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Rettet die Flüsse
In den letzten drei Jahren wurde an vielen Orten in Polen kleinen Flüsse und Bäche reguliert. Zu diesem Zweck
wurden Mittel verwendet, die für Hochwasserschutz vorgesehen waren, unter
anderen aus den europäischen Programmen Sapard, Phare und aus den Krediten der
Europäischen Investitionsbank in Höhe von 250 Mio. Euro.
Das Flussbett vieler Flüsse wurde
vertieft und begradigt, die Ufer befestigt und Bäume entfernt. Diese Maßnahmen
wurden vor allem mit Hochwasserschutz begründet. Das Ergebnis solcher Eingriffe
ist jedoch, dass die Hochwassergefahr wächst.
Flussregulierungen werden auch
Unterhaltung oder Sanierung genannt, um notwendige Genehmigung zu umgehen.
Die Ursache dafür ist, dass die verantwortlichen Institutionen nicht zeitgemäß
und nicht kompetent sind. Darüber hinaus stehen wirtschaftliche Interessen der
ausführenden Unternehmen dahinter. Besonders schädlich sind
Regulierungseingriffe von Flussabschnitten in Wildnis- oder brachliegenden
Bereichen. Unbewohnte und ungenutzte Bereiche sollten komplett aus solchen
Eingriffen herausgenommen werden.
Die ökologischen Organisationen und
Anglerverbände haben deshalb Alarm geschlagen. Im Juli 2004 kam ein Treffen mit
dem Umweltminister zustande, in dem die Missstände vorgetragen wurden. Das
Ministerium hat sich nun zu einer besseren Kontrolle der Investitionen im Bereich
Hochwasserschutz verpflichtet.
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