- Hintergrund -

 

Faltblatt
Und täglich grüßt der Super-GAU
Atomanlagen abschalten - sofort -

Vier Stromkonzerne pokern um die Zukunt: E.ON, Vat- tenfall, RWE und EnBW sind die Betreiber von derzeit noch 17 Atomkratwerken in der Bundesrepublik. Ihr Einsatz: Die Gesundheit der Bevölkerung und der kom- menden Generaionen. Nur ein einziger schwerer Un- fall in einem Atomkratwerk mit der Freisetzung von Radioakivität – das zeigt bis heute der Super-GAU von Tschernobyl - kann die Lebensgrundlage für die Men- schen in weiten Teilen Europas zerstören. Ihr Nutzen: Riesige Gewinne für ihre Akionäre.

Dieses atomare Pokerspiel muss sofort beendet wer- den. Denn nicht nur der Betrieb der AKWs stellt ein unverantwortbares Risiko dar. Auch die Risiken durch den anfallenden Atommüll und die Gefahren der Wei- terverbreitung von atomwa?enfähigem Material sind nicht zu verantworten! Selbst der Uranabbau – mit dem die Atomspirale beginnt - birgt Gefahren für Mensch und Umwelt.

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Poster (pdf)



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Saubere Energie statt Kohle und Atom
ROBIN WOOD-Floßtour 2008 von Dresden nach Hamburg

Das Klima ändert sich

Wann haben Sie Ihre letzte Schneeballschlacht gemacht? Zugegeben, ein paar milde Winter beweisen noch keine globale Erwärmung und doch spüren wir zu Recht, dass sich das Klima verändert.

In den letzten einhundert Jahren ist die Durchschnittstemperatur unseres Planeten um fast ein Grad gestiegen. Fruchtbarer Boden ist verloren gegangen, Gletscher sind geschmolzen und um die immer knapper werdende Ressource Wasser werden Kriege geführt. Doch endlich ist Klimaschutz in aller Munde - zumeist leider jedoch nur als hohle Phrase. Die Klimakatastrophe kann aber nur abgemildert werden, wenn die Verfeuerung von Kohle, Öl und Wäldern drastisch eingeschränkt wird. Mit Forderungen nach billigem Benzin und Strom ist Klimaschutz nicht zu machen.

Verursacht wird die globale Erwärmung hauptsächlich durch Kohlenstoffdioxid (CO2). Es entsteht bei nahezu jedem Verbrennungsprozess. Seit der Industrialisierung ist der Gehalt des Klimagases in der Atmosphäre sprunghaft angestiegen. Trotz aller Konferenzen nehmen die Emissionen und der CO2-Gehalt in der Atmosphäre ständig zu.

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Verbaut uns nicht die Elbe!

Vor noch 20 Jahren stank die Elbe zum Himmel und schlängelte sich als Kloake durchs geteilte Land. Der eiserne Vorhang verhinderte zugleich aber auch den Bau von Staustufen und die Betonierung des Uferlaufs, wie andere Flüsse ihn erfahren mussten. Heute ist die Elbe der einzige naturnahe Strom in Deutschland. Die Wasserqualität hat sich deutlich gebessert, ihre Ufer werden von Stränden, Wiesen und Auen- wäldern gesäumt, seltene Amphibien, Seeadler und Biber sind zurückgekehrt und Anwohner und Naturtouristen zieht der Fluss wieder an.

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Klimaschutz statt Kohleschmutz

Die Klimakatastrophe hat längst begonnen. Die Folgen des menschlich verursachten Anstiegs der Temperaturen auf unserem Planeten können nur noch begrenzt, aber nicht mehr aufgehalten werden.

International wird um Maßnahmen gerungen, die Erderwärmung auf nicht mehr als zwei Grad Celsius im globalen Mittel steigen zu lassen. Schon dieses Ziel stellt eine große Aufgabe dar und erfordert umfassende Veränderungen im Energie- und Verkehrssektor sowie in der Land- und Forstwirtschaft.

Hauptverursacher des Klimawandels sind die westlichen Industriestaaten, die aktuell und historisch für den überwiegenden Teil der viel zu hohen CO2-Emissionen verantwortlich sind. Sie tragen auch die Verantwortung dafür, dass die von vielen WissenschaftlerInnen und Umweltorganisationen vorgetragenen Warnungen vor einer Klimakatastrophe jahrzehntelang ignoriert wurden.

