Glossar

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AmmoniakFarbloses Gas mit beißendem Geruch. (...) Den rund 10.000 bis 30.000 t pro Jahr geschätzten industriellen A.-Emissionen stehen etwa 350.000 t aus dem landwirtschaftlichen Bereich (Tierhaltung, Düngemitteleinsatz) gegenüber. Bei starken Emissionen (z.B. im Bereich der Massentierhaltung) werden lokale Vegetationsschäden festgestellt. Der kritische Konzentrationswert liegt bei 100 µg/m3 als Monatsmittel für empflindliche Pflanzen (z.B. Nadelbäume). /aus: Was Sie schon immer über Umweltchemikalien wissen wollten, Umweltbundesamt 1991/
Becquerel (Bq)Einheit der Aktivität eines Radionuklides. Die Aktivität von 1Bq liegt vor, wenn von der bestehenden Menge eines Radionuklides ein Atomkern pro Sekunde zerfällt. Die Kennzeichnung der Radioaktivität einer Stoffmenge sagt über ihre biologische Wirkung nichts aus. Das Becquerel ersetzt die alte Einheit Curie (Ci; 1 Ci=3,7*1010 Bq). /aus: Wörterbuch Ökologie und Umwelt, dtv/Westermann, 1993/
BenzolFarblose, aromatisch riechende, brennbare, leichtflüchtige Flüssigkeit. Wichtiger Ausgangsstoff zur Herstellung aromatischer Verbindungen in der organischen Chemie. Benzol zählt zu den eindeutig als krebserzeugend ausgewiesenen Stoffen. Das Einatmen von Benzol-Dämpfen ist gesundheitsschädlich. In relativ hohen Konzentrationen kann Benzol Leukämie (Blutkrebs) hervorrufen, bei niedrigen Konzentrationen können vielfältige Störungen im Blutbild ausgelöst werden. Darüber hinaus kann Benzol auch Chromosomenschäden verursachen. /aus: Was Sie schon immer über Umweltchemikalien wissen wollten. Hrsg. Umweltbundesamt, 1990/
G77Gruppe der 77, Vereinigung von inzwischen über 130 Entwicklungsländern
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IFEUInstitut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (www.ifeu.de)
ITTAInternational Tropical Timber Agreement= internationales Tropenholzabkommen
KohlenmonoxidCO: farbloses, geruchloses, aber sehr giftiges Gas, das bei der Verbrennung organischer Substanzen, also auch fossiler Brennstoffe entsteht, wenn diese Verbrennung unvollständig erfolg, also bei zu niedriger Temperatur und unter Sauerstoffmangel. (...) K. ist Bestandteil von Rauchgasen und wichtiger Bestandteil von Kraftfahrzeugabgasen. In mitteleuropäischen Industrieländern wird K. zu ca. 60-65% vom Verkehr, zu um 20% von Haushalten und zu ca. 15% von der Industrie emittiert. (...) /aus: Wörterbuch Ökologie und Umwelt, dtv/Westermann, 1993/
Nitratedie Salze der Salpetersäure, die in den Landschaftsökosystemen vor allem durch Nitratdünger ausgebracht werden oder durch Nitrifikation entstehen. Die N. sind leicht löslich, können rasch ausgewaschen werden und reichern sich im Grundwasser an. Damit gelangen sie ins Trinkwasser und durch die Düngung der Feldfrüchte in die Nahrungsketten. Im menschlichen Organismus kann es zu Nitrat-Nitrit-Vergiftungen kommen (Methämoglobinämie). Durch zu hohe Stickstoffdüngung kann die gleiche Vergiftung auch durch den Verzehr nitratspeichender Pflanzen (z.B. Spinat) auftreten. Bei der stofflichen Charakterisierung von Agroökosystemen im Landschaftsäkosystem gelten N. zusammen mit Ammoniak, Nitrit, Gesamtstickstoff sowie Fäkalindikatoren im Boden als Kriterium für dessen Verunreinigung. /aus: Wörterbuch Ökologie und Umwelt, dtv/Westermann, 1993/
MOXMischoxid(MOX)-Brennelemente. MOX sind Brennelemente, die neben Uran bis zu 5% Plutonium aus Wiederaufarbeitungsanlagen enthalten. Quelle und weitere Info: www.umweltlexikon-online.de
NGOnon governmental organisation = Nichtregierungsorganisation (NRO)
NRONichtregierungsorganisation = non governmental organisation (NGO)
OPECorganisation of petroleum exporting countries = Organisation erdölexportierender Länder
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OzonGas, welches überwiegend durch Einwirkung ultravioletter Strahlung in der Stratosphäre (Ozonosphäre, 20 bis 45 km über der Erdoberfläche) entsteht und in Spuren durch atmosphärische Transportvorgänge auch in erdnahe Schichten gelangt. Daneben bildet sich Ozon auch in der unteren Atmosphäre durch luftchemische Reaktionen aus Stickstoffoxiden und Kohlenwasserstoffen (Photooxidantien). Ozon stellt die Leitkomponente des photochemischen Smogs dar. Die 0zon-Moleküle (O3) bestehen im Gegensatz zum (zweiatomigen)Luftsauerstoff (O2) aus drei O-Atomen und weisen von daher eine starke Tendenz auf, das "überzählige" Sauerstoffatom abzugeben. Ozon ist hierdurch sehr reaktiv und stellt ein starkes Oxidationsmittel dar, das z. B. Schäden bei Materialien (Autoreifen, Textilfarbstoffe u. a.), Pflanzen (Braunfärbung von Blätter, Absterben von Pflanzenpartien u. a.) und Gesundheitsschäden hervorrufen kann. Bereits in relativ niedrigen Konzentrationen können beim Menschen Funktionsstörungen der Lunge, funktionell-biochemische Wirkungen, Schleimhautreizeffekte auftreten (MIK-Wert: 120 mg/m3 für eine halbe Stunde). Ozon und andere Photooxidantien sind insbesondere in höheren Mittelgebirgslagen am Waldsterben beteiligt. Ozon tötet Bakterien und Viren ab und wird deshalb bei der Trinkwasseraufbereitung eingesetzt.
