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ROBIN WOOD - Floßtour 2000
Faltblatt zur Floß-Tour 2000 (420 kB) Unfall-PKW

Wald statt Asphalt

 

Der Zustand unserer Wälder ist unverändert gefährdet. 1999 wiesen 63 % aller Bäume erkennbare bis schwere Schäden auf.

Seit der Einführung von Entschwefelungsanlagen und Katalysatoren sind so gut wie keine Maßnahmen zum Schutz der Wälder mehr ergriffen wurden. Klimaerwärmungen, Amoniakeinträge au einer industriellen Fleischproduktion, Stickoxide und Ozon belastungen durch den immer weiter anwachsenden Autoverkehr, setzen dem Wald unvermindert zu.

Wir müssen zu neuen Mitteln greifen, um auf die unverminderte Bedrohung hinzuweisen.

Daher gehen wir mit dem Floß auf Infotour.

Zum Schutz von Wald, Luft und Mensch fordern wir
  • Verminderung des motorisierten Individualverkehrs durch
    • eine dezentrale Städtebaupolitik
    • Förderung der Bahn
    • Erhöhung der Benzinpreise
  • Die Einführung einer allgemeinen Geschwindigkeitsbegrenzung von 100/80/30 km/h
  • Einführung einer entfernungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe, mit deren Einnahmen der Gütertransport auf der Schiene unterstützt werden soll
  • Ausbau des Bahn- und Radwegenetzes
  • Autofreie Innenstädte, autofreie Tage


Naturland-Wald

Ökologische Waldnutzung im Auftrieb

Nicht nur Luftschadstoffe setzen dem Wald zu. Vielerorts ist der schnelle Holzeinschlag das Hauptkriterium der Forstwirtschaft. Öde "Altersklassenwälder" aus Bäumen einer Generation, standortfremde Gehölze und der Einsatz von schweren Erntemaschinen und Chemikalien im Wald sind abschreckende und leider alltägliche Beispiele aus der forstwirtschaftlichen Praxis.
Aber es geht auch anders.
Gemeinsam mit Greenpeace und dem BUND haben wir 1997 ein Konzept der ökologischen Waldnutzung in die Tat umgesetzt.

Dieses sieht folgende verbindliche Kriterien der ökologischen Waldbewirtschaftung vor:
  • Verzicht auf künstliche Düngung, Pestiziteinsatz und Entwässerung
  • Schonende Entnahme von einzelnen Bäumen oder Baumgruppen, Verbot von Kahlschlägen
  • Die Verjüngung durch Samenflug wird gefördert, Pflanzungen bleiben die Ausnahme.
  • Schrittweise Erhöhung des Anteils von alternden oder abgestorbenen Bäumen auf 10%

Darüber hinaus werden 10% der Waldfläche ganz aus der Nutzung genommen. Auf diesen, sogenannten Referenzflächen, bleibt der Wald sich selbst überlassen. Hier entstehen die Urwälder von Morgen.

Inzwischen bewirtschaften neun Forstbetriebe mit einer Fläche von knapp 20.000 ha ihre Wälder nach unseren ökologischen Kriterien. Sie werden dabei von dem Landnutzungsverband Naturland begleitet und kontrolliert und können ihre Produkte mit dem Naturlanzertifikat auszeichnen.

Naturland-Siegel
Dieses Siegel garantiert nicht nur eine ökologische Waldnutzung,
sondern auch eine ökologische Verarbeitung des Holzes


Unser Floß

unser Floss Die "Robina Wald S-D 192" haben wir aus 10 Festmetern Holz in Hand und Muskelarbeit im Wasser zusammengefügt. Die Fichtenstämme des Flosses stammen aus dem Wäldern der Stadt Boppard am Rhein. Durch Luftschadstoffe geschwächt, waren sie durch Borkenkäferbefall bereits abgestorben.

Das Floss ist mit einer Solaranlage, einem Videoprojektor, Beleuchtung, Megaphon, Laptop, einer Ausstellung zum Thema Wald, einem Infotisch und einem Zelt ausgestattet.

Darüber hinaus verfügt es über einen Außenborder, der uns wegen des hohen Verkehrsaufkommens auf Rhein und Main vorgeschrieben worden ist.

Die Crew besteht aus 6-14 ehrenamtlichen Teilnehmern. Wir kommen aus verschiedenen Regionen Deutschlands. Einige von uns sind in einer Regionalgruppe aktiv, andere sind "nur" Mitglied oder haben sich entschieden für den Wald mit uns aufs Wasser zu gehen.


ROBIN WOOD in Aktion

Robin Wood stellt sich vor

Robin Wood ist eine gewaltfreie Aktionsgemeinschaft für Natur und Umweltschutz. 1982 haben Umweltschützerinnen und Umweltschützer den Verein ins Leben gerufen. Anlaß waren sterbende Wälder und unbekümmert rauchende Schlote.

Mit phantasievollen Aktionen haben wir ein Problembewußtsein geschaffen, sind Umweltsündern mit Bergsteigerausrüstungen und Transparenten aufs Dach gestiegen, haben Politikern ins Gewissen geredet und auch keine Scheu gehabt, unbequeme Forderungen zu stellen.
Wir engagieren uns für weniger Verkehr, autofreie Innenstädte, eine schonende und atomfreie Energieversorgung, saubere Luft und lebendige Wälder überall auf der Welt.

Die Säulen des Verein sind die ehrenamtlichen Mitglieder. Sie bestimmen, welche Wege gegangen werden.

In Regionalgruppen organisiert, sind sie es, die darüber entscheiden, welche Aktion veranstaltet, welcher Kongreß gestört, welches Transparent gemalt und welche Route das Floß nimmt.
Wer für die Umwelt streiten will, Ideen und Engagement mitbringt, hat bei uns die Chance, brisante Themen unbürokratisch und unkonventionell anzugehen.
Ob es auch in Eurer Nähe eine Regionalgruppe gibt, könnt Ihr auf dieser Seite sehen. Wir freuen uns über jede Mitstreiterin und jeden Mitstreiter. Und natürlich muß keiner gleich Mitglied werden, um in das Leben und die Arbeit der Regionalgruppen hineinzuschnuppern.

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