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Fachtagung:
Plantagen für Papier
Mit dem Wissen, dass immer mehr Plantagen zur Rohstofflieferung für Papier angelegt
werden, veranstaltete die Initiative 2000 plus - Schulmaterialien aus
Recyclingpapier im Oktober 2003 eine Fachtagung. Zentrale Fragen waren:
- Ist die Holzproduktion in Plantagen ein optimaler Weg zur Rohstofflieferung für
Papier?
- Welche Auswirkungen hat Plantagenwirtschaft für betroffene Länder in
Südostasien und Brasilien?
Die Entwaldungsrate im Osten Brasiliens ist dreimal so hoch wie in Amazonien. Die Kleinbauern wurden
von ihrem Land vertrieben. Auf ca. 70 Prozent der Ackerfläche wird heute
Eukalyptus in Plantagen angebaut. Große Mengen Pflanzenschutzmittel (acht
Kilogramm pro Hektar im Jahr) sichern hohe Erträge. Der unsachgemäße Umgang und
eine Überdosierung der Mittel, die in Deutschland gar nicht mehr zugelassen sind,
haben verheerende Folgen für Menschen und Umwelt.
Durch den hohen Wasserbedarf der Eukalyptusbäume und der Fabrik sinkt der
Grundwasserspiegel, so dass kleine Flüsse vollständig ausgetrocknet sind. Das
Abwasser des Zellstoffwerkes wird über Kanäle abgeleitet. Über 3000 Menschen,
die an ihnen wohnen, klagen über gesundheitliche Probleme.
Mit Landbesetzungen setzen sich die Menschen für die Ernährungssicherung ein und
schaffen dabei mehr Arbeitsplätze als in den Großbetrieben (vier Prozent der
Arbeitsplätze auf 52 Prozent der Landesfläche). Sie kämpfen gegen Monokulturen
und exportorientiertes Agrobusiness. Der Protest der Menschen in Deutschland
gegen diese Praktiken bestärkt die Arbeit der AktivistInnen.
Die AktivistInnen der Landlosen- und Kleinbauernbewegung aus Brasilien schilderten
auf beeindruckende Weise die Folgen der Plantagenwirtschaft für die Bevölkerung
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Über die Fachtagung Papierrohstoffe aus Plantagenwirtschaft kann eine ausführliche
Dokumentation zum Preis von 10 Euro bestellt werden: FÖP Forum Ökologie &
Papier, Im Dorf 27, 56288 Roth, Tel. 06762-8750, Fax: - 951750, jupp.trauth@gmx.de, mehr Infos...
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