Giftiges Uran

Uran kommt als natürliches Element in der Erdkruste vor und seine Häufigkeit beträgt etwa 2,3 Gramm/Tonne. Natürliches Uran besteht aus einem Gemisch verschiedener Isotope, nämlich aus Uran-238, Uran-235 und Uran-234.

Bevor Uran als Brennstoff in Atommeilern eingesetzt werden kann, muss der Anteil des spaltbaren Uran-235 gegenüber dem natürlichen Uran erhöht werden, das Uran muss „angereichert“ werden. Angereichertes Uran für Atomkraftwerke besteht zu etwa 3 % aus Uran-235 und zu etwa 97 % aus Uran-238. Auch in Atombomben wird angereichertes Uran eingesetzt.

Als Abfallprodukt aus der Herstellung von Kernbrennstoff für Atommeiler entsteht abgereichertes Uran. Es besteht typischerweise zu 99,8 % aus Uran-238 und zu 0,2 % aus Uran-235.

Uran ist ein radioaktiver Alpha-Strahler und chemisch giftig wie Blei oder Quecksilber. Uran-238 kann durch die Atemluft oder die Nahrung aufgenommen werden. Mit der Nahrung aufgenommene Partikel gelangen über den Magen-Darm-Trakt ins Blut und können sich so im ganzen Körper verteilen. Mit der Atemluft aufgenommene Partikel bleiben je nach Teilchengröße zunächst in den Atemwegen hängen, von wo aus sie, je nach Löslichkeit ebenfalls ins Blut übergehen. Uran reichert sich vor allem in den Knochen, der Leber und den Nieren an.


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