind zwar schwer zu bearbeiten, dafür sind sie aber auch sehr widerstandsfähig, dauerhaft und auch ohne Behandlung haltbar dank natürlicher Pilzgifte. Das Holz hat im Freien keine Pflege nötig und kann auch im Winter draußen stehen bleiben. Die Investition lohnt sich also, denn auch Robinienmöbel zählen nicht zu den billigsten Alternativen. Sie sind noch nicht als Massenartikel in den Baumärkten zu finden, doch gibt es mittlerweile schon einige Fachgeschäfte und Versender auf dem deutschen Markt.

Besonders beliebt sind zur Zeit Kombinationen aus Holz und Metall. Meist handelt es sich dabei um Sitzgruppen, die an Gartenrestaurants erinnern und aus klappbarem Metallrahmen mit einer Holzbelattung bestehen. Das Stahlgestell ist entweder verzinkt oder pulverbeschichtet, so daß es viele Jahre hält und man notfalls das Holz ersetzen kann. Denn diese Versionen gibt es nicht nur aus Robinie, sondern zum Beispiel auch als preiswertere Variante aus Kiefer.

Auf die richtige Pflege kommt es an

Aus Kiefer findet man wohl die größte Auswahl an Gartenmobiliar aus heimischen Hölzern überhaupt. Sie ist ausgesprochen gut für Gartenmöbel geeignet, hält aber ohne Holzschutz nur ein paar Jahre lang. Deshalb werden Nadelhölzer um sie wetterfest zu machen oft im Kesseldruckverfahren imprägniert. Dabei wird durch Druckunterschied der Holzschutz tief ins Holz gepreßt, leider oft unter Verwendung von Kupfersalz oder Chrom, was zur Folge hat, daß man die Stücke, wenn sie altersschwach sind, als Sondermüll entsorgen muß. Schonender ist die Imprägnierung in einem Öltauchbad, wonach der Schutz auch immerhin fünf Jahre anhält.

Eine umweltfreundlichere Methode stellt auch die Verwendung der Produkte von Naturfarbenherstellern dar, mit denen man unbehandelte Kollektionen selbst imprägnieren kann. Besonders geeignet sind dafür Leinöl oder eine Lasur, denn sie bieten durch relativ große Eindringtiefe einen ausreichenden Schutz vor der Witterung und Insekten- und Pilzbefall und Erhalten darüber hinaus die Offenporigkeit des Holzes, so daß der Feuchtigkeitsaustausch gewährleistet ist. Wachs eignet sich nur in Kombination mit Öl, um die Oberflächeneigenschaften zu verbessern. Nicht empfehlenswert dagegen fürs Freie sind Lacke. Die Kunststoffhaut kann durch Hitze und UV-Strahlung feine Haarrisse bekommen, in welche dann Wasser eindringen, sich ausbreiten, aber an den noch dichten Stellen nicht wieder verdunsten kann, was zum vermodern des Holzes führt.

Trotz dieser Prozeduren ist es immer noch am wirksamsten, sein Sommermobiliar nicht "im Regen stehen zu lassen", damit man länger Freude an ihm hat. Am einfachsten ist natürlich eine Abdeckung, aber auch klappbare Möbel, die man zum Wasserablaufen an die Wand lehnen kann sind eine Möglichkeit. Für die kalte Jahreszeit empfiehlt es sich, die Garnituren in einem unbeheizten, frostfreien Kellerraum unterzubringen. Dies gilt nicht nur für die Kiefer sondern ebenso für die wetterfesten Arten Eiche und Lärche und alle übrigen einheimischen Hölzer; mit Ausnahme der Robinie. Ein weiterer "Überlebenstrick" ist das Aufstellen auf Steinplatten, damit das Holz nicht durch ständigen Erdkontakt Wasser aufnehmen kann.

Als zusätzliche Auswahlmöglichkeit steht für Gartenmöbel noch die Esche zur Verfügung, die allerdings witterungsempfindlicher als die bis jetzt genannten Arten ist und für welche deshalb ebenfalls die oben aufgeführten Imprägnierungsmöglichkeiten verwendet werden müssen. Entsprechendes gilt für die Buche, sie ist nur eingeschränkt zu empfehlen, da sie starke Feuchtigkeitsänderungen nicht verträgt und durch Pilzbefall gefährdet ist.

Ausnahme FSC-Siegel

Wenn man nach diesen Erläuterungen trotzdem noch meint, nicht auf Tropenholz- Gartenmöbel verzichten zu können, ist die einzig akzeptable Ausnahme zur Zeit das mit dem Zertifikat des Forest Stewardship Council (FSC) ausgezeichnete Holz, der sich für eine umweltgerechte, sozialverträgliche und wirtschaftlich tragfähige Bewirtschaftung der Wälder weltweit einsetzt. Leider befindet sich der Handel mit FSC- zertifiziertem Holz gerade erst in den Anfängen, so daß nur wenige Anbieter für diese Saison schon Gartenmöbel mit dem genannten Zertifikat im Programm führen.

Aber bedenken Sie beim Kauf, daß Alternativen zu Gartenmöbeln aus Tropenholz inzwischen in einer ansehnlichen Auswahl vorzufinden sind. Von rustikal bis edel, von teuer bis billig; für jeden Geschmack und Geldbeutel etwas. Man muß vielleicht in manchen Fällen seine Bequemlichkeit einschränken und sie vor Nässe schützen. Aber müssen denn Gartenmöbel wirklich das ganze Jahr über auch bei Regen und Schnee im Freien stehen?

Eine Liste verschiedener Bezugsadressen kann bei ROBIN WOOD angefordert werden.


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