...mehr: Info-Faltblatt "Klimaschutz statt Kohleschmutz" (pdf, rd. 180 kB) | Kohlestrom-Seiten


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Alle Reden vom Klimaschutz und der dringenden Notwendigkeit, die CO2-Emissionen drastisch zu reduzieren. International wird um die Nachfolge des Kyoto-Protokolls gerungen. Aber schon jetzt warnt der Weltklimarat der UN, dass viele Länder nicht einmal die Einsparziele des bis 2012 geltenden Kyoto-Protokolls einhalten werden. Nicht nur die USA und Australien, sondern auch viele europäische Staaten sind weit davon entfernt, ihre Einspar-Versprechen zu erfüllen. Die Bundesregierung gibt sich in letzter Zeit gern als Muster-Klimaschützer. Doch mit der Realität hat dies wenig zu tun. Einen großen Anteil der Einsparungen bei den CO2-Emissionen hat Deutschland vor allem durch den Zusammenbruch der ostdeutschen Wirtschaft unmittelbar nach der Wiedervereinigung erreicht. Um mehr als ein Drittel sind die CO2-Emissionen in Ostdeutschland seit 1990 zurückgegangen - von etwas über 300 Mio. Tonnen CO2 im Jahr 1990 auf unter 200 Mio. Tonnen CO2 Jahr 1995. Trotz des Zusammenbruchs der ostdeutschen Wirtschaft und dem damit verbundenen Klimaschutz-Geschenk hat die Bundesrepublik die Kyoto-Ziele noch nicht erreicht: Von den zugesagten 21 Prozent Minderung gegenüber 1990 hat Deutschland bis 2005 erst 18,4 Prozent erreicht.

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Sind Sie gegen den Weiterbetrieb der Atomkraftwerke und für den Ausstieg aus der Klima schädlichen Kohleverstromung? Wollen sie, dass Energie aus Geothermie, Wasser, Wind, Sonne und Biomasse statt aus Atomenergie und Kohle erzeugt wird? Dann überlassen Sie die Entscheidung unserer zukünftigen Energieversorgung nicht Konzernen wie E.ON, EnBW, RWE und Vattenfall. Entscheiden Sie! Wechseln Sie zu einem Ökostromanbieter. Wechseln heißt die Zukunft der Energieversorgung mitgestalten.

ROBIN WOOD hat recherchiert, welche Ökostromanbieter sich für den Atomausstieg und den Ausbau Erneuerbarer Energien einsetzen. Auf den folgenden Seiten erhalten Sie die Informationen die Sie brauchen, um einen Ökostromanbieter zu finden, der zu Ihnen passt.

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ATOMAUSSTIEG UND VERSORGUNGSSICHERHEIT

Veröffentlichung des Umweltbundesamtes, März 2008, Autorin: Charlotte Loreck

Fazit (Zitat)

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Die Versorgungssicherheit bis 2020 ist wegen des Verzichts auf die Atomkraftnutzung gemäß der Vereinbarung der Bundesregierung mit den Energieversorgungsunternehmen vom Juni 2000 nicht in Gefahr. Um das Klimaschutzziel zu erreichen, bis 2020 die Treibhausgasemissionen um 40 Prozent gegenüber 1990 zu senken, schlagen wir für den Kraftwerkspark eine Begrenzung der Emissionen auf 225 Millionen Tonnen CO2 im Jahr 2020 vor. Dieses Ziel ist auch unter den Bedingungen des Verzichts auf die Nutzung der Atomkraft erreichbar, soweit folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  1. Stromsparen: Senkung des Bruttostromverbrauchs um elf Prozent im Jahr 2020 gegen über 2005,
  2. Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung, vor allem auf Erdgasbasis, um den Anteil von KWK-Strom im Jahr 2020 auf 25 Prozent zu steigern,
  3. keine zusätzlichen Kohlekraftwerke über die heute schon im Bau befindlichen Kraftwerke hinaus,
  4. Ausbau der erneuerbaren Energien wie im Leitszenario vorgesehen,
  5. Effizienzverbesserungen bei den Kraftwerken durch Abschalten alter ineffizienter Anlagen, sobald die vorgesehene Lebensdauer erreicht sein wird.
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Robin Wood lehnt den in der Studie eingerechneten Neubau von Braun- und Steinkohlekraftwerken ab.

In der Grafik auf Seite 11 werden fälschlicherweise keine CO2-Emissionen von Atomkraftwerken aufgeführt.

Robin Wood weist darauf hin, dass für die Bereitstellung des Brennstoffs während der gesamten Laufzeit CO2-Emissionen zu berücksichtigen sind.


UBA, ATOMAUSSTIEG UND VERSORGUNGSSICHERHEIT, März 2008 (pdf, rd. 100 kB)