Das stratosphärische Ozon übt eine wichtige Schutzfunktion aus, indem es die gefährliche (z. B. Hautkrebs auslösende) UV-Bestrahlung der Sonne ausfiltert.
/aus: Was Sie schon immer über Umweltchemikalien wissen wollten. Hrsg. Umweltbundesamt, 1990/
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SchwefeldioxidSO2: ein farbloses, stechend riechendes Gas, das in Wasser leicht löslich ist. Das S. entsteht bei der Verbrennung von Kohle, Erdöl, Erdgas sowie bei der Verhüttung sulfidischer Erze auf Grund des Schwefelgehaltes der Brennstoffe bzw. der Erze, sowie bei der industriellen Produktion von Düngern, Soda, Cellulose, Schwefelsäure etc. In der Natur kommt SO2 in vulkanischen Aushauchungen der Gasvulkane und im Erdgas vor. (...) Das SO2 ist eine Komponente des sauren Nebels und des sauren Regens. Es erweist sich als phytotoxisch und bedingt Pflanzenschäden (Zerstörung von Chlorophyll, Verfärbungen, Fleckungen, Erschlaffungen, Nekrosen der Blätter). Das Waldsterben wird u.a. auf SO2 in der Atmosphäre und seine ökophysiologische Wirkung in den Pflanzen zurückgeführt. /aus: Wörterbuch Ökologie und Umwelt, dtv/Westermann, 1993/
StickoxidNOx: Sammelbezeichnung für Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid (NO2), die zu den Nitrosen Gasen gehören, die überwiegend bei Verbrennungsvorgängen entstehen und eine Sauerstoff-Luftstickstoff-Verbindung darstellen. Mit steigender Verbrennungstemperatur wird die S.-bildung erhöht. Hauptquelle der S. ist der Kraftfahrzeugverkehr (ca. 60%), dann folgen mit ca. 30% Kraftwerke auf Verbrennungsbasis. Zusammen mit Sonnenlicht bilden die S. Photooxidantien. (s.a. Ozon, Saurer Nebel, Saurer Regen) /aus: Wörterbuch Ökologie und Umwelt, dtv/Westermann, 1993/
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StickstoffN2: Hauptbestandteil im Gasgemisch der Luft mit einem Anteil von 78 Vol.-% und wichtiges Hauptnährelement aller Organismen (Baustein der Eiweißgruppe). Stickstoff kommt in mineralischer Form als N2, NH3 (Ammoniak), NH4 (Ammonium), NO2 (Nitrit) und NO3 (Nitrat) vor. Er ist ein zentrales Element im Stoffhaushalt der Ökosysteme (Stickstoffkreislauf) und wurde, da er in Mineralen relativ selten auftritt, auf der Erdoberfläche und im Wasser fast ausschließlich biotisch angereichert. Wegen seiner großen Bedeutung für das Pflanzenwachstum ist der Stickstoff ein wichtiger Dünger. Durch Luftstickstoffbindung (vor allem durch Knöllchenbakterien in Wurzeln von Leguminosen) wird er auf natürlichem Wege in Humus angereichert. Die Stickstoff-Verfügbarkeit in verschiedenen Humusformen ist in Abhängigkeit von den Standortbedingungen sehr unterschiedlich. /aus: Wörterbuch Ökologie und Umwelt, dtv/Westermann, 1993/
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